Amalie Schoppe
Amalie Schoppe

Amalie Schoppe (* 9. Oktober 1791 in Burg auf Fehmarn; † 25. September 1858 in Schenectady, NY) war eine deutsche Schriftstellerin, die auch die Pseudonyme Adalbert von Schonen, Amalia und Marie verwendete. Sie ist vornehmlich als Kinder- und Jugendbuchautorin bekannt. Ihr Gesamtwerk umfasst 200 Bände.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Amalie Schoppe wurde als Tochter des Arztes Friedrich Wilhelm Weise geboren. Als ihr Vater 1798 verstarb, kam sie zu einem Onkel nach Hamburg, bis die Mutter 1802 eine zweite Ehe mit dem Hamburger Kaufmann Johann Georg Burmeister einging. In ihrer Jugend beschäftigte sich Amalie Schoppe vor allem mit Sprachen und Medizin.

1814 heiratete sie den späteren Juristen F. H. Schoppe, dem sie drei Söhne schenkte. Nach dem frühen Tod ihres Mannes 1829 sorgte sie durch ihre rege schriftstellerische Tätigkeit für den Unterhalt der Familie. Zeitweilig leitete sie zusammen mit Fanny Tarnow eine Erziehungsanstalt für Mädchen.

Sie war befreundet mit Rosa Maria Assing, Justinus Kerner und Adelbert von Chamisso, nahm sich außerdem des jungen Dichters Friedrich Hebbel an und verschaffte ihm Gönner, die ihm ein Studium ermöglichten. Von 1827 bis 1846 gab sie die Pariser Modeblätter heraus, die auch literarische Beiträge enthielten. Außerdem war sie Mitarbeiterin zahlreicher Zeitschriften und von 1831 bis 1839 Herausgeberin der Jugendzeitschrift Iduna. Von 1842 bis 1845 lebte sie in Jena, dann wieder in Hamburg. Im Jahr 1851 schließlich zog sie zu ihrem Sohn in die USA und starb im Alter von 66 Jahren in Schenectady NY.

Nach Schoppe wurde der Amalie-Schoppe-Weg in Hamburg-Barmbek-Nord und in Burg (Fehmarn) eine Amalie-Schoppe-Straße benannt.

Werke

  • Der Sang-König Hiarne. Nordlands Saga. Mit 12 Kupfern. Heidelberg, Engelmann, 1828
  • Die Verwaisten, Leipzig 1825 (Digitalisat)
  • Die Auswanderer nach Brasilien oder die Hütte am Gigitonhonha; nebst noch andern moralischen und unterhaltenden Erzählungen für die geliebte Jugend von 10 bis 14 Jahren, Amelang, Berlin 1828 (Digitalisat)
  • Die Helden und Götter des Nordens, oder: Das Buch der Sagen, Berlin 1832 (Digitalisat)
  • „…das wunderbarste Wesen, so ich je sah.“ Eine Schriftstellerin des Biedermeier (1791-1858) in Briefen und Schriften, herausgegeben von Hargen Thomsen, Bielefeld 2008. ISBN 978-3-89528-687-2

Literatur

  • Carsten Erich CarstensSchoppe, Amalia. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 32, Duncker & Humblot, Leipzig 1891, S. 368 f.
  • Nikolaus Gatter: Schoppe, Amalie. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 23, Duncker & Humblot, Berlin 2007, S. 74 f.
  • Beate Mitterer: Der historische Roman von Schriftstellerinnen der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Darstellung und Bewertung von Geschichte in den historischen Romanen von Wilhelmine von Gersdorf, Karoline Pichler und Amalie Schoppe. Univ. Dipl.-Arb., Innsbruck 2004.
  • Kurt Schleucher: Das Leben der Amalia Schoppe und Johanna Schopenhauer. Turris-Verl., Darmstadt 1978. ISBN 3-87830-009-3

Weblinks


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