Altmorschen
Altmorschen
Gemeinde Morschen
Koordinaten: 51° 4′ N, 9° 37′ O51.0697222222229.6188888888889187Koordinaten: 51° 4′ 11″ N, 9° 37′ 8″ O
Höhe: 187–297 m ü. NN
Fläche: 1,546 km²
Einwohner: 1.700
Eingemeindung: 1. Jan. 1974
Postleitzahl: 34326
Vorwahl: 05664
Die Fuldatalbrücke an der Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg

Altmorschen ist der größte Ortsteil und Sitz der Gemeindeverwaltung der Gemeinde Morschen im Schwalm-Eder-Kreis in Hessen.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Der Ort liegt im Osten des Kreisgebietes an den Ausläufern des Knüllgebirges am Ostufer der Fulda. Auf der gegenüberliegenden Flussseite liegt Neumorschen. Durch den Ort führen die Landesstraße 3225 und der Fulda-Radweg. Entlang der Fulda verlaufen die Bundesstraße 83 und die Bahnlinie Bebra-Kassel (Friedrich-Wilhelms-Nordbahn).

Innerhalb der Gemarkung von Altmorschen befinden sich das ehemalige Kloster Haydau, das Einzelgehöft Leimbachs Hof, die Wüstung Leimbach und die heute wüste Kapelle am Kapellberg.

Geschichte

Der Ort „Aldenmorsene“ wird im Jahre 1235, als das dortige Kloster Haydau ("Heide") gestiftet wurde, erstmals urkundlich erwähnt, ist aber wohl wesentlich älter. 1238 hatte Altmorschen zusammen mit Konnefeld teil am Marktrecht von Wichte. Die Pfarrei Altmorschen wurde 1270 von Hermann von Spangenberg an das Kloster Haydau übertragen; 1318 wurde sie dem Kloster einverleibt und zusammen mit ihrer Filialkirche Neumorschen nach Eubach eingepfarrt. 1318 schenkte die Familie von Leimbach, aus der die erste Äbtissin von Haydau, Gertrud von Leimbach, stammte, dem Kloster Besitz in Altmorschen, und 1325 wurde durch weitere Schenkungen der Herren von Treffurt-Spangenberg das Kloster Besitzer des gesamten Dorfes. 1331 kaufte das Kloster von den Herren von Treffurt das Gericht Altmorschen. 1350 verkauften die Herren von Treffurt die gesamte verbliebene Herrschaft Spangenberg an Landgraf Heinrich II. von Hessen.

Der Ortsname wandelte sich im Laufe der Jahrhunderte von Aldenmorsene (1235) oder auch Morsene (1235) zu Altenmorßen (1620), Alt-Morschen und schließlich Altmorschen.

Neugliederungen

Am 1. Juli 1971 schlossen sich Altmorschen und Eubach zu einer Gemeinde zusammen, die den Namen Altmorschen behielt. Am 31. Dezember 1971 trat Wichte der Gemeinde Altmorschen bei. Am 1. April 1972 schloss sich auch die Gemeinde Binsförth der Gemeinde Altmorschen an. Am 1. Januar 1974 schlossen sich die Gemeinden Altmorschen, Heina, Konnefeld und Neumorschen zur neuen (Groß-)Gemeinde Morschen zusammen. Altmorschen wurde Sitz der Gemeindeverwaltung.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner
1585 96 Haushaltungen
1747 94 Haushaltungen
1895 726
1925 880
1933 975
1939 1007
1961 1514

Sehenswürdigkeiten

  • das ehemalige Kloster Haydau, heute Rathaus der Gemeinde.
  • das Feuerwehrmuseum

Weblinks



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