2. Sinfonie (Schumann)

Die 2. Sinfonie in C-Dur wurde von Robert Schumann in den Jahren 1845 und 1846 geschrieben. Chronologisch gesehen handelt es sich um Schumanns 3. Sinfonie, da er die Sinfonie in d-Moll früher, nämlich 1841 geschrieben hatte. Diese blieb jedoch zunächst unveröffentlicht, erst 1851 überarbeitete Schumann diese, so dass sie als seine 4. Sinfonie veröffentlicht wurde.

Inhaltsverzeichnis

Entstehungsgeschichte

Die Sinfonie in C-Dur entstand in der Zeit, in der Schumanns Gesundheitszustand einen ersten Tiefpunkt erreicht hatte; der Grund hierfür war wohl in der seelischen als auch körperlichen Depression des Künstlers zu suchen. Diesbezüglich kann man die Sinfonie mithilfe seiner zwei Phantasiebrüder Florestan und Eusebius deuten. Manche Interpretationen gehen dahin, dass jedes Thema, jede Stimmung von einem dieser beiden "komponiert" wurde. Des Weiteren lässt sich eine große Beeinflussung der Sinfonie durch Werke von Johann Sebastian Bach erkennen. Schumann sagte selbst, er werde sich von seiner Depression heilen, indem er Bach studiere und diese Sinfonie schreibe.

Orchesterbesetzung

2 Flöten, 2 Oboen, 2 Klarinetten, 2 Fagotte, 2 Hörner, 2 Trompeten, 3 Posaunen, Pauken in C und G, Streicher in 5 Stimmen (I. und II. Violinen, Violen, Violoncelli, Kontrabässe)

Struktur

Die Sinfonie besteht aus vier Sätzen, wobei der 2. und 3. Satz entgegen den Prinzipien der klassischen Sinfonie vertauscht sind, wie dies auch schon Beethoven in seiner 9. Sinfonie und Felix Mendelssohn Bartholdy in seiner Reformationssinfonie angewandt haben. Die vier Sätze tragen die Bezeichnungen:

  1. Sostenuto assai - Allegro ma non troppo (mit einer langsamen und feierlichen Einleitung)
  2. Scherzo. Allegro vivace
  3. Adagio espressivo
  4. Allegro molto vivace

Quellen

1988 Ernst Eulenburg & Co GmbH, Mainz / ISBN 978-3-7957-6489-0

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