Altbulach
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Neubulach
Neubulach
Deutschlandkarte, Position der Stadt Neubulach hervorgehoben
48.6611111111118.6966666666667360-634Koordinaten: 48° 40′ N, 8° 42′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Calw
Höhe: 360-634 m ü. NN
Fläche: 24,69 km²
Einwohner: 5501 (31. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 223 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 75386–75387
Vorwahl: 07053
Kfz-Kennzeichen: CW
Gemeindeschlüssel: 08 2 35 047
Stadtgliederung: 5 Stadtteile
Adresse der Stadtverwaltung: Marktplatz 3
75387 Neubulach
Webpräsenz:
Bürgermeister: Walter Beuerle

Neubulach ist ein Luftkurort im Nordschwarzwald, in der Nähe von Calw. Neubulach ist der erste Ort in Deutschland mit staatlich anerkanntem Heilstollen-Kurbetrieb.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Stadtgliederung

Die Stadt Neubulach gliedert sich in die fünf Stadtteile Altbulach, Liebelsberg, Martinsmoos, Neubulach und Oberhaugstett. Der Stadtteil Altbulach ist wiederum in die vier untereinander nicht abgegrenzten Teilbezirke Altbulach, Seitzental, Kohlerstal und Station Teinach gegliedert. Die Stadtteile sind räumlich identisch mit den früheren Gemeinden gleichen Namens, ihre offizielle Benennung wie auch die der Teilbezirke des Stadtteils Altbulach erfolgt in der Form „Neubulach - Stadtteil …“. Die Stadtteile bilden zugleich Wohnbezirke im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung, wobei die Teilbezirke des Stadtteils Altbulach Seitzental, Kohlerstal und Station Teinach zusammen den Wohnbezirk „Talorte“ und der Teilbezirk Altbulach den Wohnbezirk „Altbulach“ bilden.[2]

Zum Stadtteil Altbulach gehören das Dorf Altbulach, die Weiler Kohlerstal und Seitzental und die Orte Elektrizitätswerk und Marmorwerk. Zum Stadtteil Liebelsberg gehören das Dorf Liebelsberg, das Gehöft Lautenbachhof und die Häuser Teinachtal. Zu den Stadtteilen Martinsmoos und Oberhaugstett gehören jeweils nur die gleichnamigen Dörfer. Zum Stadtteil Neubulach gehören die Stadt Neubulach und der Ort Lochsägmühle.[3]

Neubulach Panorama in Richtung Nordosten gesehen

Geschichte

Altbulach und Oberhaugstett sind wohl um 700 entstanden, Liebelsberg ist jünger und um 1000 als Waldhufendorf angelegt worden. Bereits seit etwa 1100 wird unter den Pfalzgrafen von Tübingen mit dem Silberabbau begonnen. Um 1220 erhält Bulach, später im Unterschied zu Altbulach Neubulach genannt, die Stadtrechte, kurze Zeit später wird es von den Grafen von Hohenberg in Besitz genommen. Ab 1364 war das Gebiet der damaligen Stadt Bulach und vor allem auch das Silberbergwerk im Besitz der Kurfürsten von der Pfalz. 1440 gerät es unter die Herrschaft Württembergs, die dort 1450 eine Bergbaubehörde einrichten. Als die aufsässigen Bauern im Rahmen des Bauernkrieges 1525 die Stadt besetzen, kommt der Bergbau vorübergehend zum Erliegen, 1601 wird er endgültig aufgegeben.

In den folgenden Jahrhunderten wird zwar immer wieder ein Anlauf zur kommerziellen Erzgewinnung unternommen (zuletzt in den 1920er Jahren mit dem Bismutabbau), aber die geringe Ausbeute führt stets zur schnellen Aufgabe des Bergbaus.

Die heutige Stadt wurde am 1. Januar 1975 durch Vereinigung der Stadt Neubulach und den Gemeinden Altbulach, Liebelsberg, Martinsmoos und Oberhaugstett neu gebildet.

Wappen der früheren Gemeinden

Wappen

Die Blasonierung des Wappens lautet: „In Gold ein rotbewehrter, rotbezungter und rotgekrönter schwarzer Adler, belegt mit einem silbernen Brustschild, darin schräggekreuzt ein roter Schlägel und ein roter Hammer.“


Politik

Gemeinderat

Die Kommunalwahl am 13. Juni 2004 ergab folgende Sitzverteilung:

FWG 59,8 % -12,3 12 Sitze -3
CDU 40,2 % +12,3 8 Sitze +3

Wirtschaft und Infrastruktur

Ansässige Unternehmen

Die Maschinenfabrik Friedrich Duss wurde 1920 in Neubulach gegründet und ist heute einer der bekanntesten Hersteller von Bohrwerkzeugen.

Das Orgelbauunternehmen Johannes Rohlf stellte die Orgel der Baden-Badener Stiftskirche her.

Bildung

Neubulach verfügt über eine Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule. Darüber hinaus gibt es noch zwei reine Grundschulen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Eingang zum Besucherbergwerk Hella-Glück

Museen

  • Besucherbergwerk Hella-Glück
  • Mineralienmuseum in der Vogtei

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Großer Krämermarkt am Ostermontag
  • Herbst-Krämermarkt
  • Hallenfußballturnier Ende Dezember
  • Maibaumstellen am 30. April in Altbulach
  • Wein- und Zwiebelkuchenfest Ende September in Altbulach
  • Fotofestival Neubulach im November (Früher Neubulacher Diatage)
  • Frühjahrskonzert des Musikvereins
  • Rettichfest des Musikvereins im Juli

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

  • Julius Heuß
  • Georg Friedrich Müller
  • Friedrich Duss
  • Dr. med. Heinrich Günzler
  • Friedrich Hermann
  • Friedrich Neuweiler
  • Dr. Albert Klein
  • Dr. med. dent. Hugo Wieland
  • Siegfried Luz

Söhne und Töchter der Stadt

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Bevölkerungsstand
  2. Hauptsatzung der Stadt Neubulach vom 13. Dezember 1989 zuletzt geändert am 7. Mai 2003 (PDF; abgerufen am 20. August 2008)
  3. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band V: Regierungsbezirk Karlsruhe Kohlhammer, Stuttgart 1976, ISBN 3-17-002542-2. S. 488–490

Literatur

  • Sönke Lorenz, Andreas Schmauder; Neubulach - Eine Stadt im Silberglanz, ISBN 3-935129-12-2
  • Volz Albert; "Altbulacher Geschichten"

Weblinks


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