Altlichtenwarth
Altlichtenwarth
Wappen von Altlichtenwarth
Altlichtenwarth (Österreich)
Altlichtenwarth
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Mistelbach
Kfz-Kennzeichen: MI
Fläche: 20,45 km²
Koordinaten: 48° 39′ N, 16° 48′ O48.64777777777816.795833333333231Koordinaten: 48° 38′ 52″ N, 16° 47′ 45″ O
Höhe: 231 m ü. A.
Einwohner: 733 (1. Jän. 2011)
Bevölkerungsdichte: 36 Einwohner je km²
Postleitzahl: 2144
Vorwahl: 02533
Gemeindekennziffer: 3 16 01
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Florianigasse 150
2144 Altlichtenwarth
Website: www.altlichtenwarth.at
Politik
Bürgermeister: Franz Gaismeier (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(15 Mitglieder)
11 ÖVP, 4 SPÖ
Lage der Gemeinde Altlichtenwarth im Bezirk Mistelbach
Altlichtenwarth Asparn an der Zaya Bernhardsthal Bockfließ Drasenhofen Falkenstein Fallbach Gaubitsch Gaweinstal Gnadendorf Großengersdorf Großebersdorf Großharras Großkrut Hausbrunn Herrnbaumgarten Hochleithen Kreuttal Kreuzstetten Laa an der Thaya Ladendorf Mistelbach Neudorf bei Staatz Niederleis Ottenthal Pillichsdorf Poysdorf Rabensburg Schrattenberg Staatz Stronsdorf Ulrichskirchen-Schleinbach Unterstinkenbrunn Wildendürnbach Wilfersdorf (Niederösterreich) Wolkersdorf im Weinviertel NiederösterreichLage der Gemeinde Altlichtenwarth im Bezirk Mistelbach (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Blick auf Altlichtenwarth
Blick auf Altlichtenwarth
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Altlichtenwarth ist eine Gemeinde mit 733 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2011) im Bezirk Mistelbach in Niederösterreich.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Altlichtenwarth liegt im Weinviertel in Niederösterreich. Die Fläche der Gemeinde umfasst 20,45 Quadratkilometer. 0,99 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Es existieren keine weiteren Katastralgemeinden außer Altlichtenwarth.

Geschichte

Der Ortsname von Altlichtenwarth erklärt sich so: Lichtenwarth, (amtl. Altlichtenwarth), Bezirk: Mistelbach, Gerichtsbezirk: Poysdorf Urk.: 1232 Liehtenwart (BUB II, 138), 1357 Alten Liechtenwart (OÖUB VII; 530) Etym.: wörtlich „bei der lichten Warte“, womit wohl ein „Aussichtspunkt in einer Lichtung“ gemeint ist, mhd. „warte“ für Platz, von dem aus gespäht wird. [1]

12. Jahrhundert

Die erste Kirche wurde im 12.Jahrhundert auf einem Lößhügel am Nordrand des Ortes, unweit einer Holz- Erde- Burg der Herren von Liechtenstein erbaut. Altlichtenwarth und seine Umgebung waren Urbesitz der Liechtensteiner seit dem 12. Jahrhundert, auf dieses Geschlecht dürfte auch die damalige Gründung der Pfarre zurückgehen.

13. Jahrhundert

Am 7. Juni 1232 wurde Altlichtenwarth zum ersten Mal urkundlich erwähnt. [2]

14. Jahrhundert

1391 tauschten die Liechtensteiner die Pfarre Altlichtenwarth gegen die Kirche Maria am Gestade in Wien, 1409 wird dieser Tausch rüchgängig gemacht. Altlichtenwarth bleibt bis 1978 Patronatspfarre der Fürsten von Liechtenstein.

1529/1532: Türkeneinfälle

1645: 46 Pesttote

1646: 309 Tote "Verstorben und Erschlagenen bei der Verfolgung durch Schweden und Ungarn bzw. Anhänger des Georg Rakoczy 1645 und 1646"

1679: 134 Pesttote

1706: 77 Tote bei einem Einfall der Kuruzzen

1849: 103 Choleratote innerhalb eines Monats

Im Ersten Weltkrieg hat der Ort 57 und im Zweiten Weltkrieg 74 Gefallene zu beklagen. 1945 war Altlichtenwarth auch direkter Kriegsschauplatz, am 18. April 1945 wurde das Dorf zuerst kampflos den russischen Truppen überlassen, die zurückweichenden SS-Einheiten verschanzten sich im Bereich des Hutsaulberges und des Silberberges. In der Nacht zum 19. April kam es zum Gegenstoss, die Ortschaft fiel bis nächsten Tag wieder in deutsche Hand. Die entsetzte Bevölkerung floh, kaum 50 Leute blieben im Dorf zurück. 59 deutsche und 27 russische Soldaten wurden in Altlichtenwarth begraben, unter der Zivilbevölkerung gab es 4 Todesopfer. Kein einziges Haus blieb ohne Schaden.

Einwohnerentwicklung

Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 783 Einwohner. 1991 hatte die Gemeinde 808 Einwohner, 1981 895 und im Jahr 1971 1048 Einwohner.

Kirche in Altlichtenwarth
      Jahr       Einwohner
1783 726
1794 578
1830 882
1846 1.073
1851 1.005
1869 931
1880 1.055
1890 1.196
1900 1.388
Jahr Einwohner
1923 1.286
1951 1.393
1961 1.254
1971 1.048
1981 895
1991 808
2001 783
2007 774

[3]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Politik

Bürgermeister der Gemeinde ist Franz Gaismeier, Amtsleiter Karl Tonner.

Im Gemeinderat gibt es bei insgesamt 15 Sitzen nach der Gemeinderatswahl vom 14. März 2010 folgende Mandatsverteilung: ÖVP 11, SPÖ 4, andere keine Sitze.

Wirtschaft und Infrastruktur

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 16, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 76. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 337. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 44,06 Prozent.

Einzelnachweise

  1. Schuster, Elisabeth: Die Etymologie der niederösterreichischen Ortsnamen (Wien 1990) S. 42.
  2. Urkunde bei monasterium.net Universität Köln
  3. Historisches Ortslexikon Niederösterreich 3. Teil / 30. Juni 2008

Weblinks

 Commons: Altlichtenwarth – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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