Altmühlradweg
Der Radweg im oberen Altmühltal mit Blick zur Frankenhöhe

Der Altmühltalradweg (auch Altmühl-Radweg oder Altmühltal-Radweg) ist ein Fernradweg durch das Altmühltal in Bayern. Der Ausgangspunkt der 250 km langen Strecke ist Rothenburg ob der Tauber. Er verläuft - bis auf ein paar Anstiege kurz nach Rothenburg- nahezu eben durch ein eher weites Tal bis Treuchtlingen. Ab hier durchschneidet er den Jura in einem engen, windungsreichen Tal bis zur Mündung in die Donau bei Kelheim. Der Altmühlradweg ist einer der beliebtesten Radfernwege Deutschlands. Kultur und Natur im Altmühltal werden durch den leicht zu befahrenden Radweg erlebnisreich verbunden.

Inhaltsverzeichnis

Verlauf

Der Altmühlradweg beginnt in Rothenburg ob der Tauber.

Von dort gibt zwei Möglichkeiten:

  • Die erste Variante führt zum Quellgebiet der Altmühl und überquert die Hügel nach Hornau. Der Hornauer Weiher ist die Quelle der Altmühl. Entlang der Altmühl führt der Weg dann nach Colmberg-Binzwangen.
  • Die zweite Variante umgeht die Berge und zweigt nach Neusitz flach nach Geslau ab.

Beide Varianten treffen sich in Colmberg-Binzwangen.

Von dort aus verläuft die Route über Herrieden, Ornbau zum Altmühlsee bei Gunzenhausen. Die Region mit Altmühl- und Brombachsee vermarktet sich touristisch als Fränkisches Seenland. Zwischen Gunzenhausen und Treuchtlingen besteht eine Variante an die Steinerne Rinne bei Wolfsbronn, die bei Markt Berolzheim wieder zurück in den Hauptradweg mündet. Von Gunzenhausen bis Kelheim verläuft der Altmühltalradweg durch den Naturpark Altmühltal.

Unterhalb der Talquerung der B 2 bei Treuchtlingen wird die Talstraße vom motorisierten Fernverkehr gemieden. Gründe sind die zahlreichen Windungen der Straße und eine niedrige Bahnunterführung. So haben Radreisende zwischen Treuchtlingen und Eichstätt die Wahl zwischen dem stückweise recht steilen Radwanderweg und einer nur mäßig KFZ-belasteten Landstraße.

Stationen auf dem Radwanderweg sind unter anderem Pappenheim, Solnhofen, Esslingen,Dollnstein, Obereichstätt, Eichstätt, Pfünz, Walting, Kipfenberg, Kinding, Kratzmühlsee bei Unteremmendorf, Beilngries, Dietfurt, Riedenburg, Neuessing und Kelheim. Dort mündet die Altmühl in die Donau.

Verbindungen zu anderen Radwanderwegen

Bei Dollnstein besteht durch das Wellheimer Trockental (ein ehemaliges Tal der Donau) ein relativ bergfreier Übergang zum Donauradweg bei Rennertshofen. Ab Dollnstein und Eichstätt gibt es auch Radwanderwege nach Titting ins Anlautertal. In Pfünz zweigt ein Radweg nach Ingolstadt ab. Ab Kinding kann man die Radwanderwege durch das Anlautertal und durch das Schwarzachtal nutzen. In Beilngries kann man eine Variante durch das Ottmaringer Tal nach Dietfurt hin wählen. Bei Riedenburg mündet das Schambachtal in das Altmühltal. Durch das Schambachtal verläuft eine Radwegeverbindung nach Ingolstadt und zum Donauradweg. Der Schambachtalbahn-Radweg verläuft nahezu steigungsfrei überwiegend auf der ehemaligen Lokalbahntrasse von Riedenburg nach Ingolstadt. Bei Kelheim endet der Altmühltalradweg und verknüpft sich dort mit dem Donauradweg.

Beschilderung

Der Altmühltalradweg ist beschildert mit einem quadratischen Logo. Es zeigt von links unten nach rechts oben einen stilisierten blauen Fluss, darüber einen Radfahrer auf grünem Grund, darunter eine gelbe Fläche.

Anschlussrouten

Es bestehen Anschlüsse an:

Siehe auch

Literatur

  • Radwanderkarte Altmühltal-Radweg, 1 : 50 000, Publicpress-Verlag. ISBN 978-3-89920-200-7
  • Bikeline Radtourenbuch „Altmühl-Radweg“, Esterbauer, ISBN 3-850000-001
  • Radeln im Altmühltal, Galli Verlag, ISBN 3-931944-42-5

Weblinks

48.9008111.1707461111117Koordinaten: 48° 54′ 3″ N, 11° 10′ 15″ O


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