Altersberg (Gemeinde Trebesing)
Wappen Karte
Wappen von Trebesing
Trebesing (Österreich)
DEC
Trebesing
Basisdaten
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Bundesland Kärnten
Politischer Bezirk Spittal an der Drau (SP)
Fläche 73,74 km²
Koordinaten 46° 53′ N, 13° 31′ O46.88638888888913.510277777778735Koordinaten: 46° 53′ 11″ N, 13° 30′ 37″ O
Höhe 735 m ü. A.
Einwohner 1.264 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte 17 Einwohner je km²
Postleitzahl 9852
Vorwahlen 0 47 32
Gemeindekennziffer 2 06 38
AT212
Adresse der
Gemeindeverwaltung
Trebesing 15
9852 Trebesing
Offizielle Website
Politik
Bürgermeister Johann Oberlerchner (SPÖ)
Gemeinderat (2009)
(15 Mitglieder)
6 SPÖ, 5 BZÖ, 4 ÖVP

Trebesing ist eine Gemeinde im Bezirk Spittal an der Drau in Kärnten.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Trebesing liegt im Liesertal in Oberkärnten unweit der Nationalparks Hohe Tauern und Nockberge, etwa 12 Kilometer nördlich von Spittal an der Drau. Das Gemeindegebiet erstreckt sich von der Lieser in Richtung Westen über die Ausläufern der Gebirgsgruppe Hohe Tauern mit dem Reißeck (2.985 m) als höchste Erhebung der Gemeinde.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde ist in die drei Katastralgemeinden Altersberg, Radl und Trebesing gegliedert. Das Gemeindegebiet umfasst folgende 13 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 2001):

  • Aich (120)
  • Altersberg (144)
  • Großhattenberg (86)
  • Hintereggen (12)
  • Neuschitz (58)
  • Oberallach (69)
  • Pirk (25)
  • Rachenbach (25)
  • Radl (101)
  • Trebesing (161)
  • Trebesing-Bad (70)
  • Zelsach (113)
  • Zlatting (279)

Geschichte

Vor der ersten urkundlichen Erwähnung (1206 als „Trebozingen“) wurde Trebesing vermutlich im 10. Jahrhundert von den Grafen von Lurn gegründet und später von den Erzbischöfen von Salzburg erworben.

Ab Mitte des 16. Jahrhunderts wurde im Radlgraben im Auftrag der Herren von Mallenthein, die Radl als Adelssitz wählten und das Jagdschloss Mallenthein erbauten, nach Erzen, Gold und Silber geschürft. Der Eisenerzabbau ging ab Anfang des 19. Jahrhunderts allmählich zurück, 1930 wurde er mangels Ergiebigkeit endgültig eingestellt. An seine Stelle traten im 19. Jahrhundert die Holzwirtschaft und ab der zweiten Hälfte der Fremdenverkehr als wichtige wirtschaftliche Einnahmequelle.

1830 erfolgte die Fassung der Heilquelle, mittlerweile hat Trebesing drei im Privatbesitz befindliche Mineralquellen, eine davon in Zlatting.

1850 wurde die heutige politische Gemeinde Trebesing gegründet, die sich seiter in ihrer Ausdehnung kaum verändert hat.

Bevölkerung

Laut Volkszählung 2001 hat Trebesing 1.263 Einwohner, davon besitzen 98,5 % die österreichische Staatsbürgerschaft. 62,0 % der Bevölkerung bekennen sich zur evangelischen und 32,1 % zur römisch-katholischen Kirche, 3,6 % sind ohne religiöses Bekenntnis.

Wirtschaft und Infrastruktur

In der Gemeinde gab es (Stand 31. Dezember 2005) 58 Gewerbebetriebe (davon allein 27 Hotels, Pensionen und Privatzimmervermieter) sowie 68 Landwirtschaftsbetriebe. Durch das Gemeindegebiet führt auch die A10 - Tauernautobahn, in dem Zusammenhang ist die Altersbergbrücke durch ihre Sperre im Herbst 2006 bekannt geworden.

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat von Trebesing hat 15 Mitglieder und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2009 wie folgt zusammen:

Direkt gewählter Bürgermeister ist seit 2003 Johann Oberlerchner (SPÖ).

Wappen

Im Wappen von Trebesing sind sowohl die Quellen als auch die Mallentheiner berücksichtigt: Vorne sind die drei Trebesinger Heilquellen symbolisiert, der der Greifenkopf in der hinteren Hälfte war eine Komponente im gevierten Wappen der Herren von Mallenthein. Die Blasonierung des Wappens lautet:

„Von grün zu Silber gespalten; vorn ein silberner Bottich, in denen drei vom oberen Schildrand ausgehende, parallel geführte silberne Wellenleisten münden; hinten ein roter, mit Flug ornamentierter Greifenkopf.“[1]

Wappen und Fahne wurden der Gemeinde am 29. Juni 1989 verliehen. Die Fahne ist Grün-Weiß mit eingearbeitetem Wappen.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. zitiert nach Wilhelm Deuer: Die Kärntner Gemeindewappen. Verlag des Kärntner Landesarchivs, Klagenfurt 2006, ISBN 3-900531-64-1, S. 282



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