2. Großherzoglich Mecklenburgisches Dragoner-Regiment Nr. 18

Das 2. Großherzoglich Mecklenburgisches Dragoner-Regiment Nr. 18 war ein Kavallerieverband der Großherzoglich Mecklenburgischen Streitkräfte, die als Kontingent in die Preußischen Armee eingestellt waren.

Inhaltsverzeichnis

Verbandszugehörigkeit 1914

IX. Armee-Korps AltonaKommandierender General: Generalleutnant Ferdinand von Quast
17. Division SchwerinKommandeur: Generalleutnant von Winterfeld
17. Großherzoglich Mecklenburgische Kavallerie-Brigade Schwerin - Kommandeur: Generalmajor Graf von Schimmelmann
Regimentskommandeur: Oberst von der Schulenburg
Chef des Regiments: Großherzogin Alexandra von Mecklenburg-Schwerin
Garnison: Parchim

Stiftungstag des Regiments: 8. August 1867

Aufstellung

  • Im Jahre 1819 befahl Großherzog Friedrich Franz II. die Errichtung eines zweiten Dragoner-Regiments, das zunächst die Bezeichnung 2. Mecklenburgisches Dragoner-Regiment Nr. 18 erhielt.
  • Durch einen Erlass des Großherzogs erfolgte am 22. Oktober 1872 eine Umbenennung in Großherzoglich Mecklenburgisches Dragoner-Regiment 2. Dragoner-Regiment Nr. 18
  • Im Jahre 1872 wurde eine Militärkonvention mit Preußen abgeschlossen, die der Einheit ab dem 1. Januar 1873 den Namen „2. Großherzoglich Mecklenburgisches Dragoner-Regiment Nr. 18“ zuwies.

Die Feldzüge

Deutsch-Französischer Krieg

Das Regiment operierte stets gemeinsam mit seinem Schwesterregiment, dem 1. Großherzoglich Mecklenburgisches Dragoner-Regiment Nr. 17 innerhalb der 17. Infanterie-Division.

  • August 1870: Küstenschutz bei Hamburg
  • Danach Belagerung von Metz und zur Einnahme von Toul abgestellt.
  • Ab 23. September bei der Belagerungsarmee vor Paris
  • November 1870: Einsatz gegen die französische Loirearmee bei Orléans, Chartres und Le Mans.
  • Januar 1871: Verlegung der 17. Kavallerie-Brigade nach Nordfrankreich in den Raum Rouen
  • Nach Kriegsende am 15. Juni 1871 Rückkehr nach Parchim

Erster Weltkrieg

Alle Aktivitäten wurden im Verband der 17. Kavallerie-Brigade zusammen mit dem Dragoner-Regiment Nr. 17 durchgeführt

  • August 1914: Ausmarsch nach Westen, Vorstoß bis zur Marne.
  • September 1914: Rückzug bis hinter die Aisne, Verlängerung des rechten Flügels der Front (Wettlauf zum Meer)
  • November 1914: Verlegung an die Ostfront, teils infanteristischer, teils kavalleristischer Einsatz. Kämpfe bei Kowno, Wilna und in Kurland

Weitere Informationen über die Einsätze des Regiments sind nicht mehr verfügbar.

  • Im Januar 1919 kehrte die Brigade nach Ludwigslust zurück, wurde demobilisiert und aufgelöst.

Die Tradition übernahm in der Reichswehr die 2. Eskadron des 14. Reiter-Regiments in Parchim.

Uniform

Die Dragoner trugen einen kornblumenblauen Waffenrock und eine anthrazitfarbene Hose. Der Waffenrock war mit schwedischen Aufschlägen ausgestattet.

Die sogenannte Abzeichenfarbe des Regiments war schwarz. Von dieser Farbe waren die Ärmelaufschläge, der Stehkragen, die Epaulettenfelder und Passanten. Am Kragen und an den Ärmelaufschlägen befanden sich weiße Gardelitzen. Auf den Schulterstücken und Epauletten befanden sich der Buchstabe „A“ mit Krone. Die Knöpfe und Beschläge waren aus Neusilber. Von der linken Schulter zur rechten Hüfte lief ein weißes Bandelier mit schwarzer Kartusche. Bandelier und Kartusche wurden zum Ausgehanzug und zum Gesellschaftsanzug nicht getragen. Der Helm war mit einem Gardestern aus Tombak mit aufgelegtem Großherzoglichen Wappenschild aus Neusilber ausgestattet. Schuppenketten und Helmspitze waren aus Tombak. Zur Parade wurde ein schwarzer (für die Musiker ein roter) Rosshaarbusch aufgesteckt. Die Landeskokarde war blau-gelb-rot, ebenso die Lanzenflagge der Mannschaften. Der Leibriemen (die Dragoner trugen kein Koppel) war weiß und mit einer einfachen Dornschnalle versehen.

Gemäß A.O.K. vom 14. Februar 1907 wurde ab den Jahren 1909/10 für den Felddienst die feldgraue Uniform M 1910 eingeführt. Bei dieser Uniform war das Riemenzeug und die Stiefel naturbraun, der Helm wurde von einem schilffarbenen Überzug verdeckt. Bandelier und Kartusche wurden nicht mehr getragen.

Literatur

  • Jürgen Kraus: Die deutsche Armee im Ersten Weltkrieg: Uniformierung und Ausrüstung - 1914 bis 1918. Verlag Militaria, Wien 2004 (= Kataloge des Bayerischen Armeemuseums, 2), ISBN 3-9501642-5-1.
  • Hugo F. W. Schulz: Die Preußischen Kavallerie-Regimenter 1913/1914. Podzun-Pallas Verlag, Friedberg 1985; Lizenzausgabe Weltbild Verlag, Augsburg 1992, ISBN 3-89350-343-9.

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