Altersflecke
Klassifikation nach ICD-10
L81.4 Sonstige Melanin-Hyperpigmentierung
ICD-10 online (WHO-Version 2006)

Altersflecken (lateinisch: Lentigines seniles, Lentigines solares) sind Pigmentstörungen der Haut. Sie entstehen durch vermehrte, chronische Exposition gegenüber ultravioletter Strahlung, z. B. Sonnenlicht. Dabei kommt es zu lokalen, scharf begrenzten hellbraunen Fleckbildungen ("Makulae") mit Vermehrung der melaninproduzierenden Melanozyten, überwiegend im Bereich der Handrücken, Unterarme und Gesichtshaut. Bei den Flecken handelt es sich konkret um Anhäufungen des bräunlich-wachsartigen Pigments Lipofuscin (auch Alters- oder Abnutzungspigment), welches als Endprodukt aus der Oxidation von ungesättigten Fettsäuren der Zellmembranen entsteht. Die Lysosomen sind nicht mehr imstande, den Stoff völlig abzubauen. So bleibt er als Fleck zurück.

Das Phänomen ist mit dem der Sommersprossen (lateinisch: Epheliden) verwandt. Bei Sommersprossen kommt es jedoch nicht zu einer Vermehrung der Melanozyten. Altersflecken können am besten durch medizinische Lasertherapie oder durch Behandlung mit Frucht- oder Vitamin-A-Säurehaltigen Präparaten entfernt werden, siehe auch („Hautaufhellung“). Ein nachfolgender konsequenter UV-Schutz verhindert das erneute Auftreten. Altersflecken sind gutartig. Da es jedoch eine Unterform des malignen Melanoms gibt (das Lentigo-Maligna-Melanom), das deutliche Ähnlichkeiten aufweist und sich aus einer Lentigo maligna entwickelt, wird die medizinische/dermatologische Begutachtung von Altersflecken empfohlen.

Siehe auch Beseitigung der Ursachen einer Hyperpigmentierung durch Rucinol

Literatur

  • I.Moll, Dermatologie, 6. Auflage, Thieme. Stuttgart 2005, ISBN 3131266864

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