Alte Garde

Die Alte Garde war in einigen Heeren die Bezeichnung für einen Teil der Gardetruppen, dem damit ein höherer Rang und zum Teil auch anderweitige Vorteile zugesprochen wurden.

Insbesondere verstand man unter der Alten Garde die Kaiserliche Garde Napoleons, die aus der Konsulargarde gebildet wurde.

Im preußischen Heer wurden als Alte Garde die fünf Regimenter der Garde-Infanterie genannt, die bereits vor der Reorganisation des Heeres 1860 dem Gardekorps angehörten.

Im russischen Heer galten als Alte Garde der kaiserlichen Garde die Garde-Infanterieregimenter Preobaschenski, Semjonowski, Ismailowski und das Jägerregiment, die zusammen die erste Garde-Infanteriedivision bildeten, sowie die Reiterregimenter Kavalleriegarde, Leibgarde zu Pferd, Kaiserkürassiere bzw. Kaiserinkürassiere. Sie besaßen manche Vorrechte vor den übrigen Gardetruppen.

Im nationalsozialistischen Deutschland zählten die Teilnehmer am Hitlerputsch von 1923 zur so genannten Alten Garde.


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