Altmanns (Gemeinde Heidenreichstein)
Kirche in Altmanns in der Stadtgemeinde Heidenreichstein

Altmanns ist ein Ort und gleichzeitig eine Katastralgemeinde der Stadtgemeinde Heidenreichstein im nordwestlichen Waldviertel. Die Ortschaft ist ein Reihendorf mit Waldhufenanlage.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Altmanns grenzt wie folgt an die Katastralgemeinden des Heidenreichsteiner Stadtgebietes: im Norden an Eberweis, im Westen an Thaures und im Osten an Heidenreichstein und Kleinpertholz. [1]

Im Süden grenz Altmanns an die Katastralgemeinden Kiensaß in der Stadtgemeinde Schrems und Aalfang in der Gemeinde Amaliendorf-Aalfang sowie im Nordwesten ein kurzes Stück an die Katastralgemeinde Gopprechts der Stadtgemeinde Litschau.

Durch die Ortschaft Altmanns fließt der Braunaubach, der 1909 reguliert wurde und von Eisgarn kommend über die Katastralgemeinde Eberweis nach Altmanns gelangt, ehe er den Bruneiteich durchfließt und den Nachbarort Amaliendorf erreicht.

Die Ortschaft Altmanns befindet sich auf 540 m ü. A., die höchste Erhebung der Katastralgemeinde befindet sich im Südosten auf 574 m ü. A..

Geschichte

Der Ortsname leitet sich vom althochdeutschen Personennamen „Altmann“ ab.

Altmanns wurde 1369 erstmals urkundlich erwähnt, wurde 1784 zur Katastralgemeinde und konstituierte sich 1850 zu einer eigenen politischen Gemeinde mit damals 342 Einwohnern. 1934 hatte Altmanns 397 und 1939 364 Einwohner. 2001 lebten noch 232 Personen in der Ortschaft.

Eine Ortskapelle besteht seit 1836. 1877 beginnt die Schulchronik der bis 1966 bestehenden Schule. 1900 ist das Gründungsjahr der Freiwilligen Feuerwehr Altmanns. 1925 wurde mit der Elektrifizierung des Ortes durch das Hoheneicher Elektrizitätswerk HEWEG begonnen. 1951 wurde ein Gemeindehaus mit Feuerwehrdepot errichtet.

Mit 1. Jänner 1972 erfolgte die Zusammenlegung der Gemeinde mit der Stadtgemeinde Heidenreichstein, wobei sich der Gemeinderat Ende 1970 gegen diese Maßnahme der Niederösterreichischen Landesregierung ausgesprochen hatte.

Naturdenkmal

In Altmanns befindet sich eine zum Naturdenkmal erklärte Felsengruppe, die nach dem 1965 verstorbenen Komponisten Franz Geyer als Franz-Geyer-Gedächtnisstätte bezeichnet wird.

Bürgermeister

  • Johann Böhm (1900, 1906)
  • Heinrich Felsner (1921, 1923, 1929)
  • Josef Apfelthaler (1938)
  • Karl Fellner (1944)
  • Josef Eipeldauer (1945)
  • Karl Flicker (1950)
  • Johann Hable (1965, 1970)

Ehrenbürger

  • Alois Barfuß, Schulleiter, Gründer der Freiwilligen Feuerwehr und des landwirtschaftlichen Casinos
  • Josef Gaugusch, Oberlehrer
  • Karl Flicker, Bürgermeister
  • Karl Fellner, Schuldirektor

Literatur

Erich Geppert, Karl Pichler: Altmanns, in: 800 Jahre Heidenreichstein, Waldviertel - Kultur und Geschichte, Heidenreichstein 2005, S 337ff

Einzelnachweise

  1. Niederösterreich Atlas

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