Amateurligen (Eishockey)
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In den Amateurligen des Schweizer Eishockeys werden alle Meisterschaften der 1. bis zur 4. Liga bestritten. Die daran teilnehmenden Clubs sind im Verein Schweizerische Eishockey Amateur Liga (SEAL) organisiert, der eine selbständige Unternehmenseinheit des Schweizerischen Eishockey Verbandes (SEHV) ist.

Inhaltsverzeichnis

Ligenstruktur

Die Ligenstruktur sieht folgendermaßen aus:

Nationalliga NLA (12 Teams)
NLB (12 Teams)
1. Liga Ostschweiz (OS, 13 Teams) Zentralschweiz (ZS, 12 Teams) Westschweiz (SR, 12 Teams)
2. Liga Gr. 1 (12) Gr. 2 (12) Gr. 3 (10) Gr. 4 (10) Gr. 5 (10) Gr. 6 (10)
3. Liga Gr. 1 (6) Gr. 2 (7) Gr. 3 (10) Gr. 4 (12) Gr. 5 (8) Gr. 6 (8) Gr. 7 (8) Gr. 8 (8) Gr. 9 (10) KEINE Gr. 10 ? Gr. 11 (9) Gr. 12 (10)
4. Liga Gr. 1 (5) Gr. 2 (?) Gr. 3 (9) Gr. 4 (7) Gr. 5 (9) Gr. 5a (7) Gr. 5b (8) Gr. 6a (7) Gr. 6b (8) Gr. 7a (8) Gr. 8a (7) Gr. 8b (7) Gr. 9a (10) Gr. 9b (9) Gr. 11a (8)

Stand: 2007/2008

1. Liga

Die 1. Liga im Schweizer Eishockey ist nach der National League A (NLA) und der National League B (NLB) die nächsttiefere Liga. Sie entspricht in Deutschland der Oberliga.

Während in der NLA und in der NLB die Vereine aus der ganzen Schweiz gegeneinander antreten, wird die 1. Liga nach den Regionen Ostschweiz, Zentralschweiz und Suisse Romande in drei Gruppen eingeteilt.

Die nächsttiefere Stufe ist die 2. Liga usw. Die tiefste Stufe im Schweizer Eishockey ist die 4. Liga.

Schweizer Amateurmeister

Schweizer Amateurmeister wird der Sieger der 1. Liga.

Aufstieg in die National League B (NLB)

Aktuell wird der Amateur-Schweizermeister aus den 1. Liga-Gruppensieger der Regionen Ost-, Zentral und Westschweiz in einer einfachen Finalrunde (je 2 Spiele) und einem Finalspiel ermittelt. Der Sieger der Finalrunde geniesst Heimrecht für das Finalspiel.

Aufstieg ab 2009

Saison 2008/09
Der EHC Frauenfeld gewann das Finalspiel am 28. März 2009 in Frauenfeld gegen Star Lausanne vor 1099 Zuschauern mit 3:1. Es gibt keinen Aufsteiger, da die Teams der Finalrunde (Frauenfeld, Wiki-Münsingen und Star Lausanne) keine Lizenz für die National League B Saison 2009/10 beantragt haben. Der EHC Napf aus Huttwil, der den Aufstieg in die zweithöchste Spielklasse angestrebt hatte, verpasste bereits den Gruppensieg in der Zentralschweiz gegen Wiki-Münsingen und musste seine Aufstiegspläne verschieben.

Aufstieg von 2007 bis 2008

In der Saison 2006/07 und 2007/08 wurde der Schweizermeister der Amateurliga über sieben Finalspiele ermittelt. Die drei Regionalmeister trugen zuerst eine Finalrunde mit Hin- und Rückspiel aus. Nach diesen sechs Finalpartien spielen der Erst- und der Zweitplatzierte das „Grande Finale“ um den Titel des Amateur-Schweizermeisters. Gespielt wurde analog der Qualifikation: Stand die Partie nach der regulären Spielzeit (60 Minuten) unentschieden, folgte eine fünfminütige Verlängerung mit je 4 Feldspielern und allenfalls ein Penalty-Schiessen mit drei Schützen zur Ermittlung des Siegers. Im siebten Finalspiel wurde eine 20-minütige Verlängerung mit je 5 Feldspielern und ein allfälliges Penalty-Schiessen mit je fünf Schützen ausgetragen. Der Spielort stand jeweils erst nach Abschluss der Finalrunde fest. Das erstplatzierte Team nach der Finalrunde profitiert vom Heimvorteil.
Saison 2007/08
Nachdem sich der EHC Winterthur in der Finalrunde der Gruppensieger gegen Zuchwil und Star Lausanne durchsetzten konnte, verloren sie das Finalspiel gegen den EHC Zuchwil-Regio. Als Amateur-Schweizermeister 2005 verzichtet Zuchwil aber auf das Aufstiegsrecht und auch kein anderer Verein promoviert in die NLB.
Saison 2006/07
Aufsteider der Saison 2006/07 sind die Neuchâtel Young Sprinters, obwohl sie nicht Schweizer Amateurmeister 2007 wurden. Die Neuenburger haben als einziges 1.-Liga-Team die wirtschaftlichen Kriterien für die zweithöchste Liga erfüllt. Der Amateur-Schweizermeister aus Zuchwil hatte keine Lizenz für die NLB beantragt. Zuvor hatte sich der EHC Zuchwil-Regio sowohl in der Finalrunde gegen Dübendorf und Neuchâtel, als auch im Finalspiel gegen Dübendorf durchgesetzt.

Aufstieg vor 2007

Saison 2005/06
Der HC Thurgau setzt sich in der Finalrunde der Gruppensieger gegen Lyss und Dudingen durch. Als Amateur-Schweizermeister 2006 steigt er in die NLB auf.
Saison 2004/05
Der SC Unterseen-Interlaken setzt sich in der Finalrunde der Gruppensieger gegen Martigny und Dübendorf durch. Als Amateur-Schweizermeister 2005 verzichtet er aber auf das Aufstiegsrecht und der HC Martigny steigt stattdessen in die NLB auf.
Saison 2003/04
Der EHC Dübendorf setzt sich in der Finalrunde der Gruppensieger gegen Unterseen-Interlaken und Forward Morges durch. Als Amateur-Schweizermeister 2004, verzichtet er aber auf das Recht aufzusteigen und der HC Forward-Morges steigt stattdessen in die NLB auf.
Saison 2000/01
Der EHC Uzwil als Amateur-Schweizermeister 2001 verzichtet auf den Aufstieg.

Gr. 1 Ostschweiz (OS)

Modus Gruppe 1

Die Gruppe 1, Region Ostschweiz der Schweizer 1.Liga-Eishockeymeisterschaft umfasst in der Saison 2008/2009 13 Mannschaften, da der EHC Chur freiwillig von der National League B abgestiegen ist. Die Teams spielen in der Qualifikation eine einfache Hin- und Rückrunde (= 24 Runden).

Nach 24 Qualifikationen werden die 13 Teams bei der sogenannten „Masterround“in zwei Gruppen aufgeteilt. Jene auf den Rängen 1 bis 6 spielen in einer einfachen Runde (5 Spiele) um die Ausgangspositionen für das Playoff. Der Rest (Platz 7 bis 13) spielt in einer einfachen Runde (6 Spiele) um die Playoff-Plätze 7 und 8 sowie die Ränge 9 - 13 für die Abstiegsrunde. Zum Start werden die Punkte halbiert.

In den Playoff wird im knockout-Verfahren gespielt. Dabei treten im Viertelfinal die Teams 1 gegen 8, 2 gegen 7, 3 gegen 6 und 4 gegen 5 an. Die bessern vier Mannschaften geniessen im ersten Spiel Heimrecht. Die Viertelfinals und alle späteren Serien werden über maximal 5 Spiele (best-of-five) ausgetragen. Die jeweiligen Sieger qualifizieren sich für den Halbfinal, später für den Final. Der Gewinner der Finalserie ist Regionalmeister und aufstiegsberechtigt.

Die Mannschaften 9-13 nach der Masterround spielen eine Abstiegsrunde. Alle bis anhin gesammelten Punkte werden mitgenommen. Nach weiteren 8 Spielen pro Team (Hin- und Rückrunde) steht der Absteiger fest.

Mannschaften Gruppe 1

Gr. 2 Zentralschweiz (ZS)

Modus Gruppe 2

Die Gruppe 2, Region Zentralschweiz der Schweizer 1.Liga-Eishockeymeisterschaft umfasst 12 Mannschaften. Die Teams spielen in der Qualifikation eine einfache Hin- und Rückrunde (= 22 Runden).

Nach der Qualifikation wird die Tabelle zweigeteilt: Die ersten 6 Mannschaften spielen die Master-Runde, die letzten 6 Mannschaften die Quali-Master-Runde.

Beide Masterrunden gleichen sich im Modus (je 5 Runden, die Punkte aus der Qualifikation werden mitgenommen) und dienen als Zwischenrunde vor den eigentlichen Playoff, resp. der Abstiegsrunde.

Nach der Masterrunde belegen die teilnehmenden Teams die Ränge 1-6 für das Playoff-Tableau. Die Plätze 7 und 8 werden mit den besten beiden Mannschaften aus der Quali-Master-Runde aufgefüllt.

In den Playoff wird im knockout-Verfahren gespielt. Dabei treten im Viertelfinal die Teams 1 gegen 8, 2 gegen 7, 3 gegen 6 und 4 gegen 5 an. Die bessern vier Mannschaften geniessen im ersten Spiel Heimrecht. Die Viertelfinals und alle späteren Serien werden über maximal 5 Spiele (best-of-three) ausgetragen. Die jeweiligen Sieger qualifizieren sich für den Halbfinal, später für den Final. Der Gewinner der Finalserie ist Regionalmeister und aufstiegsberechtigt.

Die Mannschaften 9-12 nach Qualifikation und Quali-Master-Runde spielen eine Abstiegsrunde. Auch hier werden alle bis anhin gesammelten Punkte mitgenommen. Nach einer Hin- und Rückrunde (6 Spiele pro Team) steht der Absteiger fest.

Mannschaften Gruppe 2

  • EHC Aarau
  • EHC Adelboden
  • EHC Brandis
  • EHC Burgdorf
  • SC Lyss
  • EHC Napf
  • EHC Rot-Blau Bern-Bümpliz
  • EHC Thun
  • SC Unterseen-Interlaken
  • EHC Wiki-Münsingen - Regionalmeister Gruppe 2 2008/2009
  • EHC Zuchwil-Regio
  • EHC Zunzgen-Sissach

Gr. 3 Suisse Romande (SR)

Modus Gruppe 3

Die Gruppe 3, Region Westschweiz der Schweizer 1.Liga-Eishockeymeisterschaft umfasst 12 Mannschaften. Die Teams spielen in der Qualifikation eine einfache Hin- und Rückrunde (= 22 Runden).

Nach der Qualifikation wird die Tabelle zweigeteilt: Die ersten 8 Mannschaften spielen die Playoff , die letzten 4 Mannschaften die Playout.

In den Playoff wird im knockout-Verfahren gespielt. Dabei treten im Viertelfinal die Teams 1 gegen 8, 2 gegen 7, 3 gegen 6 und 4 gegen 5 an. Die bessern vier Mannschaften geniessen im ersten Spiel Heimrecht. Die Viertelfinals und alle späteren Serien werden über maximal 5 Spiele (best-of-three) ausgetragen. Die jeweiligen Sieger qualifizieren sich für den Halbfinal, später für den Final. Der Gewinner der Finalserie ist Regionalmeister und aufstiegsberechtigt.

Die Mannschaften 9-12 nach der Qualifikation spielen die Playout analog zu den Playoff. Dabei spielen die Verlierer der Paarung 9. gegen 12., sowie 10. gegen 11. den Playout-Final. Dessen Verlierer steigt in die 2. Liga ab.

Mannschaften Gruppe 3

  • HC Bulle-La Gruyère
  • HC Düdingen Bulls
  • HC Star Lausanne - Regionalmeister Gruppe 3 2008/09
  • HC Franches-Montagnes
  • HC Red Ice Martigny-Verbier-Entremont
  • HC Montana-Crans
  • HC Moutier
  • EHC Saastal
  • HC Sion
  • HC Tramelan
  • Villars HC
  • HC Yverdon les Bains

2. Liga

Aufstieg in die 1. Liga

  • 2008/2009: SC Herisau
  • 2007/2008: Pikes EHC Oberthurgau, EHC Adelboden, HC Montanta-Crans
  • 2006/2007: HC Ceresio, HC Bulle-La Gruyère, HC Villars
  • 2005/2006: EHC Seewen, HC Verbier-Val de Bagnes
  • 2004/2005: EHC Arosa
  • 2003/2004: SC Weinfelden, EHC Wettingen-Baden, HC Sion

Abstieg in die 2. Liga

  • 2008/2009: EHC Chur, GDC Bellinzona
  • 2007/2008: EHC Seewen, HC Monthey
  • 2006/2007: EHC St. Moritz, HC Star Chaux-de-Fonds
  • 2005/2006: EHC Lenzerheide, CP Meyrin
  • 2004/2005: SC Herisau, HC Star Chaux-de-Fonds
  • 2003/2004: EHC Seewen-Herti, EHC Adelboden, HC Villars

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