2. Bundesliga (Eishockey) 2008/09
2. Eishockey-Bundesliga
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Meister: Bietigheim Steelers
Aufsteiger: Bietigheim Steelers (sportlich)
Absteiger: Tölzer Löwen (Insolvenz)
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Die Saison 2008/09 war die elfte Spielzeit seit Bestehen der neuen 2. Eishockey-Bundesliga und begann im September 2008 mit 13 Vereinen. Sie wird von der Eishockeyspielbetriebsgesellschaft organisiert. Neu in der Liga waren die Aufsteiger Dresdner Eislöwen, Tölzer Löwen und Wölfe Freiburg. Die Kassel Huskies waren in die Deutsche Eishockeyliga auf-, der EV Landsberg in die Oberliga abgestiegen. Die Eisbären Regensburg und die Moskitos Essen erhielten nach Insolvenzantrag keine Lizenz mehr.

Durch die Eröffnung des Insolvenzverfahrens im Frühjahr 2009 standen die Tölzer Löwen als Absteiger fest, eine Abstiegsrunde wurde nicht mehr ausgespielt.

Durch den Rückzug der Füchse Duisburg aus der Deutschen Eishockeyliga zur Saison 2009/10 wird der Meister der 2. Liga – die Bietigheim Steelers – die Chance bekommen, sportlich in die DEL aufzusteigen sofern er die wirtschaftlichen Voraussetzungen erfüllt.[1].

Inhaltsverzeichnis

Voraussetzungen

Teilnehmer

Vereine der 2. Eishockey Bundesliga der Saison 2008/09

Modus

Die Liga spielt mit 13 Mannschaften eine Doppelrunde aus (48 Spiele pro Verein). Wie in der DEL wird ab 2008/09 mit Pre-Playoffs gespielt, das heißt, die ersten sechs Mannschaften der Doppelrunde qualifizieren sich direkt für die Play-offs, die Vereine auf den Plätzen 7-10 spielen im Best-of-three-Modus zwei weitere Play-off-Teilnehmer aus. Die Mannschaften auf den Plätzen 11-13 sollten bis Februar 2009 in einer Doppelrunde einen Absteiger ausspielen, welche aber aufgrund des Insolvenzantrags für Tölzer Löwen am 28. Februar 2009 abgesagt wurde. Ähnlich der NHL und der DEL treten in der Verlängerung einer Partie beide Mannschaften nur noch mit maximal 4 Feldspielern an. Im letztmöglichen Pre-Play-off- bzw. Play-off-Spiel einer Serie wird das Spiel solange verlängert, bis ein Treffer gefallen ist.

Spielerlizenzen

Es dürfen maximal 15 Feldspieler mit deutscher Spielerlizenz und geboren vor dem 1. Januar 1985 oder ohne deutsche Spielerlizenz pro Spiel auf dem Spielberichtsbogen aufgeführt werden (Ü23-Regelung). Es dürfen maximal 6 Spieler ohne deutsche Spielerlizenz auf dem Spielberichtsbogen aufgeführt werden, aber es können bis Transferschluss (31. Januar 2009) eine unbegrenzte Anzahl von Spielern ohne deutsche Spielerlizenz verpflichtet werden. Für Spieler, die spielberechtigt für eine Auswahl des DEB sind und ab dem 1. Januar 1985 geboren sind, kann eine einmalige, nicht änderbare Förderlizenzvereinbarung zwischen einer Mannschaft der Oberliga und der 2. Bundesliga abgeschlossen werden (ESBG-Förderlizenz). Für Spieler, die spielberechtigt für eine Auswahl des DEB sind und ab dem 1. Januar 1983 geboren sind, kann eine Förderlizenzvereinbarung zwischen einer Mannschaft der DEL und der 2. Bundesliga abgeschlossen werden (DEL-Förderlizenz).

Spezielle Regeln

  • In den Play-off-, den Pre-Play-off- und den Spielen der Abstiegsrunde wird eine notwendige Verlängerung mit 20 Minuten Spielzeit anstelle von normalerweise 5 Minuten ausgespielt.
  • Nach dem Ende der Vorrunde werden die gegen einen Spieler ausgesprochenen 10-Minuten-Strafen gelöscht, dafür werden danach Spieler, die in unterschiedlichen Spielen jeweils eine 10-Minuten-Disziplinarstrafe bekommen haben, schon nach der zweiten statt normalerweise nach der dritten automatisch für das nächste Spiel gesperrt.
  • Hat ein DEL-Förderlizenzspieler weniger als 10 Spiele für die jeweilige Mannschaft der ESBG nach der Vorrunde absolviert oder wird der Spieler nach der Vorrunde in einem Spiel der DEL eingesetzt, erlischt die Spielberechtigung für eine Mannschaft in der 2. Bundesliga oder in der Oberliga.
  • Hat ein ESBG-Förderlizenzspieler bei der lizenznehmenden Mannschaft weniger als 10 Spiele nach der Vorrunde absolviert, erlischt die Spielberechtigung für die lizenznehmenden Mannschaft.
  • Ein ESBG-Förderlizenzspieler kann nach der Vorrunde nur noch entweder bei der förderlizenzgebenden oder bei der förderlizenznehmenden Mannschaft eingesetzt werden.
  • Jede Mannschaft der 2. Bundesliga muss Nachweise erbringen, dass beim Kooperationspartner im Nachwuchs zwischen September 2008 und März 2009 mindestens 3x 60 Minuten-Eistraining für die Mannschaften in der Altersklasse Kleinstschüler (U9), Kleinschüler (U11), Knaben (U13), Schüler (U15), Jugend (U17) beziehungsweise DNL zur Verfügung stehen und dass beim Kooperationspartner mindestens 5 Trainer (davon mindestens 1 mit B-Lizenz und 4 mit C-Lizenz) beschäftigt werden.

Ausstrahlung im Fernsehen

Das DSF zeigte ein Magazin zur 2.Bundesliga in der Regel samstags um 21:30 Uhr. Es werden bis zu vier Freitagsspiele zusammengefasst und Hintergrundberichte ausgestrahlt.

Vorrunde

Abschlusstabelle

Für einen Sieg nach der regulären Spielzeit wurden einer Mannschaft drei Punkte gutgeschrieben, war die Partie nach 60 Minuten unentschieden, erhielten beide Teams einen Punkt, dem Sieger der fünfminütigen Verlängerung beziehungsweise nach einem nötigen Penaltyschießen wurde ein Zusatzpunkt gutgeschrieben. Verlor eine Mannschaft in der regulären Spielzeit, erhielt diese keine Punkte.

Klub Sp S OTS SOS OTN SON N Tore Diff. Punkte
1. Bietigheim Steelers 48 32 1 3 1 1 10 177:97 +80 106
2. Tölzer Löwen (N) 48 25 3 5 1 4 10 160:114 +46 96
3. EHC München 48 26 3 3 2 2 12 176:120 +56 94
4. Heilbronner Falken 48 22 1 2 3 1 19 126:117 +9 76
5. EVR Tower Stars 48 22 1 2 0 4 19 162:140 +22 76
6. Landshut Cannibals 48 20 1 3 0 4 20 137:150 -13 72
7. Lausitzer Füchse 48 19 3 2 1 3 20 133:151 -18 71
8. Wölfe Freiburg (N) 48 19 3 1 2 2 21 165:178 -13 69
9. Schwenninger Wild Wings 48 16 4 3 3 2 20 166:161 +5 67
10. Fischtown Pinguins Bremerhaven 48 19 0 2 3 0 24 144:157 -13 64
11. SC Riessersee 48 16 2 3 3 3 21 155:172 -17 64
12. Dresdner Eislöwen (N) 48 10 0 3 2 8 25 130:183 -63 46
13. Eispiraten Crimmitschau 48 8 0 4 1 2 33 117:208 -91 35

Abkürzungen: Sp = Spiele, S = Siege, OTS = Siege nach Verlängerung, SOS = Siege nach Penaltyschießen, OTN = Niederlagen nach Verlängerung, SON = Niederlagen nach Penaltyschießen, N = Niederlagen, (N) = Neuling
Erläuterungen:     = direkte Qualifikation für die Play-offs,     = Play-off-Qualifikationsrunde,     = Saison beendet     = Insolvenzantrag nach der Vorrunde[2], daher Zwangsabstieg

Play-offs

Qualifikation

In den Pre-Play-offs trafen der Achte auf den Elften und der Neunte auf den Zehnten der Vorrunde. Es wurde im Modus „Best of Three“ gespielt, wobei bereits nach zwei Spieltagen am 10. und 13. März 2009 das Viertelfinale komplettiert wurde.

Serie 1 2 3
Wölfe Freiburg SC Riessersee 0:2 4:5 n.V. 1:6
Schwenniger Wild Wings Fischtown Pinguins 0:2 3:4 1:4

Play-off-Baum

  Viertelfinale Halbfinale Finale
                           
  1.   Bietigheim Steelers 4  
11.   SC Riessersee 0  
  1.   Bietigheim Steelers 4  
  7.   Lausitzer Füchse 0  
4.   Heilbronner Falken 2
7.   Lausitzer Füchse 4  
  1.   Bietigheim Steelers 3
  3.   EHC München 1
3.   EHC München 4  
10.   Fischtown Pinguins 0  
3.   EHC München 4
  5.   EVR Tower Stars 1  
5.   EVR Tower Stars 4
  6.   Landshut Cannibals 2  

Viertelfinale

Im Viertelfinale kam es zu folgenden Begegnungen, die im Modus „Best of Seven“ ausgespielt wurden. Die Partien fanden am 17. März, 20. März, 22. März, 24. März, 27. März und 29. März statt. Der Erstplatzierte der Hauptrunde, die Bietigheim Steelers, trat gegen den nach der Hauptrunde schlechtplatziertesten Pre-Play-off-Sieger an. Der verbliebene zweitbestplatzierte EHC München traf auf den nach der Hauptrunde besserplatzierten Pre-Play-off-Sieger.

Serie 1 2 3 4 5 6 7
Bietigheim Steelers - SC Riessersee 4:0 6:2 4:1 3:0 2:1 n.P.
EHC München - Fischtown Pinguins 4:0 5:2 7:4 4:0 3:1
EVR Tower Stars - Landshut Cannibals 4:2 3:4 3:1 1:2 3:2 n.V. 4:3 3:2 n.V.
Heilbronner Falken - Lausitzer Füchse 2:4 3:4 n.V. 1:4 4:2 5:2 2:4 3:4 n.V.

Halbfinale

Das Halbfinale wurde ebenfalls im Modus „Best of Seven“ durchgeführt. Die Begegnungen fanden am 3., 5., 7., 9. und am 11. April 2009 statt. Am 5. Spieltag der Halbfinalserie wurde das Finale vorzeitig komplettiert.

Serie 1 2 3 4 5 6 7
Bietigheim Steelers - Lausitzer Füchse 4:0 3:0 4:2 4:1 5:2
EHC München - EVR Tower Stars 4:1 5:0 2:3 n.P. 2:1 n.V. 3:1 4:2

Finale

Das Finale wurde im Modus „Best of Five“ zwischen den beiden Vorrundenbesten, den Bietigheim Steelers und dem EHC München, ausgetragen. Die Finalrunde gewann Bietigheim mit 3:1 Spielen. Diese fanden am 17., 19., 21. und 24. April 2009 statt.

Serie 1 2 3 4 5
Bietigheim Steelers - EHC München 3:1 3:2 1:2 n.P. 3:2 5:2

Abstiegsrunde

Zunächst war geplant, eine Abstiegsrunde zu spielen. Demnach sollten die Mannschaften der Platzierungen 11 bis 13 der Vorrunde zwischen dem 13. März und dem 19. April 2009 in einer Doppelrunde einen Absteiger ermitteln. Die Mannschaften auf Platz 1 und Platz 2 der Abstiegsrunde sollten in der 2. Bundesliga verbleiben, der Drittplatzierte der Abstiegsrunde in die Oberliga absteigen.

Die Gesellschafter-Versammlung der 2. Bundesliga am 28. Februar 2009 in München beschloss, dass die Tölzer Löwen nach dem gestellten Insolvenzantrag nach dem Ende der Hauptrunde nicht an den Play-offs teilnehmen. Somit stehen die Löwen als wirtschaftlicher Absteiger fest und können sich bei positivem Ausgang des Insolvenzverfahrens für die Oberligasaison 2009/10 bewerben.

Die Pre-Play-offs und Play-offs werden planmäßig ausgespielt, jedoch rücken nach der Hauptrunde alle hinter den Tölzern platzierten Mannschaften um einen Platz auf. Die Abstiegsrunde entfällt und der ETC Crimmitschau sowie die Dresdner Eislöwen werden wegen den entgangenen Spieleinnahmen zu jeweils gleichen Teilen aus der Bürgschaft der Tölzer Löwen entschädigt.

Einzelnachweise

  1. del.org: Füchse Duisburg ziehen sich zurück
  2. sueddeutsche.de: Der Eishockey-Zweitligist Bad Tölz steht vor dem finanziellen Aus, abgerufen am 8. März 2009

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