Altkreis Aschendorf-Hümmling
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
ehem. Regierungsbezirk: Regierungsbezirk Osnabrück
ehem. Kreisstadt: Aschendorf/Ems
Fläche: 1.146 km² (31. Dezember 1967)
Einwohner: 73.116 (31. Dezember 1967)
Bevölkerungsdichte: 64 Einw./km²
Städte: 2 (31. Dezember 1967)
Gemeinden: 53 (31. Dezember 1967)
Kfz-Kennzeichen: ASD (ehemals)
Karte des heutigen Landkreises Emsland
Lage des Landkreises Emsland in Niedersachsen
Der Landkreis vor der Gemeindereform 1974
Landkreis Aschendorf-Hümmling vor 1974
Der Landkreis nach der Gemeindereform 1974
Landkreis Aschendorf-Hümmling nach 1974

Der Landkreis Aschendorf-Hümmling ist ein ehemaliger Landkreis im westlichen Niedersachsen und bestand von 1932 bis 1977.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Im Norden grenzte er an den Landkreis Leer, im Osten an den Landkreis Cloppenburg, im Süden an den Landkreis Meppen und im Westen an die Niederlande. Auf der rechts ersichtlichen Karte ist der heutige Landkreis Emsland zu sehen; der Landkreis ASD deckte das oberen Drittel des Landkreises Emsland ab. Der Altkreis Aschendorf-Hümmling zeichnet sich durch zwei typische Landschaften aus, nämlich durch das Emsland und den Hümmling.

Geschichte

Am 1. August 1932 sind durch Verordnung des preußischen Staatsministeriums der Landkreis Aschendorf und der Landkreis Hümmling mit Wirkung zum 1. Oktober 1932 aufgelöst worden und der gemeinsame Landkreis Aschendorf-Hümmling ist entstanden.

Durch die in Niedersachsen am 1. August 1977 durchgeführte Kreisreform ging dieser dann mit den südlich angrenzenden Landkreisen Meppen und Lingen im Landkreis Emsland auf. Im ehemaligen Kreishaus ist eine Außenstelle des Landkreises Emsland untergebracht.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr Einwohnerzahl Jahr Einwohnerzahl
1933 48.695 1939 62.722
1946 64.652 1950 68.247
1956 65.471 1961 65.774
1967 73.116 1971 76.724

Städte und Gemeinden des Landkreises

Veränderungen bei der Bildung des Landkreises zum 1. Oktober 1932

Die zum Landkreis Hümmling gehörenden Gemeinden Ahmsen, Groß Berßen, Klein Berßen, Groß-Stavern, Klein-Stavern, Herßum, Holte, Lähden, Lastrup, Vinnen und Wachtum sowie die zum Landkreis Aschendorf gehörenden Gemeinden Emen und Tinnen sind per Verordnung vom 27. September 1932 in den Landkreis Meppen eingegliedert worden.

Weitere Geschichte

Börgerwald und Börgermoor, zuvor Ortsteile der Gemeinde Börger, wurden 1934 abgetrennt und bilden seitdem die Gemeinde Surwold. 1939 wurde die sehr weit außerhalb von Werpeloh gelegene Siedlung Ostwippingen (Altkreis Hümmling) an die angrenzende Gemeinde Wippingen (Altkreis Aschendorf) angegliedert. Wahn war bis 1941 eine selbständige Gemeinde im Landkreis, sie wurde für den Kruppschen Schießplatz dem Erdboden gleichgemacht. Am 1. November 1943 wurde Rastdorf zur selbständigen Gemeinde. Zum 1. Januar 1966 haben sich die Gemeinden Spahn und Harrenstätte zu einer Gemeinde Spahnharrenstätte zusammengeschlossen.

Von 1966 bis zur Umsetzung der Gemeindereform 1973 hatte der Landkreis insgesamt 53 Gemeinden. Diese sind hier in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt.

Ahlen, Stadt Aschendorf/Ems, Bockholte, Bockhorst, Bokel, Borsum, Börger, Breddenberg, Brual, Dersum, Dörpen, Eisten, Esterwegen, Fresenburg, Gehlenberg, Heede, Herbrum, Hilkenbrook, Hilter, Hüven, Kathen-Frackel, Lahn, Lathen, Lehe, Lorup, Nenndorf, Neubörger, Neudersum, Neudörpen, Neulehe, Neurhede, Neusustrum, Neuvrees, Niederlangen, Oberlangen, Ostenwalde, Stadt Papenburg, Rastdorf, Renkenberge, Rhede (Ems), Sögel, Spahnharrenstätte, Steinbild, Surwold, Sustrum, Tunxdorf, Vrees, Walchum, Wehm, Werlte, Werpeloh, Wieste, Wippingen.

Veränderungen durch die Gemeindereform

Durch die Gemeindereform, die am 1. Januar 1973 in Kraft trat, ist es im Landkreis zu einer erheblichen Veränderung der Kommunen gekommen. Es sind fünf Samtgemeinden und zwei Einheitsgemeinden entstanden. Dieser Gemeindezuschnitt ist bis zur Auflösung des Landkreises unverändert geblieben.

  • Samtgemeinde Dörpen bestehend aus den Mitgliedsgemeinden Dersum, Dörpen, Heede, Kluse, Lehe, Neubörger, Neulehe, Walchum und Wippingen. Die Gemeinde Dersum hat den Ort Neudersum, die Gemeinde Dörpen den Ort Neudörpen aufgenommen. Die Gemeinden Ahlen und Steinbild haben sich zu einer Gemeinde Kluse zusammengeschlossen.
  • Samtgemeinde Lathen bestehend aus den Mitgliedsgemeinden Fresenburg, Lathen, Niederlangen, Oberlangen, Renkenberge und Sustrum. Die Gemeinde Lathen hat die Orte Hilter, Kathen- Frackel und die Gemeinde Sustrum hat den Ort Neusustrum aufgenommen.
  • Samtgemeinde Nordhümmling bestehend aus den Mitgliedsgemeinden Bockhorst, Breddenberg, Esterwegen, Hilkenbrook und Surwold.
  • Papenburg ist eine Einheitsgemeinde. Die Stadt Aschendorf, sowie die Gemeinden Bokel, Herbrum, Nenndorf und Tunxdorf sind in die Stadt Papenburg eingegliedert worden.
  • Rhede (Ems) ist eine Einheitsgemeinde. Die Gemeinden Borsum, Brual und Neurhede sind in der Gemeinde aufgegangen.
  • Samtgemeinde Sögel bestehend aus den Mitgliedsgemeinden Börger, Groß Berßen, Hüven, Klein Berßen, Sögel, Spahnharrenstätte, Stavern und Werpeloh. Die Gemeinde Eisten ist in der Gemeinde Sögel aufgegangen. Die Gemeinden Groß Berßen, Klein Berßen und Stavern sind aus dem Landkreis Meppen ausgegliedert worden.
  • Samtgemeinde Werlte bestehend aus den Mitgliedsgemeinden Lahn, Lorup, Rastdorf, Vrees und Werlte. Die Gemeinden Bockholte, Ostenwalde, Wehm und Wieste sind in die Gemeinde Werlte aufgegangen.
  • Die Gemeinden Gehlenberg und Neuvrees sind in die Stadt Friesoythe, Landkreis Cloppenburg, eingemeindet worden.

Landräte und Oberkreisdirektoren

Landräte

  • Landrat Behnes, 1. Oktober 1932 - 30. April 1935
  • Landrat Gronewald, 1. Mai 1935 - 20. April 1945
  • Landrat Steitbürger, 27. April 1945 - 31. Januar 1946
  • Landrat Borgmann, 31. Januar 1946 - 3. Oktober 1946
  • Landrat Heermann, 31. Oktober 1947 - 29. November 1956
  • Landrat Sanders, 29. November 1956 - 3. November 1960
  • Landrat Buchholz, 20. Dezember 1960 - 21. November 1966
  • Landrat Nortmann, 19. Dezember 1966 - ???

Oberkreisdirektoren

  • OKD Streitbürger, 31. Januar 1946 - 1. September 1946
  • OKD Dr. Fischer, 1. Oktober 1946 - 31. Oktober 1959
  • OKD Dr. Tiedeken, 1. November 1959 - 31. Juni 1977
    (bis zur Auflösung des Landkreises)

Literatur

  • Werner Franke / Jósef Grave / Heiner Schüpp / Gerd Steinwascher (Hrsg.): Der Landkreis Emsland. Geographie, Geschichte, Gegenwart. Eine Kreisbeschreibung. Meppen 2002, 931 Seiten ISBN 3-930365-13-8
  • Karl-Eberhard Nauhaus: Das Emsland im Ablauf der Geschichte. Sögel 1984 ISBN 3-925034-00-5

Weblinks


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