Horst Skerra
Skerra bei einer Sitzung des Staatsrates der DDR in Berlin am 16. Mai 1969

Horst Skerra (* 1. September 1930 in Kulsen; heute Polen) war Offizier in der NVA und der Nachfolger von Horst Stechbarth als Chef der Landstreitkräfte der NVA.

Leben

Der Sohn eines Landarbeiters besuchte eine zwölfklassige Schule in Grundlagenfächer. Von 1945 bis 1948 war er Traktorist in der UdSSR.

An seinem 19. Geburtstag trat Skerra den bewaffneten Organen in der damaligen SBZ bei. Im Jahre 1951 wurde Skerra Mitglied der SED. Nachdem er bis 1952 verschiedene Funktionen bei der Volkspolizei ausübte, studierte Skerra bis 1956 an einer Militärakademie in der Sowjetunion.

Nach seiner Rückkehr diente er bis 1964 im Ministerium für Nationale Verteidigung unter anderem als Stellvertreter des Chefs des Hauptstabes. Dieser Dienststellung schloss sich bis 1966 ein Besuch an der Generalstabsakademie der UdSSR an. Im Anschluss daran wurde Skerra Kommandeur der 1. Mot.-Schützen-Division (1.MSD) Potsdam.

Er wurde am 1. März 1967 zum Generalmajor ernannt. Von 1969 bis 1973 war Skerra stellvertretender Chef des Militärbezirkes und Chef des Stabes des Kommandos Militärbezirk III (Leipzig). Nach seinem Dienst im Ministerium für Nationale Verteidigung von 1973 bis 1976 war er von 1976 bis 1982 Chef des Militärbezirkes III. In dieser Zeit wurde er am 7. Oktober 1977 zum Generalleutnant befördert. Von 1982 bis 1989 diente Skerra als stellvertretender Chef der Landstreitkräfte und Chef des Stabes des Kommandos Landstreitkräfte.

Er wurde am 1. Januar 1990 Chef der Landstreitkräfte und ging am 30. September 1990 in den Ruhestand.

Literatur


Vorgänger Amt Nachfolger
Horst Stechbarth Chef der Landstreitkräfte
1. Januar 1990 bis 14. September 1990
Hans-Christian Reiche

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