Amanita muscaria var. muscaria
Fliegenpilz
Fliegenpilz (Amanita muscaria var. muscaria)

Fliegenpilz (Amanita muscaria var. muscaria)

Systematik
Klasse: Agaricomycetes
Unterklasse: Hutpilze (Agaricomycetidae)
Ordnung: Blätterpilze (Agaricales)
Familie: Knollenblätterpilzartige (Amanitaceae)
Gattung: Wulstlinge (Amanita)
Art: Fliegenpilz
Wissenschaftlicher Name
Amanita muscaria var. muscaria
(L.) Hook.
Varietäten
  • var. muscaria
  • var. regalis
  • var. aureolia
  • var. formosa

Der Fliegenpilz (Amanita muscaria var. muscaria) ist ein Pilz aus der Gattung der Wulstlinge (Amanita). Der Fliegenpilz ist wenig giftig, aber nicht harmlos.

Der rote Fliegenpilz tritt in Mitteleuropa von Juni bis zum Winter auf, mit einer Haupterscheinungszeit von Juli bis Oktober. Es gibt von ihm mehrere anerkannte Varietäten (Varianten). Der Fliegenpilz im eigentlichen Sinn ist die Varietät Amanita muscaria var. muscaria.

Amanita muscaria var. aureola ist häufig ohne Flocken mit häutiger Scheide. Amanita muscaria var. formosa besitzt einen orangegelben Hut und sehr wenige gelbfarbene Flocken. Beide Variationen verursachen die gleichen Vergiftungserscheinungen wie der Fliegenpilz.

Der braune Königsfliegenpilz (Amanita regalis) wird von einigen Autoren nicht als eigenständige Art, sondern auch als Varietät geführt, er ähnelt äußerlich sehr stark dem Pantherpilz.

Inhaltsverzeichnis

Kurzbeschreibung

Fliegenpilz von oben gesehen
  • Hut: bis 18 cm breit, leuchtendrot mit weißen Tupfen (Reste des Velums), die bei Regen fehlen. Haut abziehbar
  • Lamellen: weiß, weich
  • Stiel: bis 20 cm lang, weiß, Knolle warzig gezont, ohne Scheide
  • Fleisch: weiß, ziemlich weich
  • Vorkommen: unter Fichten und Birken, seltener unter anderen Bäumen
  • Verwechslung: mit dem Kaiserling

Merkmale

Lamellen
Junger Fliegenpilz vor Aufreißen des Velums

Der Fliegenpilz ist schon kleinen Kindern in seinem Aussehen allgemein bekannt. Am auffälligsten ist der Hut. Er hat einen Durchmesser von 5 bis 15 cm, ist jung kugelig oder halbkugelig geschlossen, dann konvex, schließlich scheibenförmig mit etwas herabgebogenem, gestreiftem Rand. Jung ist er durch sehr dicht stehende Warzen und Schuppen noch fast weiß mit schwachem orangem oder rötlichem Schimmer, dann tief rot und mit grauweißen kegelförmigen Warzen, z.T. auch breiten Schuppen besetzt, die leicht abgewischt werden können.

Der rote Hut ist bisweilen auch fleckenweise heller, und zwar besonders gegen den Rand mit oranger Mischfarbe, gelegentlich durch tiefer rot gefärbte Linien wie faserig gestreift. Am Hutrand hängen teilweise leicht entfernbare weiße Velumflocken. Im übrigen ist die Oberfläche weitgehend glatt bzw. wie gehämmert uneben, im feuchten Zustand etwas schmierig und schwach glänzend. Die Hutdeckschicht ist als Haut bis zur Mitte des Hutes abziehbar; das dadurch freigelegte Hutfleisch ist tief safrangelb gefärbt.

Auf der Unterseite des Hutes befinden sich Lamellen. Diese stehen frei, untermischt und ziemlich gedrängt. Sie sind schwach bauchig und weisen eine fein gezähnelte Schneide auf, die unter der Lupe gesehen zugleich flockig ist. Ihre Farbe ist weißlich, bei älteren Stücken aus der Tiefe heraus mit schwach lachsfarbenen Schein. Gegen den Hutrand sind sie stumpf geformt. Sie fühlen sich weich an und haben eine glatte Lamellenfläche. Der Sporenstaub ist weiß.

Der Stiel ist 8 bis 20 cm hoch und 1,5 bis 3 cm dick und besitzt einen runden Querschnitt. Die Stielspitze ist gegen den Hut ausweitend, die Stielbasis knollig verdickt. In seiner oberen Hälfte (oft sogar ziemlich weit oben) weist er einen häutigen, empfindlichen Ring auf, der unterseits flockig ist und oberseits wie gepresste Watte aussieht; dieser hat einen gezähnelten Rand und ist weiß bzw. gelegentlich und stellenweise leicht gelblich gefärbt.

Der Stiel ist insgesamt weiß, an seiner Spitze bereift, gegen die Stielknolle auch schwach bräunlich und bisweilen durch unscheinbare Linien gezeichnet, die unregelmäßig netzig zusammenlaufen können. An der Stielknolle fügen sich zahlreiche weißlich-graue Warzen zu drei bis vier meist unvollständigen Ringzonen.

Das Fleisch ist schwammig, weich, lediglich in der Knolle ziemlich fest und ohne besonderen Geruch. Es ist im Stiel voll und schwach faserig bis schwammig. Von der Hutoberfläche her ist es orangegelb eingefärbt, sonst rein weiß. Während des Trocknungsprozesses schimmert die Huthaut zeitweilig golden bis kupfern, nimmt jedoch später eine mattorange Färbung an, wobei der metallische Schimmer wieder verblasst. [Bresinsky/Besl, S.103f.]

Vorkommen

Fliegenpilze im Wald

Der Fliegenpilz kommt vom Sommer bis zum Herbst verbreitet in Nadel- und Laubwäldern vor und ist stellenweise häufig, besonders in der Nähe von Birken, mit denen er eine Mykorrhiza-Symbiose bildet. Er wächst in dichten wie lichten Wäldern sowie an Waldrändern. Im Gebirge gedeiht er bis zur Waldgrenze. Der Fliegenpilz bevorzugt saure Böden. Diese entstehen aus den sogenannten „Urgesteinen“ Granit, Gneis, Porphyr, Grauwacke, Quarzit, Sandstein sowie Quarzsand und Torf.

Sein geographisches Areal umfasst die nördliche gemäßigte Klimazone, insbesondere die boreale Nadelwaldregion Nordamerikas, Nordasiens und Nordeuropas, aber auch auf Island und in gebirgigen Regionen subtropischer Klimate ist er zu finden.

Giftwirkung

Inhaltsstoffe

Der Hauptwirkstoff des Fliegenpilzes ist die Ibotensäure, eine nicht proteinogene Aminosäure. Besonders hohe Konzentrationen davon wurden im gelben Fleisch unter der Huthaut gefunden. Fleisch und Lamellen enthalten wesentlich mehr Ibotensäure als Huthaut und Stiel. Ibotensäure ist eine leicht zersetzliche Substanz, die bereits bei Entfernung des Kristallwassers unter Dekarboxylierung zu Muscimol zerfällt. Daher findet sich in getrockneten Pilzen stets Muscimol an Stelle von Ibotensäure. Es scheint so, dass Muscimol erst bei der Aufarbeitung der Pilze entsteht, in natürlichem Zustand jedoch nicht im Pilzfleisch vorhanden ist. Begleitet wird die Ibotensäure von Muscazon, ebenfalls einem unter Lichteinfluss entstehenden Zerfallsprodukt derselben. In manchen Pilzernten ist die Ibotensäure gar mehr oder weniger durch Muscazon ersetzt.

Weiterhin finden sich geringe Mengen (0,0002 bis 0,0003% vom Frischgewicht) Muscarin sowie (R)-4-Hydroxy-pyrrolidon-2. Alle genannten Verbindungen sind offenbar mit der Ibotensäure verwandt. Muscimol ist der Wirkstoff, der die psychotrope Eigenschaft des Fliegenpilz verursacht. Es ist etwa 5 bis 6mal stärker als Ibotensäure. Es wird vermutet, dass die festgestellte psychotrope Aktivität der Ibotensäure lediglich darauf zurückzuführen ist, dass sie sich im Körper teilweise zu Muscimol umwandelt, für sich genommen jedoch unwirksam ist. Muscazon ist pharmakologisch kaum aktiv. Es spielt für den Wirkungsverlauf einer Fliegenpilzvergiftung ebenso wie Muscarin keine bzw. nur eine untergeordnete Rolle. [Teuscher/Lindequist, S. 293f.]

Der Fliegenpilz hat auch eine berauschende Wirkung, welche sich nach der Einnahme als schnellwirkend bemerkbar macht.

Pantherina-Syndrom

Die Vergiftungserscheinungen des Fliegenpilzes werden gemeinsam mit denen des Pantherpilzes (Amanita pantherina) unter der Bezeichnung „Pantherina-Syndrom“ zusammengefasst. Die Latenzzeit wird allgemein mit ½ bis 3 h angegeben. Danach treten Symptome auf, die insgesamt einem Alkoholrausch ähnlich sind: Verwirrung, Sprachstörungen, Ataxie, starke motorische Unruhe, Sehstörungen, Mattigkeit. Je nach Stimmungslage stehen Angstgefühl und Depressionen, Gleichgültigkeit oder Euphorie bis hin zu seligem Glücksrausch im Vordergrund. Typisch sind weiterhin Störungen des Persönlichkeits-, Orts- und Zeitgefühls. Berichtet wird auch von einem Gefühl des Schwebens, von überdurchschnittlichen Leibeskräften, von Farbillusionen und seltener von echten Halluzinationen. Tremor, Krämpfe und klonische Muskelzuckungen werden häufig beobachtet. Ein tiefer Schlaf beendet dann meist nach 10-15 Stunden das Pantherina-Syndrom. Die Patienten sind danach meist einigermaßen erholt und ohne Erinnerung an die durchgemachte Vergiftung. Nur in seltenen Fällen bleiben für einige Zeit Spätfolgen bestehen: Interesselosigkeit, leichte Ermüdbarkeit, Gedächtnisschwäche. [Bresinsky/Besl, S.98]

Diese beschriebenen Symptome decken sich weitgehend mit denen, die nach der Einnahme von Muscimol auftreten, dem Hauptwirkstoff des Fliegenpilzes, der während der Trocknung des Pilzes aus Ibotensäure entsteht. Es löst in Mengen um 15 mg zentralnervöse Störungen mit Schwindel, Benommenheit, Unruhe, Angstgefühle, Ataxie, Muskelkrämpfen, Lähmungen, starker Erregung, Delirium, euphorischen oder dysphorischen Verstimmungen, Schläfrigkeit, Behinderungen im motorischen System, Verminderung der Konzentration, Erhöhung der emotionellen Spannung, Derealisation und Depersonalisationsphänomene und Veränderungen im Raum-Zeit-Erleben mit allen Eigenschaften einer Modellpsychose aus. [Rätsch, S.228] Diese Wirkungen des Muscimols, die einer ins Extreme gesteigerten Alkoholvergiftung gleichen (jedoch ohne Kater!), erklären sich daraus, dass sowohl Alkohol als auch Muscimol mit dem Neurotransmitter Gamma-Aminobuttersäure (GABA) interagieren. Muscimol gilt als GABA-Mimetikum und dient der pharmazeutischen Forschung mittlerweile als Modellsubstanz für Verbindungen, die auf das GABA-Transmittersystem spezifisch einwirken (insbesondere Schmerzmittel). Ungeklärt ist noch das gelegentliche Auftreten einer zusätzlichen, meist schwachen Muscarin-Symptomatik in der Anfangsphase der Vergiftung. Dazu zählen unter anderem Bauchschmerzen, Durchfall, Übelkeit, Schwitzen, Speichelfluss. [Bresinsky/Besl, S.98]

Insgesamt wird deutlich, dass der Fliegenpilz nicht als Halluzinogen sondern als Delirantium wirkt, bei dem die Einsicht in Ursache und Wirkung des Rausches verlorengegangen ist. Es treten die für Delirantia typischen Bewusstseinstrübungen und Realitätsverkennungen auf und die Überzeugung, fremde Personen wären anwesend. Die optischen Halluzinationen (falls sie überhaupt auftreten) sind nicht stark farbig, dafür treten akustische Halluzinationen auf. Typischerweise fehlt die Einsicht in die Künstlichkeit des Vorganges, die Beobachterposition und die Erinnerung an den Wirkhöhepunkt gehen verloren. [Rätsch, S.228]

Louis Lewin, der Begründer der modernen Toxikologie, bezieht sich in seinem Werk „Phantastica“, in dem er u.a. auch die Wirkungen des Fliegenpilzes beschreibt, auf den russischen Forschungsreisenden Stepan Krascheninnikow, der im Jahre 1755 einen Bericht über Kamtschatka veröffentlichte, der 1776 in deutscher Sprache erschien. Darin beschreibt er das Phänomen der Makropsie, welche sich so äußert:

Ein solcher Mensch sieht bei erweiterten Pupillen alle ihm vorgelegten Gegenstände in ungeheurer Vergrößerung und äußert sich darüber. Ein kleines Loch erscheint ihm als schrecklicher Abgrund und ein Löffel voll Wasser ein See zu sein. Entsprechend diesem Trugsehen kann er auch zu einer Handlung veranlasst werden. Legt man ihm – was Korjäken mit einem so Berauschten aus Scherz tun – nachdem er zum Gehen veranlasst worden ist, ein kleines Hindernis, z.B. ein Stöckchen in den Weg, so bleibt er stehen, mustert dasselbe und springt schließlich mit einem gewaltigen Satz darüber hinweg.

[Lewin, S.171]

Auch Krascheninnikows Bericht wurde sehr populär und über Louis Lewins Schilderung gelangte das Phänomen der Makropsie in die toxikologischen Fachbücher, obwohl es sonst nirgends beobachtet wurde. Entsprechendes gilt für die von Krascheninnikow beschriebenen Tobsuchtsanfälle, die er beobachtet haben will. Tobsuchtsanfälle sind, wenn sie überhaupt auftreten sollten, eher die Ausnahme. Es scheint daher, dass dessen Bericht mehrheitlich auf Hörensagen beruht, statt auf eigener Anschauung.

In der Zeitschrift „integration“, Ausgabe 2&3, ist ein Bericht über 18 Fälle von Pantherpilzvergiftungen enthalten, die sowohl aus der Perspektive der behandelnden Mediziner als auch der betroffenen Patienten geschildert werden. In keinem (!) der beschriebenen Fälle wurden Tobsuchtsanfälle oder andere Formen von Gewaltausbruch beobachtet. Dies deckt sich mit dem Bericht Carl von Dittmars aus dem Jahr 1900, wonach er sich an keinen erinnern könne, „der rasend oder wild geworden wäre.“ [Stafford, S.264] Sämtliche bekannt gewordenen Erfahrungsberichte bestätigen die in der Fachliteratur unter dem Pantherina-Syndrom mit aufgezählten Tobsuchtsanfälle nicht. Auch Wolfgang Bauer, der nach eigenen Angaben über eine Sammlung von Erzählungen von Fliegenpilzkonsumenten aus den Jahren 1978 bis 1990 verfügt, bestätigt, dass es bei keinem dieser Konsumenten Wutausbrüche oder Akte der Destruktion gab. [Bauer u.a. (2000), S.112]

Bestimmung der letalen Dosis

Die Prognose einer Fliegenpilzvergiftung gilt im allgemeinen als gut. Es gibt bisher keinen dokumentierten Todesfall, der sich auf den ausschließlichen Verzehr von Fliegenpilzen zurückführen lässt. Aus Laborversuchen an Ratten ermittelte man die letale Dosis des Muscimols in einer Höhe von 45 mg/kg Körpergewicht bei oraler Aufnahme. [Teuscher/Lindequist, S.294] Zwar ist es grundsätzlich problematisch, Ergebnisse aus Tierversuchen auf den Menschen zu übertragen, aber damit ergibt sich ein Anhaltspunkt für die Größenordnung der tödlich wirkenden Giftmenge. Diese 45 mg/kg Körpergewicht würden für einen erwachsenen Menschen umgerechnet etwa 3 g ergeben. Allgemein ist eine Tendenz zu beobachten, dass die letale Dosis eines Giftes niedriger wird, wenn die Masse des Tieres steigt. Als Schätzwert kann daher angenommen werden, dass 1 g Muscimol für den Menschen tödlich sei.

Um die letale Dosis von Fliegenpilzen zu bestimmen, ist zu untersuchen, in welcher Menge Muscimol im Fliegenpilz vorkommt. Darauf basierend, lässt sich eine Zahl von Pilzen errechnen, die mit großer Wahrscheinlichkeit einen tödlichen Verlauf einer Fliegenpilzvergiftung ausschließt. In frischen Fliegenpilzen findet sich der Hauptwirkstoff Ibotensäure in Konzentrationen von 0,03 bis 0,1% der Pilzmasse. Während des Trocknens verliert der Pilz etwa 90% seiner Masse infolge des Verdunstens des Zellwassers. Zugleich decarboxyliert die Ibotensäure zu Muscimol, welches nun mit 1% in der Trockenmasse den Hauptwirkstoff darstellt. Die zuvor geschätzte letale Menge von 1 g Muscimol ist folglich gleichbedeutend mit 100 g Fliegenpilz-Trockenmasse. Dies entspricht einer Masse von 1000 g frischer Fliegenpilze. Ein einzelner mittelgroßer Fliegenpilz wiegt durchschnittlich 100 g. Somit ergibt sich als Untergrenze einer möglichen tödlichen Dosis die Menge von 10 ganzen Fliegenpilzen.

Neben Ibotensäure bzw. Muscimol sind im Fliegenpilz noch weitere, bisher nicht erforschte Pilzgifte enthalten, darunter mit Sicherheit auch ein leberschädigendes. In einem Bericht über 18 Pantherpilzvergiftungen ist der Hinweis enthalten, dass regelmäßig eine Leberschädigung aufgetreten war und daher vor Selbstversuchen dringend gewarnt wird. [Bauer u.a. (1992), S.127] Dem entspricht die Bemerkung von Johanna Wagner, die einen Selbstversuch mit Fliegenpilz dokumentiert hat:

Und was wirklich sehr unangenehm ist, ich habe die ganze Magen-Leber-Gegend geschwollen. Und jetzt, nachdem ich ja ohnedies an einer Tropenleber leide, habe ich gar keine Lust, daß ich die lange ärgere. Ich habe jetzt monatelang mit meiner Leber Ruhe gehabt und es war alles in bester Ordnung, und das muß man nicht provozieren durch Fliegenpilze, so lieb und so nett wie sie sind. … An sich war das ja wirklich ein hübsches Erlebnis, aber wie gesagt, die Leber ist es mir nicht wert.

[Bauer u.a. (1991), S. 192]

Weiterhin hat sich angeblich erwiesen, dass Ibotensäure nervenschädigend wirkt, wenn man es direkt ins Gehirn von Versuchstieren spritzt. [Rippchen, S.49] Da sich zum einen Ibotensäure im Körper zu Muscimol umwandelt und zum anderen die Fliegenpilzzubereitung oral aufgenommen wird, ist die Gefahr einer Nervenschädigung wohl eher hypothetisch.

Völlig ungeklärt ist jedoch, welche Resonanzen zwischen den einzelnen Giftwirkungen bestehen und wie diese sich auf die für Muscimol berechnete tödliche Dosis auswirken. Die Zahl von 10 Pilzen als letale Dosis ist daher kein toxikologisch gesicherter Wert, sondern verweist allenfalls auf die Dimension, in deren Nähe die genaue Anzahl vermutet werden kann.

Der Fliegenpilz als Rauschmittel

Von Schnecken angefressener Fliegenpilz-Hut

Traditioneller Gebrauch bei sibirischen Völkern

Der Fliegenpilz wurde und wird in manchen Kulturen als Rauschmittel verwendet. Seit Jahrtausenden sammeln ihn die Schamanen einiger sibirischer Völker (nachgewiesen bei Wogulen, Ostjaken, Kamtschadalen) wegen seiner ekstase-auslösenden Eigenschaft. Der Fliegenpilz gilt bei einigen dieser Völker als das materiell gewordene göttliche Fleisch, das den Konsumenten mit der spirituellen Welt verschmelzen lässt. Bei den Kamtschadalen war neben dem schamanistischen auch der hedonistische Gebrauch üblich.

Eine Variante bei indigenen sibirischen Völkern besteht darin, den Urin des Schamanen zu trinken, nachdem dieser Fliegenpilz konsumiert hat. Sinnvoll ist diese Praxis deshalb, weil der Wirkstoff Ibotensäure zu Muscimol abgebaut und zum größten Teil unverändert durch den Urin ausgeschieden wird. Ibotensäure ist giftiger und hat eine geringere Rauschwirkung als Muscimol. Dieser Vorgang kann drei bis vier mal wiederholt werden. Das Urintrinken gilt als weniger gefährlich als der Konsum des Pilzes selbst, da die enthaltenen Gifte wie Muscarin vom Körper erst abgebaut und dann ausgeschieden werden.

Im 18. Jahrhundert wurde der Fliegenpilzgebrauch der sibirischen Völker in Europa bekannt. Die früheste derartige Mitteilung stammt vom schwedischen Oberst Filipp Johann von Strahlenberg, der in einem 1730 erschienenen und damals sehr populären Buch über seine Kriegsgefangenschaft in Kamtschatka über die dort beheimateten Völker berichtete:

Die Russen, so mit ihnen handeln und verkehren, bringen ihnen unter anderen Waren auch eine Art Schwämme, die in Rußland wachsen, hin welche auf Rußisch Muchumor (Fliegenpilz) genannt werden, die sie vor Eichhörner, Füchse, Hermelinen, Zobeln etc. an sich tauschen, da denn die Reichen unter ihnen eine ziemliche Provision von diesen Schwämmen sich zum Winter machen können. Wenn sie nun ihre Festtage und Collationens halten wollen, giessen sie Wasser auf diese Schwämme, kochen selbige, und trinken sich davon voll, alsdenn lagern sich um der Reichen Hütten die Armen, die sich dergleichen Schwämme-Provision nicht machen können, und warten biß einer von den Gästen herunter kömmt, sein Wasser abzuschlagen, halten ihm eine hölzerne Schaale unter, und sauffen den Urin in sich, worinn noch einige Krafft von den Schwämmen stecket, davon sie auch voll werden, wollen also solche kräftige Wasser nicht so vergeblich auf die Erde fallen lassen.

[Bauer u.a. (1991), S.121]


Hypothesen über andere Traditionen

Deutung des altindischen Soma-Getränks als Fliegenpilzextrakt

In seinem 1968 veröffentlichten Buch „Soma - Divine Mushroom of Immortality“ stellt R. Gordon Wasson die Hypothese auf, dass das altindische Soma-Getränk identisch mit dem Fliegenpilz sei. Soma wird im Rigveda als strömendes Getränk bezeichnet, das anfangs trüb ist und sich später läutert. Die Zubereitung erfolgt durch Auspressen mit Reibesteinen oder Mahlsteinen. Dies alles erinnert eher an eine Beerenfrucht oder an eine Pflanze mit fleischigen Blättern oder Stängeln als an einen Pilz. Auf Grund der Verwandtschaft der Aryas mit den Griechen, deren gemeinsame Urheimat wahrscheinlich in der Kaukasusregion zu suchen ist, ist es nicht auszuschließen, dass sich die Identität des Soma auf die Weinrebe bezieht, die ebenfalls von dort stammt.

Während die Griechen in ihrer neuen Heimat weiterhin die Weinrebe kultivieren konnten und diese mit Dionysos verbanden, dem Gott des Rausches und der Ekstase, gingen die Aryas dieser Pflanze verlustig und wichen auf Surrogate aus, die in den Trockenregionen Irans und des Pandschab vorkamen, beispielsweise Steppenraute (Peganum harmala) oder Meerträubel (Ephedra vulgaris), die ihrerseits psychotrop wirken. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die Griechen den Wein als „Göttertrank“ bezeichneten und zu seiner Charakterisierung bzw. Verherrlichung auf ein ähnliches Vokabular zurückgriffen wie die Aryas in Bezug auf Soma. Es scheint also eher zuzutreffen, dass Soma aus der Weinrebe gewonnen wurde und nicht aus dem Fliegenpilz.

Wasson hoffte, seine These beweisen zu können, indem er selbst Fliegenpilz zu sich nahm, doch die Resultate waren alles andere als ermutigend. Daraufhin studierte Wasson erneut die Berichte aus Sibirien und stieß wiederholt auf Hinweise, dass Fliegenpilze niemals roh, sondern stets in getrocknetem Zustand verspeist wurden. Dies stand in eklatantem Widerspruch zu seiner Soma-Theorie. [vgl. Stafford, S.264 und S. 268f.] Um seine These dennoch aufrechtzuerhalten verblüffte er die Leser stattdessen mit weit hergeholten Interpretationsversuchen einiger Rig-Veda-Hymnen, die den Anschein erwecken sollten, dass es sich bei Soma tatsächlich um den Fliegenpilz gehandelt haben müsse.

In der Indologie sind seine Deutungen nicht anerkannt. Dessen ungeachtet wurde und wird die Soma-Hypothese auch in der einschlägigen Fachliteratur noch immer unkritisch übernommen und ungeprüft weiter verbreitet. So z.B. im „Handbuch der Rauschdrogen“: „Wasson hat mit bemerkenswerter Genauigkeit sämtliche Hinweise gesammelt und nach eingehender Überprüfung am Ende herausgefunden, dass Soma höchstwahrscheinlich mit Amanita muscaria identisch ist. Auf Grund linguistischer Überlegungen nimmt Wasson an, dass die Sibirier die Sitte des Fliegenpilzes von den Ariern übernommen haben. Während aber in Indien und im restlichen Europa der sakramentale Genuss des Halluzinogens bald aufhörte, hat er sich im entlegenen Ostsibirien noch lange gehalten.“ [Schmidbauer/vom Scheidt, S.145f.]

Bezug zu den altnordischen Berserkern

Unter dem Eindruck der ersten Berichte zum Fliegenpilzgebrauch bei sibirischen Völkern stellte der Schwede Samuel Ödman im Jahr 1784 die Hypothese auf, dass die altnordischen Berserker Fliegenpilze eingenommen hätten, um in ihre sprichwörtliche ("Er wütet wie ein Berserker.") Raserei zu verfallen. Dieser „Versuch, über die Naturgeschichte den Berserker-Gang der alten nordischen Kämpfer zu erklären“ (so der übersetzte Titel von Ödmans Abhandlung), stellte den ersten Versuch dar, ein geschichtliches Phänomen auf der Basis einer ethnobotanischen Hypothese zu erklären. Er hält sich mittlerweile seit über 200 Jahren in der einschlägigen Literatur und ist bis in die Gegenwart populär geblieben. Tobsuchtsanfälle gehören allerdings nicht zum typischen Erscheinungsbild einer Fliegenpilzvergiftung, so dass diese Hypothese nicht bestätigt werden kann. Zu Ödmans Lebzeiten wusste man dies allerdings noch nicht. So schreibt im Jahre 1784 der Berliner Professor Johann Samuel Halle, der Fliegenpilz

verursache Berauschung, Wahnwitz, Tollkühnheit, Zittern und eine solche Wuth, daß man sich für Verzweiflung in Schwerdter und ins Feuer hineinstürzt.

[Bauer u.a. (1991), S.31]

Marginal gebliebene Hypothesen

Während der Bezug zum Fliegenpilz mit Berserkern und Soma zeitweise eine größere Popularität erlangte, sind folgende Hypothesen Außenseitermeinungen geblieben:

  • Fliegenpilz = Ambrosia

Robert von Ranke-Graves äußerte 1960 die Vermutung,

daß die Satyrn (Mitglieder des Ziegen-Clans), die Kentauren (vom Pferde-Clan) und ihre Mänaden diese Getränke [Wein und Efeubier] nur dazu verwendeten, ein viel stärkeres Rauschmittel hinunterzuspülen: und zwar einen ungekochten Pilz, amanita muscaria, den Fliegenpilz. ... Ich nehme an, daß Ambrosia und Nektar berauschende Pilze enthielten. … Die Ambrosia, die den Siegern des Olympischen Wettlaufs gereicht wurde, … war offensichtlich ein Ersatz: eine Mischung aus Nahrungsmitteln, deren Anfangsbuchstaben das griechische Wort für Pilz bildeten.

[Bauer u.a. (1991), S.118]

  • Fliegenpilz = Jesus

John Marco Allegro stellte in seinem 1970 veröffentlichten Buch „The Sacred Mushroom and the Cross“ (deutsche Ausgabe 1971 unter dem Titel „Der Geheimkult des heiligen Pilzes“ erschienen) folgende Thesen auf:

„- Das Christentum hat Ursprünge, die weitaus älter sind und die sich in die Traditionen dreitausendjähriger, orientalischer Fruchtbarkeitskulte eingliedern lassen.

„- Die Evangelien sind ein doppelschichtiges Schriftzeugnis, dessen zweite Ebene (in verschlüsselter Form, um Unbefugte fern zu halten) die Geheimlehren über den „heiligen Pilz“ enthält.

„- Das Wort „Jesu“ bezeichnet in den Evangelien keinen wirklichen Menschen. Es ist aber eines von vielen Schlüsselworten für den Fliegenpilz.

„- Die Juden waren kein von Gott auserwähltes Volk, sondern lediglich durch den Gebrauch von Pilzen schwer berauscht …

Die Veröffentlichung seiner Thesen bedeutete das Ende der akademischen Karriere Allegros. Selbst wohlwollende Rezipienten bemerkten, dass sich "Allegro weder richtig greifen noch begreifen lässt, weil er sich in einem Labyrinth von widersprüchlichen Fakten verirrt." [Bauer u.a. (2000), S.33]

  • Fliegenpilz = Metapher in Märchen

Wolfgang Bauer listet in seinem Artikel „der fliegenpilz in zaubermärchen, märchenbildern, sagen, liedern und gedichten“ auf, welche Benennungen in Märchen auf Erscheinungsformen, Gestaltsaspekten und Wirkungen des Fliegenpilzes verweisen. Unter anderem begreift er den abgeschnittenen Finger, der in dem Märchen von den „drei Raben“ eine wichtige Rolle spielt, als Fliegenpilz. [Bauer u.a. (1992), S.40] Für ihn sind Märchen eine Sammlung von verschlüsselten Metaphern, die in Gestalt einer "intentionalen Sprache" auf einen vorchristlichen Fliegenpilzgebrauch hindeuten.


Der Fliegenpilz als Nahrungsmittel

Obwohl der Fliegenpilz von den meisten Menschen für tödlich gehalten wird, wird dieser Giftpilz tatsächlich aber auch als Speisepilz gebraucht. In Teilen Japans gilt er als Spezialität – aber besonders in der Gegend in und um Hamburg war das Essen von Fliegenpilzen einmal recht verbreitet. Heute ist er dort fast wieder in Vergessenheit geraten, aber einige zumeist alte Leute kennen noch die Zubereitung dieses Pilzes. Die Stoffe im Pilz, die für Gift- und Rauschwirkung zuständig sind, befinden sich hauptsächlich in der Huthaut und sind größtenteils wasserlöslich.

Die rote Haut wird entfernt und der Pilz in kleine Stücke geschnitten. Die Stücke werden 24 Stunden in Wasser (manchmal auch Buttermilch) eingelegt. Eine andere Methode ist, die Pilze gründlich zu blanchieren. Anschließend schüttet man das Wasser weg und dünstet den Pilz mit Butter in der Pfanne.

Verwendet werden sollten nur junge Pilze; bei älteren Exemplaren wandern die Giftstoffe langsam auch in das Fleisch.

Da individuelle Unverträglichkeiten oder Vergiftungssymptome durch die Vorbehandlung nicht völlig ausgeschlossen werden können, ist von dem Genuss von Fliegenpilzen trotzdem generell abzuraten.

Hüte von Fliegenpilzen

Glückssymbol

Neben dem Hufeisen und dem vierblättrigen Kleeblatt zählt der Fliegenpilz zu den beliebtesten Glückssymbolen. Man findet ihn auf Glückwunschkarten und in bebilderten Märchenbüchern. Dies hängt vermutlich sowohl mit seiner psychoaktiven Wirkung als auch mit seinem auffallenden Aussehen zusammen.

Namensgebung

Der häufig vorkommende und auffallend aussehende Pilz hat regional viele Namen. Die meisten Namen von Amanita muscaria sind mit der Fliege oder der Kröte verbunden (Fliegenpilz, Mückenschwamm, Mückenpfeffer, Fliegenschwamm, Fliegenteufel, Sunneschirmche, bunte Poggenstool, Narrenschwamm, Krötenstuhl). Während in der Verbindung zu Fliegen die Vorstellung zum Ausdruck kommen mag, Fliegenpilze seien als Insektizid geeignet (s.u.), bezieht sich die Verbindung zu Kröten möglicherweise auf die Ähnlichkeit getrockneter Pilzhüte mit Krötenhaut.

Der Name wird üblicherweise auf seine Verwendung als Fliegenfänger zurückgeführt. Wie es heißt, schnitt man den Pilz dazu in kleine Stücke und legte sie in stark gezuckerte Milch ein; Fliegen, die davon tranken, starben nach einiger Zeit. Ist die Menge der beigefügten Pilzteile zu gering, können die Fliegen auch überleben. Sie fallen dann zwar tatsächlich um, erholen sich aber nach einiger Zeit wieder von dem Gift.

Literatur

  • Wolfgang Bauer / Edzard Klapp / Alexandra Rosenbohm: Der Fliegenpilz – Ein kulturhistorisches Museum. Wienand Verlag Köln, 1991 ISBN 3-87909-224-9
  • Wolfgang Bauer, Edzard Klapp, Alexandra Rosenbohm (Hrsg.): Der Fliegenpilz, Basel: AT-Verlag, 2000, jetzt Edition RauschKunde, Löhrbach, ISBN 978-3-930442-60-7
  • Wolfgang Bauer, Martin Hanslmeier, Luis Eduardo Luna, Herman de Vries (Hrsg.): integration. Zeitschrift für geistbewegende Pflanzen und Kultur Nr. 2&3, Bilwis-Verlag Eschenau, 1992 ISSN 0939-4958
  • Andreas Bresinsky / Helmut Besl: Giftpilze – Ein Handbuch für Apotheker, Ärzte und Biologen. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart 1985 ISBN 3-8047-0680-0
  • René Flammer / Egon Horak: Giftpilze – Pilzgifte. Pilzvergiftungen. Ein Nachschlagewerk für Ärzte, Apotheker, Biologen, Mykologen, Pilzexperten und Pilzsammler. Schwabe, Basel, 2003. ISBN 3-7965-2008-1
  • Clark Heinrich: "Die Magie der Pilze", Eugen Diederichs Verlag München, 1998. ISBN 3-424-01396-X
  • Louis Lewin: Phantastica – Die betäubenden und erregenden Genußmittel – Für Ärzte und Nichtärzte. Volksverlag Linden 1980
  • S. Ödmann: Försök, at utur Naturens Historia förklara de nordiska gamla Kämpars Berserka-gång. In: Kungliga Svenska Vetenskapsakademiens handlingar. 1784 Bd,. 5 S. 240-247.
  • Christian Rätsch (Hrsg.): Das Tor zu inneren Räumen – Heilige Pflanzen und psychedelische Substanzen als Quelle spiritueller Inspiration – Eine Festschrift zu Ehren von Albert Hofmann. Medienexperimente Löhrbach 1996. ISBN 3-930442-10-8
  • Ronald Rippchen (Hrsg.): Zauberpilze, Nachtschatten Verlag Solothurn & Medienexperimente Löhrbach, 1993. ISBN 3-925817-55-7
  • Frank Roth, Hanns Frank, Kurt Kormann: Giftpilze, Pilzgifte - Schimmelpilze, Mykotoxine. Nikol, Hamburg, 1990. ISBN 3-933203-42-2
  • Wolfgang Schmidbauer, Jürgen Scheidt: Handbuch der Rauschdrogen, Fischer Taschenbuch Verlag 1999, ISBN 3-596-13980-5
  • Peter Stafford: Enzyklopädie der psychedelischen Drogen. Volksverlag Linden 1980. 3-88631-030-2
  • Eberhard Teuscher /Ulrike Lindequist: Biogene Gifte: Biologie – Chemie – Pharmakologie. Gustav Fischer Stuttgart/Jena/NewYork 1994 ISBN 3-437-30747-9
  • Bernhard van Treeck: Drogen- und Suchtlexikon, Berlin: Lexikon-Imprint-Verlag, 2004, ISBN 3-89602-221-0
  • R. Gordon Wasson: Soma – Divine Mushroom of Immortality, Ethno-Mycological Studies 1, o. O.: Harcourt Brace Jovanovich, 1969 ISBN 0-15-683800-1

Weblinks

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