Hugo Slevogt

Hugo Slevogt

Hugo Slevogt (* 1858; † 1927 in Karlsruhe) war einer der bedeutendsten Karlsruher Architekten der Gründerzeit.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Hugo Slevogt stammt aus einer bekannten Künstlerfamilie, sein Vater war der Hoftheatermaler Adolf Slevogt. Slevogt studierte Architektur an der Technischen Hochschule Karlsruhe. Nach zweijähriger praktischer Lehre beim erzbischöflichen Bauamt unter Adolf Williard ging er nach Paris, wo er sein Studium an der École des Beaux-Arts vollendete. Im Rahmen seiner praktischen Tätigkeit ist seine Mitarbeit am Kaufhaus Bon Marche und am Gambetta-Denkmal bei Boileau bekannt geworden. Nach seinem vierjährigen Aufenthalt in Paris folgte eine kurze Praxis bei Franz von Hoven in Frankfurt; danach ließ er sich als selbständiger Privatarchitekt in Karlsruhe nieder.[1]

Hugo Slevogt starb 1927 in Karlsruhe.

Werk

Fast alle seine Gebäude, die die Weltkriege überstanden haben, sind heute Kulturdenkmäler.

Bauten in Karlsruhe

  • 1885: Südendstraße 7; (Hinterhaus, (kein Kulturdenkmal) Vorderhaus 1907–1909 („1908“) von Billing & Zoller)
  • 1888: Hirschstraße 92; Mietwohnhaus (mit Theodor Kempermann)
  • 1888: Kaiserallee 51a; Mietwohnhaus (mit Theodor Kempermann), für K. F. Schmeiser, Kohlenhändler
  • 1891: Uhlandstraße 26; Mietwohnhaus mit Gaststätte „Württemberger Hof“, (mit Theodor Kempermann) für Friedrich Schäfer, Wirt
  • 1892: Scheffelstraße 64; (mit Theodor Kempermann)
  • 1896: Gartenstraße 54–56; Doppelwohnhaus
  • 1897: Winterstraße 23
  • 1897/1898: Bahnhofstraße 14; Mietwohnhaus
  • 1897: Kaiserstraße 14a
  • 1897: Karlstraße 87
  • 1897: Karlstraße 89; Mietwohnhaus mit Laden (mit Theodor Kempermann)
  • 1897: Körnerstraße 37; Mietwohnhaus mit Hinterhaus (mit Theodor Kempermann) für den Blechnermeister August Goldschmidt.
  • 1898: Hirschstraße 103; Villa für Emma von Lindenau, mit Vorgarteneinfriedung; 1919 umgebaut zum Säuglingskrankenheim; seit 1990 Katholische Hochschulgemeinde mit Studentenwohnheim
  • 1901: Grünwinkler Straße 10
  • 1901: Hirschstraße 97
  • 1903: Hirschstraße 113; Mietwohnhaus
  • 1903: Winterstraße 29; St.Josephs-Haus der Gengenbacher Franziskanerinnen (kein Kulturdenkmal)
  • 1904: Karlstraße 91; In diesem Haus lebte Slevogt selbst und hatte im Hinterhaus sein Büro. Nach seinem Tod lebte sein Sohn hier weiterhin, dieser war Korrepetitor am Karlsruher Staatstheater. Nach einer böse verlaufenden Scheidung bekam dessen Tochter dieses Haus übertragen, die aufgrund der hart verlaufenen Scheidung ihrer Eltern schlechte Erinnerungen an das Haus hatte und es an die heutigen Eigentümer veräußerte.
  • 1905: Grünwinkler Straße 10 : das Bulacher Rathaus, heute Grundschule Bulach
  • 1905: Marie-Alexandra-Straße 33–35

Einzelnachweise

  1. Hugo Slevogt †. In: Die Baugilde, Jg. 9 (1927) S. 330.

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