Altenwaldeck

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Burgstall Altenwaldeck
Überwachsene Mauerreste der Burg und Informationstafel der Gemeinde Bad Feilnbach

Überwachsene Mauerreste der Burg und Informationstafel der Gemeinde Bad Feilnbach

Alternativname(n): Waldeck
Burgentyp: Höhenburg, Spornlage
Erhaltungszustand: Burgstall, geringe Mauerreste
Ständische Stellung: Grafschaft
Ort: Niklasreuth bzw. Au bei Bad Aibling
Geographische Lage 47° 47′ 43″ N, 11° 56′ 33″ O47.79527777777811.9425Koordinaten: 47° 47′ 43″ N, 11° 56′ 33″ O
Burgstall Altenwaldeck (Bayern)
Burgstall Altenwaldeck

Die Burg Altenwaldeck ist eine ehemalige Burganlage (Burgstall) am Auer Berg bei Niklasreuth in der Gemeinde Irschenberg im Bereich der Grenze zur Gemeinde Bad Feilnbach.

Geschichte

Die Burg Altenwaldeck dürfte der Stammsitz der Familie von Waldeck sein, die mit ihrer Herrschaft Waldeck im 15. Jahrhundert die Reichsunmittelbarkeit erreichten. Über den Ursprung der Spornburg gibt es keine urkundlichen Quellen, doch werden immer wieder die Gründer des Klosters Schliersee (779) mit den Waldeckern in Verbindung gebracht. Die ursprünglich „Waldeck“ genannte Burg erscheint bereits seit dem 13. Jahrhundert unter dem noch heute geläufigen Namen. Neben Altenwaldeck besaß die Familie noch weitere Sitze in Parsberg, Hohenwaldeck, Miesbach, Wallenburg und Höllenstein (Holnstein) oberhalb von Brannenburg. 1497 kam Altenwaldeck durch Erbgang an die Familie Seyboltsdorf, nach der sie zeitweise den Namen Seyboltsburg erhielt. 1603 gelangte die Burg in bürgerlichen Besitz und wurde – der Überlieferung nach – als Steinbruch für den Bau der nahen Kirche von Au bei Bad Aibling genutzt.

Lage und heutige Situation

Von der Burg Altenwaldeck sind nur wenige Mauerreste erhalten, so etwa die Grundmauern der Hauptburg. Ebenfalls noch kenntlich ist das Wall- und Grabensystem. Der Burgstall ist durch einen Wanderweg erschlossen und liegt östlich unterhalb von Niklasreuth und westlich oberhalb von Au bei Bad Aibling auf einem Bergsporn.

Literatur

  • Brunhuber, Josef: Chronik des oberen Leitzachtales. Birkenstein 1928.
  • Langheiter, Alexander: Miesbach. Ein Kulturführer. Miesbach: Maurusverlag, 2006.

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