Alzenau
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Alzenau
Alzenau
Deutschlandkarte, Position der Stadt Alzenau hervorgehoben
50.0868916666679.07215126
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Aschaffenburg
Höhe: 126 m ü. NN
Fläche: 59,32 km²
Einwohner:

18.697 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 315 Einwohner je km²
Postleitzahl: 63755
Vorwahl: 06023
Kfz-Kennzeichen: AB
Gemeindeschlüssel: 09 6 71 111
Stadtgliederung: 6 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Hanauer Straße 1
63755 Alzenau
Webpräsenz: www.alzenau.de
Bürgermeister: Dr. Alexander Legler (CSU)
Lage der Stadt Alzenau im Landkreis Aschaffenburg
Alzenau Kahl am Main Karlstein am Main Kleinostheim Stockstadt am Main Großostheim Mainaschaff Mömbris Johannesberg (Bayern) Glattbach Wiesener Forst Forst Hain im Spessart Geiselbacher Forst Huckelheimer Wald Heinrichsthaler Forst Heinrichsthaler Forst Waldaschaffer Forst Schöllkrippener Forst Sailaufer Forst Rohrbrunner Forst Rothenbucher Forst Dammbach Dammbach Goldbach (Unterfranken) Geiselbach Westerngrund Schöllkrippen Kleinkahl Wiesen (Unterfranken) Krombach (Unterfranken) Sommerkahl Blankenbach Hösbach Sailauf Haibach (Unterfranken) Heigenbrücken Heinrichsthal Laufach Weibersbrunn Rothenbuch Waldaschaff Bessenbach Mespelbrunn Heimbuchenthal Dammbach Weibersbrunn Aschaffenburg Hessen Landkreis Miltenberg Landkreis Main-SpessartKarte
Über dieses Bild

Alzenau (bis 31. Dezember 2006 amtlich Alzenau i. UFr.)[2] ist eine Stadt im Norden des unterfränkischen Landkreises Aschaffenburg. Die Unterscheidung „in Unterfranken“ wurde zur Abgrenzung von Alzenau in Schlesien, heute Polen, verwendet. Bis zum 1. Juli 1972 war sie Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises. Sie ist eine von 13 sogenannten leistungsfähigen kreisangehörigen Gemeinden in Bayern.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Alzenau gehört zu den östlichen Ausläufern des Rhein-Main-Gebietes und wird von der Kahl durchflossen. Die meisten Stadtteile schmiegen sich an oder zwischen die Hänge der westlichen Ausläufer des Spessarts mit dem Hahnenkamm (437 m ü. NN). Mit rund 2600 ha Wald und 85 ha Weingärten kann man wahrscheinlich zu Recht von der Stadt im Grünen sprechen. Trotzdem ist es über die benachbarte A 45 bzw. über die Kahlgrundbahn nur ein kurzer Fahrtweg bis Aschaffenburg, Hanau oder Frankfurt am Main.

Nachbargemeinden

Alzenau grenzt im Norden an die hessischen Gemeinden Rodenbach und Freigericht, im Osten und Südosten an die Gemeinden Mömbris und Johannesberg, im Südwesten an die Gemeinde Karlstein, und im Westen an die Gemeinde Kahl am Main.

Stadtteile

Zur Stadt Alzenau gehören die folgenden Orte (in Klammern die Zahl der Einwohner[3]):

Die Einöde Dörsthöfe sowie das Schloss Maisenhausen gehören zur Stadt.

Eingemeindungen

Am 1. Januar 1972 wurde Kälberau eingemeindet. Es folgten die Gemeinden Albstadt und Wasserlos zum 1. Juli 1972.[4] Hörstein und Michelbach wurden am 1. Juli 1975 eingegliedert.

Geschichte

Das Gebiet war schon frühzeitig besiedelt. Es gibt Spuren von Siedlungen und Gräbern aus der Hallstattzeit (ältere Eisenzeit), Gräber aus der Glockenbecherkultur (2600 v. Chr.) und Brandgräber aus der älteren Urnenfeldzeit (~1000 v. Chr.).

Im Jahre 950 wird links der Kahl erstmals die Ortschaft Wilmundsheim urkundlich erwähnt.

Im 12. Jahrhundert wurde durch Kaiser Friedrich Barbarossa das Freigericht begründet, welches die Ortschaften Wildmundsheim, Hörstein, Mömbris und Somborn umfasste und von Steuern und Frondiensten freigestellt wurde. Aus dem Jahr 1309 stammt der erste urkundliche Beleg des Freigerichts mit den vier Gerichtsbezirken, die sogenannte "Hohe Mark". Die goldenen Reiser im Stadtwappen symbolisieren dieses Erbe.

Die "Märker", wie die vollberechtigten Einwohner der Hohen Mark auch genannt wurden, mussten ihre Autonomie gegen die Bestrebungen lokaler Geschlechter, wie die von Rannenberg und von Rieneck, sowie gegen die Erzbischöfe von Mainz verteidigen.

Letztere waren seit der ersten Hälfte des 13. Jh. im Besitz des Wildbanns und errichteten zum Schutz ihrer örtlichen Besitzungen zwischen 1395 und 1399 die Burg Alzenau, rechts der Kahl, gegenüber von Wilmundsheim. Im Jahre 1401 wurden der Siedlung unterhalb dieser Burg durch König Ruprecht von der Pfalz die Stadt- und Marktrechte verliehen, die sie aber nicht verwirklichen konnte.[5] Später verschmolz das alte Wilmundsheim mit der Siedlung rechts der Kahl, von der es auch den Namen der Burg übernahm.

Im Zuge der Reichsreformbestrebungen belehnte der römisch-deutsche König Maximilian I. im Jahr 1500 den Erzbischof von Mainz und den Grafen von Hanau mit der gemeinsamen Oberherrschaft über das Freigericht, für das sie gemeinsam den örtlichen Amtmann bestellten. Zu Konflikten führte das Beharren der Einwohner auf ihren angestammten Freiheiten und der konfessionelle Gegensatz zwischen dem calvinistischen Hanau auf der einen und der katholischen Bevölkerung und dem Erzbischof auf der anderen Seite.

Das Kondominium dauerte bis zum Aussterben der Hanauer Grafen im Jahre 1736. Der Erzbischof von Mainz besetzte als verbliebener Kondominatsherr das Freigericht, musste aber nach einem heftigen Rechtsstreit das Amt Somborn im Jahre 1740 an die Landgrafen von Hessen-Kassel, die das Erbe der Hanauer Grafen angetreten hatten, abtreten. Das übrige Freigericht wurde nun als Amt Alzenau unmittelbar dem Erzbistum Mainz einverleibt. Das Mainzer Rad im Stadtwappen erinnert noch heute an diese Zeit.

Der Reichsdeputationshauptschluss des Jahres 1803 schlug das Amt Alzenau dem Landgrafen von Hessen-Darmstadt zu, dessen dreizehnjährige Herrschaft sich jedoch lokal kaum bemerkbar machte. Im Jahr 1816 trat das Großherzogtum Hessen das Amt an das Königreich Bayern ab, seitdem gehört Alzenau zu Bayern.

1862 wurde Alzenau zur Kreisstadt erhoben. Mit dem Bau der Kahlgrundbahn erhielt der Ort - und mit ihm der ganze Kahlgrund - ab 1898 Anschluss an das Schienennetz. Die Kahlgrundbahn begünstigte insbesondere die Ansiedlung der Zigarrenindustrie. 1902 bestanden im Kahlgrund bereits 21 Zigarrenfariken mit 850 Beschäftigten. Auch im bis dahin rein landwirtschaftlich geprägten Alzenau siedelten sich Zigarrenfariken an, die letzte wurde erst in den 1960er Jahren geschlossen.

1951 erhielt Alzenau vom Freistaat Bayern erneut das Stadtrecht. Im Zuge der Kreisreform wurden der Landkreis Alzenau und der Landkreis Aschaffenburg im Jahr 1972 zusammengelegt. Die Gemeinden Albstadt, Kälberau und Wasserlos wurden eingemeindet. Seine heutige Gestalt erlangte Alzenau schließlich durch die Eingemeindung des Marktes Hörstein und der Gemeinde Michelbach im Jahr 1975.

Wappen

Blasonierung

"In Rot über zwei gekreuzten goldenen Zweigen ein sechsspeichiges silbernes Rad"

Geschichte des Wappens

Das Wappen wird seit 1926 geführt. Das sechsspeichige silberne Mainzer Rad erinnert an die Zugehörigkeit Alzenaus zum Erzstift Mainz. Die beiden goldenen Zweige waren das Ernennungsymbol für die Beamten des Freigerichts, die von freien Märkern auf dem Märkerding gewählt wurden.

Politik

Städtepartnerschaften

Stadtrat

Der Alzenauer Stadtrat hat 24 Mitglieder plus den stimmberechtigten Bürgermeister.

Wahlen zum Alzenauer Stadtrat
Wahltermin Wahlbeteiligung CSU SPD FDP Grüne FW/PWG KL
03.03.2002 58.4% 12 Sitze 6 Sitze 2 Sitze 2 Sitze 2 Sitze --
02.03.2008 58,8% 11 Sitze 5 Sitze 2 Sitze 3 Sitze 2 Sitze 1 Sitz

KL: Kälberauer Liste (Ortsteilliste), erstmals 2008 angetreten.

Wirtschaft und Infrastruktur

Die Stadt zeichnet sich auch durch eine außergewöhnlich hohe Anzahl an ansässigen Unternehmen aus, die zum großen Teil aus High-Tech-Branchen stammen. 1999 erhielt Alzenau den Qualitätspreis „Wirtschaftsfreundliche Gemeinde“ aus der Hand des Bayerischen Staatsministers für Wirtschaft, Verkehr und Technologie.

Land- und Forstwirtschaft, Weinbau

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 62 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Es bestanden im Jahr 1999 82 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1429 ha. Davon waren 1096 ha Ackerfläche und 257 ha Dauergrünfläche.

In den Ortsteilen Michelbach, Wasserlos und Hörstein wird Frankenwein angebaut. Auch in Albstadt wurde bis Ende des 19. Jahrhunderts Weinbau betrieben. Daran erinnert noch die Gemarkung Wingertsberg. Der Weinbau wurde durch die Mönche des Klosters in Seligenstadt nach Alzenau gebracht. Insgesamt hat jedoch die Land- und Forstwirtschaft für die Gemeinde an Bedeutung verloren.

Verkehr

Alzenau hat derzeit drei Abfahrten von der Bundesautobahn 45. Die neuste Anschlussstelle „Alzenau-Mitte“ wurde am 23. November 2007 nach vielen Jahren Planungszeit eröffnet, sodass von der Verbindungsstraße zwischen Alzenau und Kahl aufgefahren werden kann. Die Industriegebiete in Kahl und Alzenau erhalten so eine noch bessere Anbindung an die Autobahn. Die Kahlgrundbahn verbindet den Ort mit dem Bahnhöfen Kahl am Main und Hanau, wo eine direkte Umsteigemöglichkeit zur S-Bahn nach Frankfurt am Main oder den Fernverkehrszügen besteht.

Die einzelnen Stadtteile werden durch die City-Bus-Linien angefahren. Eine Linie fährt in beiden Richtungen stündlich von Somborn über Albstadt, Michelbach, Kälberau, Alzenau und durch die Stadtteile Wasserlos und Hörstein als Regionalbus weiter nach Karlstein über den Bahnhof Dettingen, wo in die Regionalzüge nach Aschaffenburg und Würzburg (Sitze der Kreis- bzw. Bezirksverwaltung) umgestiegen werden kann, bis nach Aschaffenburg.

Die verkehrsgünstige Lage ist für die Stadt ein entscheidender Standortfaktor. Der Flughafen Frankfurt am Main mit Verbindungen in alle Welt lässt sich mit dem PKW innerhalb von 30 bis 40 Minuten Fahrtzeit erreichen.

Ansässige Unternehmen

Eine Auswahl einiger Unternehmen, die in Alzenau ansässig sind:

Einrichtungen

Verwaltungseinrichtungen und Behörden

Rathaus von Alzenau (1860-62)

Bildungseinrichtungen

Im Jahr 1999 existierten folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 764 Kindergartenplätze mit 705 Kindern
  • Volksschulen: vier mit 81 Lehrern und 1432 Schülern
  • Realschulen: eine mit 45 Lehrern und 1000 Schülern
  • Hahnenkammschule zur Lernförderung
  • Spessart-Gymnasium Alzenau mit ca. 1500 Schülern
  • Stadtbibliothek Alzenau
  • Städtische Musikschule Alzenau
  • VHS Kahl-Alzenau-Karlstein, Nebenstelle Alzenau
  • „Grünes Klassenzimmer“ im Stadtwald

Freizeit- und Sportanlagen

In jedem Stadtteil befinden sich Hallen und Sportplätze für die zahlreichen Sportvereine. Es sind in jedem Stadtteil Spielplätze, sowie teilweise (in Alzenau) auch Bolzplätze, Basketballkörbe und Skateranlagen vorhanden. Im Sommer sind das Waldschwimmbad und der Meerhofsee geöffnet. Zudem ist das Schwimmbecken der Edith-Stein-Realschule an einigen Abenden der Woche für die Allgemeinheit geöffnet. Die aus dem stillgelegten Braunkohletagebau entstandenen Gewässer der Kahler Seenplatte befinden sich ebenfalls im Umkreis von fünf bis zehn Kilometer.

Der FC Bayern Alzenau trägt die Heimspiele im Städtischen Stadion am Prischoß aus.

Gesundheit

  • Kreiskrankenhaus Alzenau-Wasserlos

Senioren

  • Caritas Sozialstation
  • BRK Seniorenheim

Jugend

  • Jugendtreff „Teestube“

Entsorgung

  • Recyclinghof
  • 6 Grünabfallsammelplätze

Natur

  • Ein bedeutendes landschaftliches Element ist in Alzenau die große Fläche an Streuobstwiesen, die mit ihren hochstämmigen einzelnen Bäumen einen wichtigen Lebensraum für selten gewordene Arten wie Neuntöter oder Steinkauz darstellen. Das Pflanzen hochstämmiger Obstbäume wird von der Stadt finanziell gefördert.
  • Ökologisch sehr bedeutend sind darüber hinaus die Sandmagerrasenflächen im Naturschutzgebiet „Alzenauer Sande“, auf denen einige bedrohte und gefährdete Ödlandarten einen Lebensraum finden.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Stadtkern

St. Justinus (1758)
Ältestes Gasthaus (1744 erwähnt), seit 2004 Brauerei
  • Auf der Burg Alzenau finden im Sommer die Burgfestspiele, die AlzenauClassics und im Herbst die Fränkischen Musiktage im Rahmen des „Musikzaubers Franken“ des Bayerischen Rundfunks statt.
  • Zur Tradition der barocken Pfarrkirche St. Justinus schlagen die Alzenauer eine Brücke bis zum Jahr 834. Seinerzeit brachte der Erzbischof Otgar von Mainz die Gebeine des Heiligen Justinus aus Rom mit. Sie kamen in die Justinuskirche in Frankfurt-Höchst und von dort 1298 ins Stift St. Alban vor Mainz; ein Teil der Reliquie gelangte aber auch ins Kloster bei der Einhard-Basilika von Seligenstadt. Da die dortigen Benediktiner die alte Pfarrkirche von Wilmundsheim, die auf dem heutigen Friedhofsgelände lag, mit betreuten, wurde eine Querverbindung gezogen und der Heilige Justinus in Alzenau verehrt. Von der abgerissenen Wilmundsheimer Kirche ist nur noch ein einziges Kapitell übrig; der heutige barocke Kirchenbau am Marktplatz stammt von 1758.
  • Das 1860-62 errichtete Rathaus war als Schule geplant, wurde dann aber Königlich-Bayerisches Bezirksamt. Ein Anbau von 1974 in Buntsandstein bringt zeitgenössische Architektur mit dem klassizistischen Bau zusammen.
  • Das älteste Gasthaus der Stadt wurde 1744 erstmals als „Wirtshaus“ aus dem Besitz des Klosters Seligenstadt genannt; in dieser Urkunde wurde es an einen Alzenauer Wirt verkauft. Der heutige Besitzer, der das von Parthenocissus überrankte Gebäude 1995 erwarb, richtete 2004 hier ein Hotel mit kleiner Brauerei ein, die damit wirbt, Bier nach dem Reinheitsgebot von 1516 herzustellen.
  • Die Villa Meßmer beherbergt heute eine Gaststätte in einem Park mit historischem Baumbestand.
  • Der Solarparcours erläutert die Anwendungsbereiche der Photovoltaik anhand von 20 Beispielen im Innenstadtbereich (3,5 km langer Parcours) sowie außerhalb (Gesamtparcours 12 km). Bei diesem Solar-Lehrpfad handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt Alzenau mit dem ortsansässigen Unternehmen Schott Solar (vormals: ASE), welches die Solarmodule in Alzenau großindustriell herstellt.
  • In Alzenau stand unweit des Maximilian-Kolbe-Hauses eine Synagoge der im Ort jahrhundertelang existierenden Jüdischen Gemeinde. Das dort aufgestellte Denkmal ruft in Erinnerung, dass die jüdischen Einwohner zur Vernichtung deportiert wurden und das Gotteshaus beseitigt ist.[6]

Ortsteile/Umland

Einige Fahrrad- und Wanderwege rund um Alzenau sind als Europäische Kulturwege Alzenau I, II und III (gestaltet von der Aschaffenburger Projektgruppe „Archäologisches Spessartprojekt“) eingebunden in das von 2000-2003 von der EU geförderte Projekt Pathways to Cultural Landscapes.[7] Auf diesen Routen sind die markanten Zielpunkte beschildert und dokumentiert. Beispiele:

  • Der Wallfahrtskirche Kälberau aus mehreren Bauphasen (14. bis 16. Jahrhundert) mit großem Erweiterungsbau von 1955 bis 1957 ist ein Pallottiner-Kloster angegliedert. Die Wallfahrtskirche beherbergt als Gnadenbild die Statue Maria zum rauhen Wind. Verbunden ist der Komplex mit einem 1,5 km langen Radweg zum Gedächtnis der Schmerzen Mariens zur Burg Alzenau und im weiteren Verlauf mit einem Wanderweg zum Aussichtsturm und Gastlokal auf dem Hahnenkamm (Zweiter Alzenauer Kulturweg „Wald und Wallfahrt“).
  • Im Schloss zu Wasserlos befindet sich heute das Kreiskrankenhaus.
  • Der Jüdische Friedhof zwischen Hörstein und Wasserlos ist einer der größten im Landkreis Aschaffenburg. Er wurde 1812 angelegt, im Nationalsozialismus schwer verwüstet und nach dem Zweiten Weltkrieg restauriert. Es sind 266 Grabsteine erhalten.
  • Die katholische Pfarrkirche zu Hörstein (1473) besitzt einen romanischen Wehrturm.
  • Die Burgstall Randenburg und Vergessene Burg sind zwei Bodendenkmäler aus dem Spätmittelalter.
  • Historische Weinberge erstrecken sich von Alzenau südlich über Wasserlos und Hörstein sowie nordöstlich über Michelbach und Albstadt (Thema des Ersten Alzenauer Kulturwegs „Wein und Herrschaft“).
  • Schloss Maisenhausen (1753) befindet sich in Privatbesitz im Ortsteil Albstadt.
  • Das barocke Schlösschen Michelbach (1730) ein ehemaliger adeliger Landsitz im Ortsteil Michelbach, beherbergt seit 2006 das Heimatmuseum der Stadt Alzenau.
  • Die Kirche St. Laurentius in Michelbach wurde 1777 an der Stelle eines Vorgängerbauwerks errichtet.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Gickelskerb des KTZV Hörstein (immer am letzten August Wochenende)
  • Ostereiersuchen und Kückenguggen beim KTZV Hörstein (immer am Ostermontag)
  • Orchesterkonzert des Musikvereins „Concordia“ Michelbach 1923 e. V. (Palmsonntag, Schulturnhalle Michelbach)
  • Weinfest am Park im Sommergarten des Parkhotels im Stadtteil Wasserlos jedes Jahr in der Woche von Fronleichnam
  • Wein, Käse und Blasmusik (Sonntag vor Christi Himmelfahrt, Schlösschen Michelbach)
  • Brückenfest des THW Alzenau an Fronleichnam
  • Weindorf des TV 1901 Michelbach vor dem Schlösschen am letzten Sonntag im Mai
  • Stadtfest auf dem Marktplatz und in der Innenstadt am zweiten August-Wochenende
  • Oktober-November: Fränkische Musiktage (Chor- und Kammermusik aus mehreren Jahrhunderten)
  • Melodien bei Kerzenschein in der Prischoßhalle (2. Wochenende im November)
  • Hoffest am Hotel Krone, jährlich am ersten Wochenende im September
  • Großer Weihnachtsmarkt am 1. Adventswochenende (also Anfang Dezember bzw. Ende November)
  • Michelbacher Winzerfest (September/Oktober)
  • Das „Pannfest“ ist das älteste Straßenfest im Herzen der „Pann“, dem ältesten Teil Alzenaus in der Wilmundsheimer Straße und wurde von 1978 bis 2008 gefeiert. Die Neuauflage findet nun am ersten Sonntag nach dem Schulanfang als Familienfest im Pfarrgarten am Maximilian-Kolbe-Haus statt. Der Erlös wird für soziale Zwecke in Nah und Fern gespendet. Veranstalter ist weiterhin die Kolpingsfamilie.

Glaubensgemeinschaften

  • römisch-katholische Kirchengemeinde Sankt Justinus
  • evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Peter und Paul
  • Yavuz Sultan Selim Han Moschee

Der überwiegende Teil der Bevölkerung ist römisch-katholischen Glaubens.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Hauptartikel: Liste der Ehrenbürger von Alzenau

In Alzenau geboren

Mit Alzenau verbunden

Weblinks

 Commons: Alzenau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2007
  3. Einwohner Alzenau (Stand: 1. Mai 2009)
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 417
  5. Heinrich Gottfried Gengler: Regesten und Urkunden zur Verfassungs- und Rechtsgeschichte der deutschen Städte im Mittelalter, Erlangen 1863, S. 32.
  6. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 112 f.
  7. Archäologisches Spessartprojekt, eingesehen am 7. Juni 2011

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