Altenglan
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Altenglan
Altenglan
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Altenglan hervorgehoben
49.5502777777787.4608333333333225
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Kusel
Verbandsgemeinde: Altenglan
Höhe: 225 m ü. NN
Fläche: 13,61 km²
Einwohner:

2.835 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 208 Einwohner je km²
Postleitzahl: 66885
Vorwahl: 06381
Kfz-Kennzeichen: KUS
Gemeindeschlüssel: 07 3 36 003
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Schulstraße 3–7
66885 Altenglan
Webpräsenz: www.altenglan.de
Ortsbürgermeister: Frieder Haag (SPD)
Lage der Ortsgemeinde Altenglan im Landkreis Kusel
Waldmohr Dunzweiler Breitenbach (Pfalz) Schönenberg-Kübelberg Gries (Pfalz) Brücken (Pfalz) Dittweiler Altenkirchen (Pfalz) Ohmbach Frohnhofen Nanzdietschweiler Börsborn Steinbach am Glan Krottelbach Langenbach (Pfalz) Herschweiler-Pettersheim Wahnwegen Henschtal Hüffler Quirnbach/Pfalz Rehweiler Glan-Münchweiler Matzenbach Selchenbach Herchweiler Albessen Konken Ehweiler Schellweiler Etschberg Theisbergstegen Haschbach am Remigiusberg Kusel Blaubach Oberalben Dennweiler-Frohnbach Körborn Thallichtenberg Ruthweiler Reichweiler Pfeffelbach Rathsweiler Niederalben Ulmet Erdesbach Bedesbach Rammelsbach Altenglan Welchweiler Elzweiler Horschbach Bosenbach Rutsweiler am Glan Föckelberg Niederstaufenbach Oberstaufenbach Neunkirchen am Potzberg Jettenbach (Pfalz) Rothselberg Kreimbach-Kaulbach Wolfstein Rutsweiler an der Lauter Eßweiler Oberweiler im Tal Aschbach (Westpfalz) Hinzweiler Oberweiler-Tiefenbach Relsberg Hefersweiler Einöllen Reipoltskirchen Nußbach (Pfalz) Hoppstädten Kappeln (bei Lauterecken) Medard (Glan) Odenbach Adenbach Ginsweiler Cronenberg (bei Lauterecken) Hohenöllen Heinzenhausen Lohnweiler Lauterecken Unterjeckenbach Langweiler (bei Lauterecken) Merzweiler Homberg (bei Lauterecken) Herren-Sulzbach Grumbach (Glan) Kirrweiler (bei Lauterecken) Sankt Julian Hausweiler Wiesweiler Deimberg Buborn Glanbrücken Offenbach-Hundheim Nerzweiler Saarland Landkreis Birkenfeld Landkreis Bad Kreuznach Donnersbergkreis Kaiserslautern Landkreis Südwestpfalz Landkreis Kaiserslautern ZweibrückenKarte
Über dieses Bild

Altenglan ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Kusel in Rheinland-Pfalz und Verwaltungssitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde Altenglan, der sie auch angehört.

Nach dem Ort ist die Altenglan-Formation, eine lithostratigraphische Gesteinseinheit, benannt.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Der Ort liegt in der Westpfalz am Glan, der namensgebend für die Ansiedlung war. In Altenglan münden der Kuselbach und der Reichenbach in den Glan. Die Gemeinde gliedert sich in die Ortsteile Altenglan, Mühlbach und Patersbach. Die nächste Stadt ist die Kreisstadt Kusel, 5 km westlich von Altenglan gelegen.

Geschichte

Altenglan, das seit dem 7. Juni 1969 zusammen mit Mühlbach am Glan und Patersbach die Ortsgemeinde Altenglan innerhalb der Verbandsgemeinde Altenglan bildet[2], war Teil des großen Reichslandbezirks um Kaiserslautern, des „Vosagus“ oder Wasgauforstes, und gehörte zum Nahegau. Auf eine königliche Schenkung geht der kurz vor 590 an das Bistum Reims gekommene Besitz um Kusel zurück, der 931 an das Reimser Kloster St. Remi übergeben wurde. Das später Remigiusland genannte Gebiet kam um 1125 als Reimser Lehen zum Herrschaftsgebiet der Grafen von Veldenz und über sie 1444 an die Herzöge von Zweibrücken. Erstmals als „Gleni“ im Jahr 866 urkundlich greifbar, wurde das Dorf seit der Mitte des 12. Jahrhunderts als „Aldenglane“ bezeichnet. Bis zum Herrschaftswechsel im Jahr 1444 gehörte es der Schultheißerei Ulmet an und wurde wie alle Dörfer des Remigiuslandes vom veldenzischen Oberamt Lichtenberg aus verwaltet. Vor dem Dreißigjährigen Krieg (1609) lebten hier 200 Personen in 37 Haushalten. Nach dem Ende des Alten Reichs und der kurzen Zugehörigkeit zu Frankreich (1797–1814) kam Altenglan mit der linksrheinischen Pfalz an das Königreich Bayern. 1802 zählte die Gemeinde 328 Einwohner, deren Zahl sich bis 1867 auf 639 steigerte. 1997 wohnten in Altenglan 1848 Menschen.

Religionen

Die protestantische Pfarrei Altenglan ist ein Zusammenschluss von zwei Kirchengemeinden, zum einen der Kirchengemeinde Altenglan mit den Filialorten Bedesbach, Patersbach und Friedelhausen und zum anderen der Kirchengemeinde Mühlbach am Glan. Rund 3.200 Gemeindemitglieder, 2.400 in Altenglan und 800 in Mühlbach werden von ihr betreut.

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Altenglan besteht aus 20 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Sitzverteilung im gewählten Gemeinderat:[3]

  SPD CDU BL Gesamt
2009 11 4 5 20 Sitze
2004 11 6 3 20 Sitze

Wappen

Der heilige Remigius im Wappen verweist auf die frühere Zugehörigkeit der Gemeinde zum Bistum Reims. Der Veldenzer Löwe deutet auf die Zugehörigkeit zur Grafschaft Veldenz und zum späteren Herzogtum Zweibrücken hin. Das untere Zeichen stammt aus dem Gerichtssiegel von Ulmet, mit dem auch die Altenglaner Urkunden besiegelt waren.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Altenglan ist eine anerkannte Fremdenverkehrsgemeinde. Sie ist Start- und Zielort der Draisinenstrecke. Der Ortsteil Mühlbach liegt am Fuße des Potzberges, auf dessen Gipfel der Potzbergturm und ein Wildpark zu finden sind. Vom Ortsteil Altenglan aus kann man eine schöne Wanderung auf den Remigiusberg bis zur alten Propstei unternehmen.

Draisine der Strecke Altenglan-Staudernheim

Bauwerke

siehe Liste der Kulturdenkmäler in Altenglan

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Glaner Kerb ((Alten-)Glaner Kerwe) (am 3. Wochenende im August)
  • Feuerwehrfest (alle zwei Jahre am 3. Wochenende im September)

Wirtschaft und Infrastruktur

Größtes industrielles Unternehmen in Altenglan ist die Fa. Main Metall. Zwei große Lebensmittelmärkte, mehrere andere Geschäfte und Gaststätten, ein Optiker, eine Apotheke und fünf Arztpraxen, mehrere Werkstätten, Schreinereien, ein Lackierer und eine Autoverwertung sind in Altenglan niedergelassen.

Momentan wird das Gewerbe- und Industriegebiet „Im Brühl“ erschlossen, in dem auch die Feuerwehr angesiedelt ist. Die verkehrsgünstige Lage ist mit ein Grund dafür, dass sich die Ansiedlung stetig weiterentwickelt hat. Dort befindet sich inzwischen ein Zimmereibetrieb sowie ein Metallbaubetrieb.

Verkehr

In Altenglan mündet die Bundesstraße 423 in die Bundesstraße 420, über die man die etwa zehn Kilometer südwestlich von Altenglan gelegene Anschlussstelle Kusel der Bundesautobahn 62 erreicht.

Am Bahnhof Altenglan an der Bahnstrecke Landstuhl–Kusel halten stündlich Regionalbahnen der Linie RB 67 (KaiserslauternLandstuhl–Kusel). Auf der am Bahnhof Altenglan abzweigenden Glantalbahn nach Staudernheim findet nur noch ein touristischer Draisinenverkehr statt.

Einrichtungen der Verbandsgemeinde

An Einrichtungen der Verbandsgemeinde sind eine Regionale Schule, ein beheiztes Sport- und Freizeitbad,[4] die Verbandsgemeindeverwaltung und -werke sowie die Feuerwehr vorhanden.

Außerdem befinden sich in Altenglan zwei Kindergärten, der Protestantische Kindergarten in Altenglan und der gemeindliche Kindergarten in Mühlbach.

Brandschutz

In Altenglan ist die Stützpunktfeuerwehr der Verbandsgemeinde angesiedelt, die Freiwillige Feuerwehr Altenglan besteht seit dem Jahre 1880 und feierte somit im September 2005 ihr 125-jähriges Jubiläum, die dortige Jugendfeuerwehr besteht seit 1980 und feierte im selben Jahr das 25-jährige Jubiläum. Von hier aus werden alle Einsätze, auch die der Ortsfeuerwehren, von der Einsatzzentrale der Freiwilligen Feuerwehr Altenglan rückwärtig unterstützt. Im Jahr kommen so über 100 Einsätze zusammen die durch die Feuerwehr Altenglan betreut werden. Die Anzahl der Feuerwehrleute wird in der Verbandsgemeinde Altenglan, als auch in anderen Verbandsgemeinden immer weniger, so mussten schon drei Ortsfeuerwehren in der Verbandsgemeinde Altenglan geschlossen werden.

Söhne und Töchter der Gemeinde

Literatur

  • E. Schworm, K.-E. Seitz, L. Seitz: Altenglan - Geschichte eines alten Dorfes; Hg. OG Altenglan, 1990
  • Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz, Band 16: KREIS KUSEL, bearbeitet von Christian Schüler-Beigang, herausgegeben im Auftrag des Ministeriums für Kultur, Jugend, Familie und Frauen vom Landesamt für Denkmalpflege; Worms, Wernersche Verlagsgesellschaft, 1999, S. 36f; ISBN 3-88462-163-7

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerung der Gemeinden am 31. Dezember 2010 (PDF; 727 KB) (Hilfe dazu)
  2. Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Seite 168 (PDF)
  3. Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2009, Gemeinderat
  4. Sport- und Freizeitbad Altenglan (abgerufen am 19. Mai 2011)

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