Alte Kelter (Helfenberg)
Die Alte Kelter in Helfenberg
Denkmaldokumentation im Buch zur Kelter

Die Alte Kelter ist ein denkmalgeschütztes Fachwerkgebäude in dem zum Ilsfelder Ortsteil Auenstein zählenden Weiler Helfenberg im Landkreis Heilbronn im nördlichen Baden-Württemberg.

Geschichte

Das Gebäude wurde 1819 durch die „Gemeinschaftliche adeliche Grundherrschaft“ der Familie von Gaisberg nordwestlich des einst an Stelle des heutigen Gemeindehauses befindlichen Unteren Schlosses als Zehntscheuer erbaut. 1820 wurde das Gebäude nach Westen um eine herrschaftliche Kelter erweitert. 1883 erwarb die Gemeinde Auenstein das Gebäude im Tausch gegen die frühere Gemeindekelter. Der Kelteranbau von 1820 wurde daraufhin zur Scheune umgenutzt, der östlich gelegene Zehntscheuerbereich zur eigentlichen Kelter. 1927 wurden zwei Spahr'sche Pressen mit Holzbiet gegen eine hydraulische Doppelpressse und Obstmühle getauscht. Das Gebäude diente bis nach dem Zweiten Weltkrieg als Kelter, später als Lagerraum.

Die Nutzungsmöglichkeiten des Gebäudes waren insbesondere durch die Grundstückssituation stark eingeschränkt, da die Zufahrt zum Tor nur über das südliche Nachbargrundstück erfolgen konnte. Das Gebäude verfiel zusehends. Mehrfach stand der Abriss zur Debatte. 2004 veräußerte die Gemeinde Ilsfeld das Gebäude an zwei Anlieger, wobei das Grundstück in zwei Flurstücke aufgeteilt wurde. Von 2004 bis 2006 fanden umfangreiche Sanierungsmaßnahmen unter größtmöglicher Beibehaltung des historischen Fachwerkbestandes statt. Das Dach wurde erneuert und ein für die geplante Stallnutzung nötiges Tor wurde in einem ohnehin stark geschädigten Bereich der Außenmauer eingebrochen. Außerdem wurden der Dielenboden erneuert und eine Treppe zum Dachgeschoss eingebaut. Der zur nach dem Gebäude benannten Straße An der Kelter liegende östliche Teil des Gebäudes wird heute als Atelier genutzt, der westliche Teil als Pferdeunterstand.

In der Kelter ist eine funktionstüchtige Obstpresse aus den 1920er-Jahren erhalten. Beim Bauwerk befindet sich das Buch zur Kelter, ein aus lasergravierten Edelstahltafeln hergestelltes Buch mit einer mehrseitigen Denkmaldokumentation des Eigentümers, in der sich Beiträge des Ilsfelder Bürgermeisters Thomas Knödler und von Dipl.-Ing. Angelika Raff vom Regierungspräsidium Stuttgart, Referat 25 – Denkmalpflege, befinden.

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