Amand Schickmayr
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Amand (Josef) Schickmayr de Steindelbach von Parz bei Grieskirchen (* 19. März 1716; † 23. Februar 1794)

  • Profess 13. November1732
  • Priesterweihe 19. November 1739
  • XLVIII. Abt 25. Oktober 1746

Das Lyzeum in Linz absolvierte er mit sehr gutem Erfolge. Mit 15 Jahren wurde er am 13. November 1731 eingekleidet. Studierte dann in Graz und St. Lambrecht Phil. Salzburg Theol., wo er am 5. Dezember 1733 als Log. immatrikuliert wurde. D. phil. 30. August 1735. 1738 studierte er wieder als Diakon an St. Lambrecht. Primiz 29. September 1739. Zuerst war er Auxiliar, Prediger, Confessarius, Küchen- und Novizienmeister und wurde als solcher am 25. Oktober 1746 zum Abte erwählt. Konfimiert am 17. November und benediziert am 20. November 1746 in Passau. Zuerst hatte Abt Amand innere Kämpfe zu überwinden, da auch der Geist der Aufklärung in die Klöster eingedrungen war. Die Disziplin ließ zu wünschen übrig, der Abt von Kremsmünster vermittelte oft in charitate als warnender Mentor. Von c. 1780 an mußte der Abt seine ganze diplomatische Kunst darauf verwenden, den Bestand des Stiftes überhaupt gegen die josefinischen Klosterstürmer zu erhalten. 1784 wurde zwar in actis das Stift aufgehoben, die Zahl der Patres auf 18 bestimmt, der Abt wurde Administrator und er und die Patres bezogen Pensionen; doch 1788 erhielt der Abt die freie Verwaltung wieder zurück. De facto hat also das Stift nicht aufgehört zu bestehen und dies ist das Verdienst des Abtes Amand. Doch mußte auf Regierungsbefehl während dieser Zeit vieles verkauft werden. Alles entbehrliche Silber mußte der Abt abliefern, die Weine versteigern, alle Weingärten in Niederösterreich mit dem Lambacher Hof in Krems, die Grafenalm in der Viechtau, das Maxlheider-Haus bei Marchtrenk, der Maierhof in Neukirchen mußten öffentlich feilgeboten werden. Dazu wurden Sakristei, Kirche usw., beraubt, selbst die Silberbeschläge an den alten Bucheinbänden wurden abgeschlagen und konfiziert. Erst 1791, am 20. Oktober war die Gefahr der Aufhebung gänzlich beseitigt, als Lambach bei der Realdotation des Linzer Bischofes ausschied. 1785 kam Lambach zur Diözese Linz und die Stiftskirche wurde Pfarrkirche, die alte Pfarrkirche wurde Friedhofskirche, die Josefkirche in L. und die Magdalenakapellein Mehrnbach mußten abgebrochen werde. 1789 mußte auch die Tumba über dem Grab des Stifters abgetragen werden. Unter ihm kam die Kanzel an ihrer jetzigen Ort und erhielten die Seitenaltäre Marmorantipendien. Den Zeitverhältnissen entsprechend konnte der Abt Kunst und Wissenschaft wenig fördern. Patres wurden in Spezialfächern ausgebildet, besonders blühten noch bis zu Kaiser Josefszeiten Musik und Theater. Außer den P. Maurus Lindemayr’schen Stücken wurden zwei Passionsspiele nach den Cod. chart. 801 vom Jahre 1751 und Cod. chart. 802 vom Jahre 1757 von der Rosenkranzbruderschaft aufgeführt. Auch wurde wohl „Judith“, eine nach Art der mittelalterlichen Präfigurationen gehaltene Darstellung, die am Gründonnerstag 1752 in Gmunden aufgeführt wurde und im Cod. chart. 807 enthalten ist, in Lambach zur Darstellung gebracht. Die Stiftsbühne erfuhr eine gründliche Restauration. 1770 sah sich hier Maria Antoinette auf ihrer Reise nach Frankreich ein Lindemayr’sches Stück an. 1776 fanden große Feierlichkeiten anlässlich des 30jährigen Abtjubiläums statt, dabei spielte Michael Haydn an der Orgel 1. In Stadl wurde 1781 im Pagl’schen Waisenhaus der Paura eine Trivialschule eingerichtet, in Lambach bestand eine Musterschule und ein landwirtschaftlicher Kurs, 1783 kam nach Lambach ein Kreisamt. Um die Wohlfahrt der Bevölkerung zu heben, suchte der Abt 1775 die Schafzucht zu fördern und führte sieben Stück Widder und 30 Schafe aus der „Pflanzschulle zu Merkopeil“ ein, die jedes Stück ½ Souverain d’or kosteten. 1786 suchte er in Stadl eine neue Art des Spinnens einzuführen und ließ Braunkohle von Geboltskirchen auf der Traun verfrachten. 1751-53 war Abt Amand Assistens der Benediktiner Universitätskonföderation für die österreichische Provinz. Am 13. November 1782 erhielt er anläßlich seiner Jubelprofeß vom Abt Erenbert von Kremsmünster den „baculus senectutis“. Am 24. April 1782 weilte Papst Pius VI. im Stifte. Am 29. September 1789 feierte er in Gegenwart des Linzer Bischofes und mehrerer Äbte das goldene Priesterjubiläum. Am 23. Februar 1794 starb Abt Amand als Senior des Stiftes, der äbtlichen Würde und der kaiserl. Verordneter und wurde am 27. Febr. am allgemeinen Friedhof in der Reihe begraben, so daß auch sein Grab der Nachwelt verloren ging.


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