Ion Creanga

Ion Creanga
Ion Creangă

Ion Creangă (* 10. Juni 1839 in Humuleşti, Moldau, heute Rumänien; † 31. Dezember 1889 in Iaşi) war ein rumänischer Schriftsteller.

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Kindheit und Ausbildung

Er wurde als das erste von acht Kindern geboren. Seine Mutter wollte, dass er sich fürs Priesteramt ausbilden lässt. Dies ist traditionsgemäß eine prestigeträchtige Stelle innerhalb der Dorfgemeinschaft. Genaueres über seine Jugend kann aus "Amintiri din copilărie" (Erinnerungen aus der Kindheit) entnommen werden. Er begann seine Ausbildung in Humulesti, danach studierte er kurzzeitig in Broşteni, bevor er nach Hause zurückkehrte und sich in der Schule im benachbarten Târgu Neamţ einschrieb. Nach einem Jahr im Priesterseminar in Fălticeni verließ er dieses, um in Iaşi (in der rumänischen Moldau) seine Vorbereitungen für das Priesteramt an der Klosterschule von Socola fortzusetzten.

Beruf

Creangă wurde Diakon, nachdem er sein Studium 1858 in Socola abgeschlossen hatte und heiratete im selben Jahr die Tochter eines Priesters aus Iaşi. Er setzte seine Ausbildung 1864 fort, als er anfing, sich an der Vasile-Lupu-Schule zum Lehrer ausbilden zu lassen. Diese wurde vom bekannten Politiker und Literaturkritiker Titu Maiorescu geleitet. Er wurde Aushilfslehrer und arbeitet an Lehrbüchern mit, die dazu gedacht sind, Grundschüler das Lesen und Schreiben zu lehren.

Kirchliche Konflikte

Creangă hatte große Schwierigkeiten, sich dem städtischen Leben anzupassen. Er stand ständig wegen „gottlosem Verhalten“ in Konflikt mit seinen kirchlichen Vorgesetzten, wie zum Beispiel des Öfteren wegen des Theaters und dem Abschießen von Krähen im Hof des Klosters Golia, wo er amtierte. Schließlich führten seine häufigen Kritiken an Kirchenbeamten und sein exzentrisches Verhalten sowohl zur Suspension als Diakon, als auch als Lehrer. Um seinen Lebensunterhalt zu sichern, eröffnete er ein Tabakgeschäft. Darüber hinaus kaufte er sich ein bescheidenes Haus am Stadtrand von Iaşi, das er „bojdeuca“ nannte. Dort lebte er ein bäuerliches Leben, genau wie in seiner Kindheit in Humuleşti. Mit Hilfe von Titu Maiorescu wurde Creangă 1874 wieder eingesetzt. Im folgendem Jahr, während einer Inspektion der Schule, in der er unterrichtete, traf er den jungen Poeten Mihai Eminescu, der später als Schulinspektor arbeitete. Daraus entstand eine dauerhafte Freundschaft. Eminescu regte Creangă an, die Geschichten, die er häufig mündlich nacherzählte, aufzuschreiben und brachte ihn zum Literaturzirkel Junimea. Der Hauptteil seiner Arbeit wurde in dieser Zeit, zwischen 1875 und 1883, als er gesundheitliche Probleme bekam, geschrieben. Neben seinem Meisterwerk, "Amintiri din copilărie" (Kindheitserinnerungen), sind einige seiner bekanntesten Geschichten „Moş Ion Roată şi Unirea“, „Dănilă Prepeleac“, „Povestea porcului“, „Fata babei şi fata moşului“, und „Ivan Turbincă“,. Er zog sich 1887 aus dem Lehrerberuf zurück und starb zwei Jahre später, am 31. Dezember 1889, an einem epileptischen Anfall.

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