Altserbien
Zentralserbien unter direkter Verwaltung der serbischen Regierung

Zentralserbien (serbisch Централна Србија/Centralna Srbija), auch Engeres Serbien genannt, ist die Bezeichnung jener Region der Republik Serbien ohne Vojvodina und Kosovo, die von der serbischen Regierung mit Sitz in Belgrad direkt verwaltet wird. Das Gebiet erstreckt sich über eine Fläche von 55.968 km² mit einer Einwohnerzahl von 5.466.009 (Stand: 2002).

Zentralserbien bildet den größten Teil der Republik Serbien mit den Städten Belgrad, Kragujevac, Čačak, Valjevo, Niš, Smederevo und Požarevac.

Bevölkerung

Die Bevölkerung ist überwiegend serbisch, im Süden der Region leben Minderheiten, die in Gemeinden Mehrheiten bilden, wie Bosniaken an der Grenze zu Montenegro, dem so genannten Sandschak, Albaner im Süden an der Grenze zu Mazedonien, Bulgaren südöstlich an der Grenze zu Bulgarien und Walachen nordöstlich an der Grenze zu Rumänien und Bulgarien. Seit den jugoslawischen Bürgerkriegen leben in Zentralserbien viele serbische Flüchtlinge aus Kroatien, Bosnien und Herzegowina und Binnenvertriebene (IDP - Internally displaced Persons) aus Kosovo und Metochien.

Politische Gliederung

Bezirke im Zentralserbien

Die territoriale Ordnung in Serbien ist in Bezirke unterteilt. Dies gilt seit dem 24. Juli 1991. Gemäß dem Gesetz bilden die Verwaltungssitze, Städte und Niederlassungen die Basis der territorialen Organisation. Zentralserbien hat keine eigene administrative Verwaltung wie die autonomen Provinzen und untersteht direkt der Regierung der Republik Serbien.

In Zentralserbien gibt es 18 Bezirke, von denen jeder Bezirk in Gemeinden unterteilt ist.

Quellen


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