Alzgern
Der Turm der Pfarrkirche

Alzgern ist ein Ortsteil der Stadt Neuötting im oberbayerischen Landkreis Altötting (Bayern) mit mehr als 1.000 Einwohnern. Er liegt östlich von Neuötting zwischen Inn und Alz auf einer Höhe von 472 m ü. NN.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Gegend um Alzgern war bereits durch die Kelten, Römer und Bajuwaren besiedelt. Der Ort selbst wurde 1268 erstmals urkundlich erwähnt. Bis gegen Ende des 18. Jahrhundert hieß der Ort Sandmareinkirchen im Alzgern. 1818 wurde die politische Gemeinde Alzgern gegründet. Die Eingemeindung in die Stadt Neuötting erfolgte am 1. Juli 1971.[1]

Die alte Pfarrei Alzgern wurde 1228 dem Kollegiatstift Altötting inkorporiert. Seit 1803 ist Alzgern wieder eine selbstständige Pfarrei. Die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt ist ein romanischer Bau des 13. Jahrhunderts, der im 15. Jahrhundert gotisch verändert wurde. Beim Umbau 1788 erhielt die Kirche eine Rokokoausstattung.

Sonstiges

Die römisch-katholische Ordensgemeinschaft der Legionäre Christi wird im Herbst 2011 aus Platzgründen ihr Noviziat von Bad Münstereifel in die ehemalige Hotelberufsfachschule Bavaria in Alzgern umziehen. Entsprechende Zustimmungen wurden durch den Stadtrat von Neuötting und durch das Bistum Passau erteilt. Das Gebäude dient zudem der Ordensgemeinschaft als Einkehrtagshaus für die Ordensmitglieder der gesamten Provinz West- und Mitteleuropa (Deutschland, Österreich, Irland, Frankreich, Holland, Schweiz, Polen und Ungarn).[2]

Persönlichkeiten

Literatur

  • Peter Buchner: Die Geschichte der Häuser und Höfe. In: Heimatbuch Alzgern. 2000, S. 243-599.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 416
  2. Johann Hausner: „Legionäre Christi kommen nach Alzgern“, Regionalfernsehen Oberbayern, 20. September 2011
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