Islamischer Fundamentalismus
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Islamismus bezeichnet eine politische Ideologie, die sich vom Islam ableitet. Vor allem ein Phänomen des ausgehenden 19. und des 20. Jahrhunderts, liegt dem Islamismus die Ansicht zu Grunde, dass der Islam als ganzheitliche Religion, die sowohl soziale, juristische, politische und wirtschaftliche Dimensionen beinhaltet, einzige Quelle für ein politisches System sein kann und sogar muss. Zentrale Themen islamistischer Bewegungen sind die heiligen Texte des Islam als Anlaufpunkt für alle Fragen des öffentlichen und privaten Lebens, der Ruf nach Authentizität in der Religion, die Frage der Staatsform und Legislation islamischer Staaten, Solidarität unter allen Muslimen, sowie Widerstand gegenüber jeder nicht-Muslimischen Beeinflussung dieser Fragen und Fremdherrschaft. Islamistische Bewegungen können auf nationaler Ebene oder transnational agieren.

Innerhalb des Islamismus existieren parallele Strömungen, darunter der Fundamentalismus, Salafismus, und Reformislam. Einzelne Gruppen sind außerdem beeinflusst durch ursprünglich apolitische fundamentalistische Bewegungen, wie den saudischen Wahabismus und die pakistanische Ahl-i Hadith.[1]

Im allgemeinen Sprachgebrauch werden die Begriffe „Islamismus“ und „Islamischer Fundamentalismus“ oftmals gleichgesetzt; die Begriffe sind jedoch nicht synonym anzusehen.[2]

Inhaltsverzeichnis

Der Begriff

Der Begriff „Islamismus“ ist ein breit gefasster Begriff, der verschiedene Bewegungen, Denkrichtungen und Ideologien vereint. Er leitet sich vom arabischen Begriff islamawiyya (إسلاموية) ab.Im Arabischen wird er oftmals durch den Begriff al-uṣūliyya (‏أصولuṣūl „Wurzeln", „Fundament") ersetzt, die arabische Übersetzung des europäischen Konzeptes des Fundamentalismus. Islamisten bezeichnen sich im Arabischen neben islamiyun („Islamisten“) unterschiedlich als usuliyun („Fundamentalisten“), musalihun („Reformer“), oder salafiyun („Salafisten“).

Diese Begriffe stehen inhaltlich im Gegensatz zur islamischen Orthodoxie, mit deren Lehren Islamisten manchmal nicht übereinstimmen. Die Islamische Orthodoxie gründet sich, im Gegensatz zu manchen Lehren der verschiedenen Islamisten-Bewegungen, auf Interpretationen der heiligen Texte des Islam aus den ersten Jahrhunderten der islamischen Geschichte, meist aus dem 8. bis 10. Jahrhundert christlicher Zeitrechnung, sowie bei den Sunniten auf die Lehre des Endes des Ijtihad, d.h. dass alle Fragen des täglichen Lebens, der Politik etc. bereits durch Interpretationen aus der Zeit des Hochislams beantwortet seien. Eine Neuinterpretierung des Koran und vor allem der Sunna kommt für die Orthodoxie nicht in Frage.

Der bekannte Islamwissenschaftler Tilman Nagel vertritt in seinem Essay Islam oder Islamismus? Probleme einer Grenzziehung die Meinung, dass eine Unterscheidung zwischen Islam und Islamismus „ohne Erkenntniswert“ sei.[3]

Geschichte

Vordenker der ersten Stunde

In der Geschichte des Islam gab es immer wieder fundamentalistische und radikale religiöse Bewegungen, die die Gesellschaft im eigenen Land zu einer Rückbesinnung auf die Werte der Vorväter (al-Salaf al-salih, AD 610–855) bewegen wollten, jedoch Gewalt zur Erreichung ihrer Ziele meist ablehnten. Dazu gehören die Wahhabiten, die im 18. Jahrhundert entstanden und deren Ideologie heute die geistige Grundlage Saudi-Arabiens darstellt. Ein weiterer wichtiger „geistiger Ahne“ ist der Damaszener Rechtsgelehrte Ibn Taimiya (1263–1328). Neu im Islamismus ist der Aufruf zur Reformierung des Islam, begonnen vor allem durch Modernisierer wie Dschamal ad-Din al-Afghani und Muhammad Abduh, die Ende des 19. Jahrhunderts die Lücke zwischen mittelalterlichem Islamverständnis und vom Westen eindringender Modernität durch eine Reformierung der Religion schließen wollten.

Ausklang des 19. Jahrhunderts: Arabische Denker wollen das Islamverständnis korrigieren

Das Ende des 19. Jahrhunderts bedeutete für einen großen Teil der arabisch-islamischen Welt einen kulturellen und religiösen Niedergang. Das Osmanische Reich löste sich langsam in seine Bestandteile auf, Ägypten stand bereits unter britischer Herrschaft. Die Zentralregierung in Anatolien erwies sich als unfähig, die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen des beginnenden 20. Jahrhunderts aufzugreifen. Die Sultane galten als korrupt und schlechte Vorbilder für die Muslime. Das Sultanat, das sich in seiner Legitimität theoretisch darauf stützte, das islamische Reich zusammenzuhalten und die Religion zu fördern, erwies sich in der Realität als unfähig, dieser Aufgabe Herr zu werden. Massive Schulden zwangen das Osmanische Reich, europäischen Großmächten Konzessionen und Vorteile bei Investitionen, beim Erforschen und beim Abbau von Ressourcen – etwa dem Erdöl – zuzubilligen. Ende des 19. Jahrhunderts war das Reich von Europa finanziell abhängig.

Durch die einschneidenden Transformationen, die die arabische Welt auf wirtschaftlicher und soziokultureller Ebene durchliefen, sahen sich die muslimischen Gesellschaften mit neuen Problemen konfrontiert. Der größer werdende Einfluss der europäischen Großmächte führte zum Identitätsverlust; durch Migration und Urbanisierung wurden die traditionell bedeutenden Familieneinheiten zerstört, Industrialisierung und Individualisierung führten zu wachsender Arbeitslosigkeit und Armut. Als Antwort auf diese Probleme entwickelten muslimische Denker wie Dschamal ad-Din al-Afghani (1837–97), Muhammad Abduh (1849–1905) oder Raschid Rida (1865–1935) ein Islamverständnis, das vor allem eine Revitalisierung und Rückbesinnung auf koranische Werte und Traditionen propagierte. Würden sich die Muslime wieder wahrhaft auf ihre Religion besinnen, so würde die islamische Welt ihre alte Stärke zurückgewinnen. Die Errungenschaften der Moderne wurden dabei nicht per se abgelehnt, sondern sollten auf der Grundlage islamischer Werte in die Gesellschaften der muslimischen Welt integriert werden. Als Befürworter von technischem Fortschritt und gesellschaftspolitischer Reform werden die muslimischen Denker dieser Zeit auch als "islamische Modernisten" bezeichnet.

Abduh und Rida verwarfen die vorherrschenden Vorstellungen der konservativ-traditionellen Rechtsgelehrten (Ulama), die zu jener Zeit vornehmlich als Instrumente der Regierung wahrgenommen wurden. Die islamischen Modernisten lehnten jede Veränderung der islamischen Lehre im engsten Sinne nach 855 ab, darunter die verschiedenen islamischen Rechtsschulen (Madhhabs), die sie alle als Abkehr von der wahren islamischen Lehre betrachteten.

Beginnendes 20. Jahrhundert: Eine Ideologie wird Teil des Systems

Die modernen islamistischen Bewegungen im engeren Sinne entwickelten sich in den 1920er und 30er Jahren. Das beginnende 20. Jahrhundert entwickelte eine katastrophale Dynamik für die Menschen im Mittleren und Nahen Osten. Der 1. und 2. Weltkrieg verwüsteten viele Teile des Nahen und Mittleren Ostens. Das Osmanische Reich wurde 1918 aufgelöst, wenig später erklärte Atatürk das Sultanat sowie das Kalifat für abgeschafft. Während europäische Kräfte in Technik, Wissenschaft, und vielem anderen den neuen Kolonien und Protektoraten weit überlegen schienen, hatte die alteingesessene Orthodoxie im Islam, vor allem in den Akademien von Al-Azhar, der Moderne nichts entgegenzusetzen. Vor diesem Hintergrund gewannen die Ideen der Modernisten weiter an Bedeutung.[4][5]

Die Überreste des Osmanischen Reiches wurden von den Siegermächten des 1. Weltkrieges, Großbritannien und Frankreich, in Nationalstaaten geteilt, von denen viele unter Mandaten von Europa aus regiert wurden. Diese Zeit wird von islamischen Historikern als Zeit großer Demütigung gesehen, nicht nur des Islams als religiöser Lehre, sondern der gesamten arabischen/islamischen Zivilisation als solcher. Nach Erlangung der Unabhängigkeit wurden in vielen der ehemaligen Mandatsstaaten säkulare oder monarchische Staatsstrukturen installiert bzw. implantiert, die den traditionellen religiösen Überzeugungen der Bevölkerungen oftmals keine Rechnung trugen.

In diesen Zeiten des Umbruchs entwickelte sich eine neue, politisch orientierte Denkschule, die den Islam als Grundlage einer idealen Gesellschaft verfocht: Bis heute maßgeblich ist etwa die 1928 von dem ehemaligen Lehrer Hassan al-Banna (1906–1949) in Ägypten gegründete Muslimbruderschaft (Al-Ikhwan al-Muslimun). Die Muslimbruderschaft kritisierte die als „dekadent“ verachtete Monarchie, die von Großbritannien installiert worden war, sowie den Werteverfall als Konsequenz des kulturellen Niedergangs in Ägypten. Sie suchte die religiösen Dogmen wiederherzustellen und parallel alle Probleme der islamischen Länder mittels der islamischen Ordnung zu lösen. Der britische Einfluss im Land, der de facto noch bis 1952 anhielt, galt den Islamisten als Neo-Kolonialismus, der bekämpft werden müsse.[6] Westliche Wissenschaftler konstatieren im Zusammenhang mit dieser neuen Bewegung einen zunehmenden Antisemitismus in islamischen Ländern.

Der in Indien und (ab 1947) in Pakistan wirkende Abû l-A’lâ al-Maudûdî (1903–1979) mit seiner 1941 gegründeten Kaderpartei Jama'at-e islami übte ebenfalls einen bedeutenden Einfluss auf den modernen Islamismus aus. In Iran entstand eine von der schiitischen Imamatslehre geprägte Sonderform des islamischen Fundamentalismus. Unter der Führung des Ayatollah Ruhollah Musawi Khomeini (1906–1989) wurde nach der islamischen Revolution im Jahr 1979 eine Regierung auf Grundlage einer Form des schiitischen Fundamentalismus installiert. Der nun wachsende Panislamismus und der ihn begleitende Export der Revolution aus dem Iran stärkte auch geistig die verschiedenen islamistischen Bewegungen in vielen Ländern.

Nach dem Sechstagekrieg: Der Islamismus ersetzt den Nationalismus

Eine weitere wichtige Phase für die Entwicklung des Islamismus stellt der Sechstagekrieg von 1967 und die Zeit unmittelbar danach dar. Die bis dahin vorherrschende Ideologie des arabischen Nationalismus erschöpfte sich in dem von den arabischen Staaten als demütigende Niederlage betrachteten Krieg gegen Israel. Islamismus wurde eine akzeptable Alternative für viele, die, vom arabischen Nationalismus und Sozialismus enttäuscht, nach einer ideologischen Ergänzung suchten. Viele arabische Herrscher gaben den Islamisten Privilegien, um damit den Einfluss von Nationalisten und Panarabisten zu begrenzen und um die Unzufriedenheit der Bevölkerung abzufedern. Sie erreichten damit die Eingrenzung demokratischer Rechte und konnten so den Forderungen nach demokratischen Veränderungen entgegenwirken. Die iranische Revolution 1979, obgleich von Schiiten getragen, wurde in der ganzen islamischen Welt zum Symbol und Beispiel eines lebensfähigen islamischen Staates.

In den 1960er-Jahren gewannen auch radikale Islamisten (z.B. Sayyid Qutb) Einfluss, die die Gegenwart als „Dschahiliya“ (Zeit der Unwissenheit) verstanden. Es sei eine Pflicht der Muslime, dem Gesetz Gottes mittels Dschihad in den islamischen Staaten wieder zur Geltung zu verhelfen. Der Niedergang des arabischen Sozialismus, zahlreicher monarchischer Regime und des panarabischen Nationalismus führte zur Entstehung neuer islamistischer Gruppen in der arabischen Welt.

Golf-Kriege 1980–1988, 1990/91 und 2003

Die verschiedenen Golf-Kriege schafften ein weiteres politisches Vakuum in zahlreichen arabischen Ländern, welche die meist undemokratischen Regierungen mit keiner eigenen Ideologie ausgleichen konnten. Staaten wie Saudi-Arabien, die sich in ihrer Legitimität unter anderem auf religiöse Autorität berufen und die den Verlust an Glaubwürdigkeit in der eigenen Bevölkerung nach dem ersten Golfkrieg noch immer auszugleichen versuchen, finanzieren außerdem viele muslimische Vereinigungen in verschiedenen Teilen der Welt, von denen wiederum viele islamistische bzw. radikale Gesinnungen teilen. Gleichzeitig verschärften sich auch Konflikte jeweils zwischen Muslimen: So kämpften im Krieg zwischen Iran und Irak sowie im Krieg Irak gegen Kuwait Muslime gegen Muslime. Infolgedessen mehrten sich die Forderungen, in religiöser Einheit zu leben anstatt sich zu bekämpfen. Die Grenzen religiös begründeter Bruderschaft wurden nirgends so deutlich wie in diesen Kriegen.[7]

Radikalisierung in den 1990er Jahren – Islamismus als der Faschismus des 21. Jahrhunderts?

In den 1990er Jahren radikalisierten sich zahlreiche Islamistengruppen. Während sich arabischer Terror in den 70er und 80er Jahren vornehmlich auf den Konflikt zwischen Israel und Palästina konzentrierte, erwuchs der radikale Islamismus der 90er Jahre zur Ideologie radikaler Gruppen, darunter terroristische Gruppierungen wie Al-Qaida („Die Basis“), insbesondere in Saudi-Arabien, Afghanistan, Pakistan und Bosnien. Der Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern verschärfte sich.

Gleichzeitig findet in vielen islamischen Gemeinschaften eine graduelle Re-Islamisierung statt, die in Europa zu Disputen wie dem Kopftuchstreit und den Mohammed-Karikaturen führte. Der moderne Islamismus bedient sich unterschiedlicher Mittel: auch innerhalb der Familie durch ein an islamischen Grundsätzen orientiertes Leben, mittels Werbung für den Islam (da'wa), durch das Streben nach allen rechtlichen Möglichkeiten für den Islam, durch Literaturverbreitung, durch den Unterhalt sozialer Einrichtungen oder den Bau von Moscheen.

Der niederländische Schriftsteller Leon de Winter titulierte den Islamismus als den „Faschismus des 21. Jahrhunderts“, den er mit Terrorismus gleichsetzt: „Nach dem linken Faschismus der Sowjets, nach dem rechten Faschismus der Nazis, ist der Islamismus der Faschismus des 21. Jahrhunderts.“[8]

Insbesondere seit den Anschlägen vom 11. September 2001 finden daher kontroverse Neologismen wie Islamfaschismus in Bezug auf das Phänomen des Islamismus zunehmend Verbreitung. Die Debatte zeigt eine anwachsende Politisierung des Begriffs auch in Europa.

Ideologie

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Hauptmerkmale

Die Lehren der islamistischen Strömungen in den verschiedenen Ländern der islamischen Welt unterscheiden sich teilweise stark voneinander. Dies ist insbesondere dem Einfluss von landes- oder konfessionsspezifischen Traditionen geschuldet, wie ein Vergleich von islamischen Parteien in den Ländern des Mittleren Ostens und Südostasiens sichtbar macht. Trotzdem lassen sich gewisse Konstanten islamistischen Gedankengutes ausmachen. Dazu gehören:

1. Islam als Referenzquelle für alle Aspekte des Lebens: Religion, Politik, Wirtschaft, Recht, Umgang zwischen Mann und Frau, Bildung und Erziehung. Hasan Al-Bannas Konzept der shumuliyyah („Gesamtheit“) des Islam stellt sich wie folgt dar:

„Islam is a comprehensive system which deals with all spheres of life. It is a country and homeland or a government and a nation. It is conduct and power or mercy and justice. It is a culture and a law or knowledge and jurisprudence. It is material and wealth or gain and prosperity. It is Jihad and a call or army and a cause. And finally, it is true belief and correct worship.[9]

Hasan al-Banna: The Message of the Teachings

2. Der Aufruf zur Rückkehr zum „wahren“ Islam, dem des Koran und der Sunna, sowie oftmals die Weigerung, das von der sunnitischen Orthodoxie gepredigte Ende des Ijtihad anzuerkennen. Leben und Handeln der umgebenden Muslime wird als unislamisch und von falscher Religiosität geprägt gesehen.

3. Infolge dessen Ablehnung des taqlid, d.h. religiöse und kulturelle Traditionen, die Islamisten als Verfälschung des wahren Lehre des Islam ansehen. Folgend dem Salafismus soll die Religion von allem ihr Fremden gereinigt und zum wahren Glauben der frommen Vorväter zurückgefunden werden.

4. Aufruf zur politischen und religiösen Einheit zwischen allen Muslimen (Panislamismus), der umma. Wichtige Aktivitätsfelder islamistischer Gruppen sind daher Aufrufe zur Solidarität mit Muslimen in aller Welt, besonders der Palästinenser und gegenwärtig der Iraker, beides Völker die nach Islamistischer Auffassung von einem ungläubigen Feind unterdrückt werden.

5. Staatlichkeit der Religion. Der Koran selbst sowie der Prophet Mohammed kannten keinen weltlichen Staat und keine Nationalität, genauso wenig die Kalifate und Sultanate, in denen sich ein Nationalgefühl erst Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte. Der Sinn eines Staates in seiner übergeordneten Form ist daher nicht die Beherrschung eines bestimmten Volkes, sondern die Umsetzung des göttlichen Gesetzes, der Scharia für alle Gläubigen sowie in der ganzen Welt. Nach Überzeugung des Islamismus kann die richtige Ausübung des Glaubens nur durch einen islamischen Staat garantiert werden, der auf den Gesetzen aus Koran und Sunna basiert. Das genaue Staatssystem ist umstritten, nur noch wenige islamistische Gruppen wollen nur ein Kalifat anerkennen, viele dagegen berufen sich auf verschiedene Systeme, die sich auf das Prinzip der shura (Konsultation des Herrschers mit der Bevölkerung) gründen. Essentiell bleibt, dass der Souverän im islamischen Staatssystem Gott ist, nicht das Volk.

6. Widerstand gegenüber jeglicher fremder, nicht-islamischer Einmischung, Kontrolle, oder Fremdregierung durch das nicht-muslimische Ausland. Muslimische Länder dürfen nur von Muslimen regiert werden. Viele islamistische Bewegungen gründen sich auf politischen Widerstand gegenüber einer Besatzungsmacht, z.B. in den Palästinensergebieten und dem Libanon.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen moderatem Islamismus und radikalem bzw. gewaltbereitem Islamismus, mit zahlreichen Strömungen, die sich zwischen den beiden Kategorien befinden. Radikale Gruppen gehören ebenso in die Kategorie „Islamisten“ wie moderate Akteure, die es anstreben, den Islam zur Richtschnur des sozialen und politischen Verhalten zu machen. Islamistische Parteien und Interessensgruppen weisen daher sehr unterschiedliche Ziele auf - moderate islamistische Aktivisten lehnen Gewalt, religiöse Führer radikaler Gruppen sowie die Einschränkung mancher persönlichen Freiheiten oft entschieden ab. Auch ist auf die Unterscheidung zwischen islamistischen und islamischen bzw. muslimischen Gruppen und Parteien zu achten. „Muslimische“ Gruppen und Parteien existieren ebenfalls, heben sich aber von Islamisten insofern ab, als sie nicht für eine Politisierung der Religion einstehen. Sie fallen nicht automatisch in die Kategorie „islamistisch“.

Islamismus und Demokratie

Da die Ideologien des Islamismus starken Bezug zu einer Form von islamischen Staat, Legislatur, und Exekutive besitzt, ist das Thema Staatsform eines islamischen Staates zentral in jeder islamistischen Ideologie. Die Meinungen hierzu jedoch gehen auseinander.

Argumente gegen die Demokratie als Staatsform basieren auf der Annahme, dass die Demokratie als Ideologie selbst den theologischen Grundsätzen des Islam entgegenstehe: zentral ist die Betonung von der Souveränität Gottes (hukm illah oder hakimiyyat lillah bei Abul Ala Maududi und Sayyid Qutb), was jede Form einer Souveränität des Volkes ausschließt. Diese Denkschule begründet sich vor allem auf den Werken Maududis und Sayyid Qutbs. Ayman Dhawahiri betrachtet die Demokratie als shirk-u-billah, der Beistellung anderer Götter neben Gott.[10][11], die radikal-dschihadistische Gruppierung Hizb ut-Tahrir bezeichnet die Demokratie als nizam-u-kufr, ein System der Blasphemie. Es sei für Muslime haram, nach einer Demokratie zu rufen oder darin teilzuhaben.[10][12] Demokratische Systeme werden außerdem als un-islamisch angesehen, weil die öffentlichen Freiheiten zu im Islam verbotenen Handlungen führen würden, z.B. moralisch verwerfliches Verhalten wie Prostitution.[10][12]

Dagegen steht ein entgegengesetzter Trend, dem sich u.a. die von Rachid al-Ghannouchi geführte (und in Tunesien verbotene) En-Nahda Partei, Hassan al-Turabi, Teile der ägyptischen und jordanischen Muslimbruderschaft und zahlreiche muslimische Intellektuelle anschließen. Dieser Trend betrachtet die Demokratie als dem Islam naheliegende Struktur zur Kontrolle der Regierung. Al-Ghannouchi und andere basieren diese Auslegung auf die dem Islam eigene Idee der Schura, einem Mechanismus in dem der Herrscher sich mit dem Volk bzw. den Rechtsgelehrten abstimmt. Ghanouchi betrachtet die Demokratie, wenn auch nicht in ihrer säkularen Form, als geeigneten Mechanismus, um Despotismus zu unterbinden und sicher zu stellen, dass die Scharia, das islamische Gesetz wirklich angewendet wird. Er versteht das Prinzip der Souveränität Gottes als Grundprinzip, das den Herrscher dazu auffordert, nicht despotisch und eigenmächtig zu regieren, da die wirkliche Gerichtsgewalt bei Gott liege.[10][13]

Weitere Ideologien zu Staat und Gesellschaft

Religiöse Minderheiten

Da dem Islam (wie auch dem Islamismus) eine direkte Zwangsislamisierung fremd ist, werden religiöse Minderheiten, sofern sie zu den Buchreligionen (wie Christen, Juden, etc.) gehören, vom Staat beschützt (Dhimmi-Status). Islamistische Gruppen unterscheiden sich in ihren Vorstellungen eines solchen "Schutzes"; Viele wollen Minderheiten die volle Ausübung ihrer Religion erlauben, andere wollen die öffentliche Ausübung des Glaubens einschränken. In den meisten islamistischen Ideologien würden Andersgläubige weitgehend die gleichen Rechte wie Muslime genießen, allerdings wären sie von bestimmten politischen Ämtern und dem Tragen von Waffen ausgeschlossen und hätten anstelle der für Muslime obligatorischen Zakatsteuer eine spezielle Kopfsteuer („Dschizya“) zu bezahlen.[14]

Frauenbild

Das Bild der Frau in islamistischen Ideologien ist ebenfalls sehr unterschiedlich. Die grundlegende Auffassung der meisten Islamistengruppen besteht darin, die Frau zuerst in ihrer häuslichen Umgebung zu sehen, politische und religiöse Aktivität, Arbeit und Unterhaltung sind ihnen jedoch nicht verboten sofern sich solche Aktivitäten mit der Familie vereinbaren lassen. Viele islamistische Organisationen und Parteien haben parallele Frauenkomitees und Vereine, in denen Frauen politisch aktiv werden können. Dies verdeutlicht, dass das Bild der Frau im Islamismus weder einheitlich noch eindimensional ist. Viele Islamisten sehen sich daher sogar als Reformer, die Frauen von veralteten Traditionen schützen, die in ihrer Essenz unislamisch sind. Andere Gruppen dagegen lehnen Frauen in der Öffentlichkeit ab und predigen ein konservatives Frauenbild.

Verhältnis von Islamisten untereinander

Sunnitischer und schiitischer Islamismus unterscheiden sich stark, die Auffassungen des jeweils anderen werden oft nicht anerkannt. Diese Divergenzen zeigen sich nicht zuletzt in Bezug auf das Thema Meinungsfreiheit. Im Allgemeinen sind Konzepte wie Respekt, Höflichkeit, Moral und Gottesfurcht in islamistischer Vorstellung von großer Bedeutung. In Konsequenz kann dies dazu führen, dass sie die Meinungsfreiheit - in ihrem eigenen Land - zur Wahrung und zum Schutz dieser Konzepte begrenzen möchten.

Einflüsse, Formen und Strömungen

Salafismus

Hauptartikel: Salafiyya

Der Salafismus bezeichnet eine Strömung im modernen islamischen Denken, die eine Rückkehr zum ursprünglichen Islam der frommen Vorväter, dem Propheten Mohammed sowie den vier rechtgeleiteten Kalifen fordert. Die Strömung wird allgemein als eine Entwicklung des 19. Jahrhunderts verstanden, das als Reaktion auf den wachsenden europäischen Einfluss im Ottomanischen Reich und die wachsende Schwäche des Sultanats entstand. Der Salafismus lehnt mit als erster Trend im Islam die Tradition der ulama ab, wie auch kulturelle Einflüsse, den Sufismus, und fordert eine Wiederaufnahme des Idschtihad, die individuelle Interpretation der Texte des Islam. Der Salafismus ist ein Trend, der auf Denkern beruht, die nicht notwendigerweise eine klerikale Ausbildung besitzen. Als Väter des Salafismus werden u.a. Dschamal ad-Din al-Afghani (1838-1897), Muhammad Abduh (1849-1905), sowie Raschid Rida (1865-1935) betrachtet.[15] Der Salafismus kann als einflussreiche Strömung und Vorläufer des späteren Islamismus betrachtet werden.

Fundamentalismus/Neofundamentalismus

Siehe auch: Fundamentalismus, Neofundamentalismus (Islam)

Der Begriff Fundamentalismus wird im Volksmund in Verbindung mit dem Islam oftmals mit dem Islamismus per se gleichgestellt; in akademischer Literatur werden beide Begriffe jedoch getrennt. Traditionell bezeichnet der Begriff die Gelehrten der ilm al-usul, der Wissenschaft, die sich mit dem Studium der Fundamente der islamischen Jurisprudenz (Fiqh ‏فقه‎) befasst.

Der französische Islamwissenschaftler Olivier Roy charakterisiert den islamischen Fundamentalismus vor allem als Denkweise innerhalb des Islam, der der religiösen Orthodoxie der Geistlichen (ulama) gegenübersteht. Im Gegensatz zum Islamismus versteht sich der Fundamentalismus jedoch hauptsächlich als Bewegung, die die Bevölkerung selbst, und nicht zuerst den Staat verändern will. Die Islamisierung der Gesellschaft nimmt daher Priorität über politischen Aktivismus.[16] Der islamische Fundamentalismus bzw. Neofundamentalismus ist nach Roys Definition konservativ, vertritt daher wenig Rechte der Frau, was im starken Kontrast zu den meisten islamistischen Gruppen steht, und sieht die Einführung der Sharia als wichtigen Angelpunkt für eine erfolgreiche Islamisierung der Gesellschaft. Die Form der Regierung dagegen wird als weniger wichtig angesehen als die Einhaltung religiösen Rechts selbst.[17]

Der angloamerikanische Historiker Bernard Lewis bezeichnet die Anwendung des Begriffs Fundamentalismus auf den Islam als unglücklich und irreführend, da er ursprünglich auf das Christentum angewendet wurde. Dort bezeichnet er zumeist protestantische Strömungen, die den göttlichen Ursprung und die Unfehlbarkeit der Bibel verfechten. Auf den Islam ließe sich dieses Konzept, so Lewis weiter, jedoch nicht anwenden, da der Glaube an den göttlichen Ursprung des Koran zu den Grundfesten der Religion gehört und daher jeder Muslim dem Wortsinne nach ein Fundamentalist sei. Ähnlich spricht Abdelwahab Meddeb davon, dass die Keime des Islamismus bereits im koranischen Text enthalten seien. Ihm zufolge wäre es sehr viel einfacher, wenn es diese islamistische Lektüre des Korans nicht gäbe.

Diesen Ansichten stehen Islamwissenschaftler wie Gilles Kepel sowie Olivier Roy entgegen, die Bernard Lewis und anderen ein eindimensionales und essentialistisches Weltbild des Islam vorwerfen.[18]

Islamisten an der Regierung

Gegenwärtig existieren zwei offizielle islamische Staaten: Iran und Saudi-Arabien. Die beiden Länder funktionieren auf einer grundsätzlich unterschiedlichen politischen Grundlage und divergieren auch in Bezug auf ihre historische Entwicklung und der jeweiligen Staatsreligion (Iran: Zwölferschia; Saudi-Arabien: sunnitisch-wahhabitischer Islam). Beide Regierungen, vor allem die iranische, sind bei Teilen der eigenen Bevölkerung umstritten, insbesondere unter „hauseigenen“ islamistischen Gruppen, die zwar offiziell verboten sind, inoffiziell aber eine wachsende Basis finden.[19]

Siehe auch:

Islamistisch-orientierte Parteien nehmen in zahlreichen arabischen Staaten an Wahlen teil und besetzen Parlamentssitze, so in Marokko, Jordanien, und dem Jemen.

Islamismus-Diskussion

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Die Diskussion unter Muslimen bezüglich der Rolle von Staat und Religion ist so alt wie die Religion des Islam. Der Koran wird von Muslimen als vollendete Offenbarung betrachtet, der alle Regeln für das Zusammenleben der Menschen enthält. Erläutert und erweitert werden diese Regeln in der Sunna bzw. der Hadithe, den Überlieferungen über das Leben und die Auffassungen des Propheten Mohammed. Da der Koran diese Regeln enthält, benötigt die muslimische Umma kein menschgemachtes Recht in all jenen Rechtsfragen, die schon im Koran und in der Hadithe geregelt sind. Für Anhänger von islamistischen, fundamentalistischen und religiös konservativen Denkschulen verbietet sich deswegen jegliches menschgemachtes Recht in diesen Bereichen - der Mensch dürfe nicht versuchen, es Gott gleich oder sogar besser als er zu tun, indem er Gottes Gesetze ignoriere und eigene Gesetze schaffe. Solche Gesetze werden als Ursache für viele „Missverhältnisse“ und „Übel“ der gegenwärtigen Gesellschaften gesehen. Eine Rückkehr zu den göttlichen Gesetzen verspricht für Islamisten eine Verbesserung der Verhältnisse.

Kontrovers sind vor allem die Themenbereiche Muslime im nicht-muslimischen Ausland, Frauen sowie die tatsächliche Form eines islamischen Staates, in dem ja auch nicht-muslimische Minderheiten (Dhimmis) leben. Islamische bzw. islamistische Parteien und Interessensgruppen vertreten daher sehr unterschiedliche Standpunkte, angefangen von moderaten Gesetzesänderungen in nur wenigen, essentiellen Bereichen wie dem Familienrecht, bis hin zum totalitären theokratischen Staat. Auch finden sich starke Unterschiede zwischen Sunniten und Schiiten: Sunniten betrachten die Herrschaft von Menschen als legitim vor Gott, der orthodoxe Schiitismus kann sich dagegen keine menschliche Herrschaft auf der Erde vor Wiedererscheinen des Mahdi vorstellen. Gebrochen mit dieser Tradition hat Ayatollah Khomeini nach der Revolution von 1979, als er argumentierte, dass eine weltliche Herrschaft des obersten religiösen Juristen von Gott als legitim betrachtet wird, solange der Mahdi noch nicht wieder erschienen ist.

Problematisch ist auch die Einschätzung radikaler Islamisten bzw. deren Bedrohungspotential. Während einige der islamistischen Gruppierungen und ihre Anhänger nicht militärisch sind, gibt es andere, die radikal in ihren Auslegungen und Handlungen sind und die Gewalt zur Durchsetzung befürworten. Besonders die Frage, wie Muslime in nicht-muslimischen Ländern, wie zum Beispiel in Europa, leben sollen, ist von Seiten der Imame und Rechtsgelehrten des Islam nicht eindeutig festgelegt. Radikale Vereine nutzen diese Unklarheit. In den Ländern, in denen muslimische Minderheiten leben, existiert deswegen eine lebhafte Debatte darüber, wie man das Bedrohungspotential der Islamisten untersuchen kann. Probleme entstehen hierbei durch Sprachbarrieren und der selbstgewählten Abschottung der islamistischen Gruppierungen. Gewissheit über die tatsächlichen Absichten von radikalen Gruppen zu erhalten erweist sich oft als schwierig.

Islamismus in Europa

Deutschland

In Deutschland lebten 2007 etwa 3,5 Millionen Muslime. Laut Verfassungsschutz hat sich davon ca. 1 Prozent islamistischen, d. h. islam-politischen Organisation mit radikalen Überzeugungen angeschlossen. Das entspricht ca. 32.100 Personen, die im Jahre 2005 Anhänger islamistischer Gruppierungen waren. Davon sind 27.200 türkischer und 3.350 arabischer Herkunft. Deutschland gilt vor allem als Ruheraum für potenzielle islamische Terroristen.[20] Manche Politiker fordern ein schärferes Vorgehen gegen islamistische Straftäter. Der Nachweis eindeutiger Absichten sowie die Abwägung zwischen Meinungsfreiheit und Gefährdung der Öffentlichkeit erweist sich jedoch als schwierig. Häufig sind islamistische Straftäter zwar nicht-deutscher Herkunft, haben aber die deutsche Staatsbürgerschaft inne.

Die Welt referierte 2008 Daten aus einer an der Universität Hamburg durchgeführten Studie vom Dezember 2007, die allerdings „mit Vorsicht zu genießen“ seien: Demnach „lehnen ca. 14 Prozent der muslimischen Bevölkerung die deutsche Demokratie ab und bevorzugen islamisches Scharia-Recht. Diese Gruppe hält auch politisch-religiös motivierte Gewalt für legitim. Bei muslimischen Schülerinnen und Schülern steigt die Rate auf 29,2 Prozent, bei den Studierenden sind es – unter Einbeziehung von antisemitischen oder antichristlichen Vorurteilen – 16,4 Prozent.“ [21]

Die wichtigsten islamistischen Gruppierungen der letzten Jahre in Deutschland

  • Die türkische Islamische Gemeinschaft Millî Görüş e.V. (IGMG) ist mit rund 26 500 Mitgliedern die größte islamistische Organisation in Deutschland. Der 1985 in Köln gegründete Verein steht islamistischen Parteien in der Türkei nahe, z.B. der Saadet Partisi (SP). Bundesweit unterhält die Vereinigung mehr als 300 Einrichtungen. Sie fördert laut Verfassungsschutz „die Entstehung und Ausbreitung islamistischer Milieus in Deutschland“. Insbesondere durch ihr umfassendes Beratungs- und Betreuungsprogramm, welches nicht nur von Mitgliedern der Mill Görüs in Anspruch genommen wird, versucht sie ihre Ideologie, die von dem türkischen Fundamentalisten Necmettin Erbakan stammt, zu verbreiten.
  • Extrem gewaltbereit sind die 200 Mitglieder der Islamisten-Partei Hizb ut-Tahrir (Partei der islamischen Befreiung). Die straff organisierte Gruppe strebt eine Vereinigung aller Moslems in einem Gottesstaat an. Ihr Hauptfeind ist Israel. 2003 wurde die Organisation in Deutschland verboten. Sie agiert aber immer noch. Insbesondere versucht sie unter muslimischen Studenten Anhänger zu gewinnen.
  • Die rund 800 Anhänger der im Dezember 2001 verbotenen radikal-islamischen Vereinigung Kalifatstaat von Metin Kaplan bekämpfen die freiheitlich-demokratische Grundordnung und streben die weltweite Herrschaft des Islam an. Ihr Führer, der selbsternannte "Kalif von Köln", forderte die Wiedereinführung der islamischen Rechtsordnung in der Türkei sowie die Islamisierung Deutschlands. Im Jahr 2000 wurde Metin Kaplan wegen einer (befolgten) Mordanweisung gegen einen Widersacher in Deutschland zu einer vierjährigen Haftstrafe verurteilt und am 12. Oktober 2004 nach langer Diskussion in die Türkei abgeschoben, wo er seitdem eine lebenslange Haftstrafe verbüßt.
  • Die 800 Mitglieder starke libanesische Hisbollah und die 300 Anhänger der palästinensischen Hamas sind gewaltbereit und unterstützen von Deutschland aus den Terror im Libanon und in Palästina.

Schweiz

In der Schweiz leben etwa 310.000 vorwiegend sunnitische Muslime (4,26 %), 40.000 von ihnen sind Schweizer Staatsbürger. 10 bis 15 Prozent von ihnen sind praktizierende Moslems.[22] Die Zahl der militanten Islamisten in der Schweiz wird von Experten auf 3000 geschätzt.[23]

Einer der bekanntesten Islamisten der Schweiz war der Konvertit Ahmed Huber.

Im Juni 2007 verurteilte das Bundesgericht die gebürtige Marokkanerin, belgische Staatsbürgerin und Islamistin Malika El Aroud, die auch Witwe des Ahmad Schah Massoudmörders, Dahmane Abd el-Sattar ist und ihren zweiten Ehemann Moez Garsallaoui wegen Terrorpropaganda im Internet. Die aus der schweizerischen Gemeinde Düdingen betriebene Internetseite, verbreite Informationen über den Bau von Bomben und Hinrichtungsvideos. [24]

Großbritannien

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Bei einer Gesamtbevölkerung von 60  Millionen Einwohnern leben in Großbritannien ca. 1,6 Millionen Muslime. Ballungsgebiete sind vor allem Bradford, Oldham, Burnley, Birmingham, und vor allem die Hauptstadt London. Zusammen mit einer großen Zahl anderer nicht-muslimischer Einwanderer stellen solche Ballungsgebiete extrem problematische soziale Brennpunkte dar. Unter anderem kamen alle Attentäter des 7. Juli (Terroranschläge am 7. Juli 2005 in London) aus Bradford und waren britische Staatsbürger.

Das gesellschaftliche Klima hat sich in den vergangenen Monaten stark verändert. Die Behörden in Großbritannien praktizieren traditionell große Toleranz in Fragen der Freiheit der Meinungsäußerung, allerdings verschärft sich der Ton, zum Beispiel indem die Regierung Universitäten nun offiziell auffordert, muslimische Studenten „aufmerksam zu beobachten“.

Einzelne britische Moscheen sind seit längerem Treffpunkt für den Austausch unter gleichgesinnten Islamisten. So empfiehlt beispielsweise der Londoner Imam Omar Bakri, Anführer der radikalen Sekte Al Muhajiroum, als einzige Form der Auseinandersetzung mit nichtmuslimischen Gesellschaften weiterhin den Dschihad. Lange Zeit durfte auch der an der Nord-Finsbury-Park-Moschee predigende Scheich Abu Hamza al-Masri etlichen später als Terroristen und Al-Kaida-Kader entlarvten Islamisten Anweisungen für ihre Missionen geben, bevor er auf Druck der Vereinigten Staaten festgenommen wurde. Einer Meldung der britischen Presse vom August 2007 zufolge sympathisieren etwa 20 Prozent der britischen Muslime, so Haras Rafiq, ein Berater des britischen Premiers Gordon Brown, mit militanten Islamisten und bis zu 9 Prozent sogar mit Selbstmordattentätern. Beim derzeitigen Bevölkerungsanteil von 1,6 Millionen Muslimen wären dies immerhin 144.000 den Terrorismus unterstützende Personen.[25]

Seit kurzem werden daher Stimmen laut, die von „Eurabien“ oder „Londonistan“ sprechen und London nicht nur als europäische, sondern auch als muslimische Kulturhauptstadt beschreiben.[26] Eine wichtige Intention junger äußerlich ihrer britischen Heimat angepasster Anhänger dieser islamistischen Theologie ist das Gefühl, für die Erschaffung eines revolutionären Staates zu kämpfen, der am Ende der ganzen Welt die Gerechtigkeit des Islam bringen wird.[27]

Frankreich

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In Frankreich leben annähernd sechs Millionen Muslime, die überwiegend aus Nordafrika stammen. Die große Mehrheit verhält sich friedlich verhält und lehnt radikal-islamistische Ideen ab. Der französische Verfassungsschutz glaubt jedoch, dass in sozial explosiven Ballungsgebieten wie im Großraum Paris radikale Moslems auf dem Vormarsch sind. Besonders gefährdet seien „aus dem Gleichgewicht geratene Jugendliche“, die leicht von Extremisten radikalisiert werden könnten.

Ende 2005 bekam die Diskussion um den islamischen Fundamentalismus durch die Unruhen in Frankreich eine neue Brisanz. Das Problem der Ungleichbehandlung von schwarzen Franzosen, viele nicht immer muslimischer Herkunft, mischt dort mit ein.

Italien

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Italien und der Vatikan gehören nach Ansicht der Geheimdienste seit langem zu den Hauptzielen islamistischer Terroristen. In Italien leben mindestens 800.000 Muslime. Dem aus Libyen stammenden italienischen Journalisten Fahrid Adli zufolge besuchen etwa fünf Prozent davon regelmäßig Moscheen; nur ein Bruchteil dieser Gruppe sei zu religiös motivierter Gewalt bereit.

Ex-Innenminister Enzo Bianco berichtete Anfang 2004, dass bereits 1997, 2000 und 2001 muslimische Gruppen ausgehoben worden seien, die in Verbindung mit islamischen Terroristen gestanden hätten. Seit den Madrid-Attentaten vom März 2004 und der Ermordung von zwei italienischen Geiseln im September 2004 im Irak ist ein wachsendes Misstrauen der Bevölkerung gegen die moslemische Minderheit spürbar. Angesichts dieser Entwicklung hat sich Staatspräsident Carlo Azeglio Ciampi besorgt über das antiislamische Klima in Italien geäußert. Innenminister Giuseppe Pisanu hat zum Dialog mit den Moslems Italiens aufgerufen.

Spanien

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Von den etwa drei Millionen Ausländern in Spanien sind knapp 15 Prozent Marokkaner, weitere fünf Prozent stammen aus Algerien, Tunesien und anderen muslimischen Ländern des Maghreb. Nach den Terroranschlägen vom 11. März 2004 gab es eine Reihe von Festnahmen, wobei eine terrorverdächtige Gruppe ausgehoben wurde, die möglicherweise einen Anschlag auf Richter Baltasar Garzón verüben wollte. Ende 2004 wurde bekanntgegeben, dass sich mehr als 100 radikale Islamisten und Terrorverdächtige im Gefängnis befänden.

Untersuchungen haben gezeigt, dass gewaltbereite Islamisten ihre Anhänger unter kleinkriminellen Glaubensbrüdern rekrutieren. Europol-Direktor Mariano Simancas kritisierte, dass die Haftanstalten hoffnungslos überfüllt seien, was er als einen „Nährboden des Extremismus“ bezeichnete. In Spaniens Haftanstalten befinden sich etwa 6.000 Nordafrikaner, zumeist aus Marokko und Algerien.

Wichtige Denker des Politischen Islam in der Geschichte

Frühe Vordenker

Das 20.Jahrhundert

Gruppen und Organisationen

Deutschland

Ausland und International

Nationale gemäßigte Bewegungen

Nationale militante Bewegungen

Internationale militante Bewegungen

Siehe auch

Literatur

Politischer Islam, Islamismus allgemein

  • Muriel Asseburg (Hrsg.): Moderate Islamisten als Reformakteure - Rahmenbedingungen und programmatischer Wandel. SWP, Berlin 2007 (PDF); Neuausgabe unter dem Titel Moderate Islamisten als Reformakteure? Bpb, Bonn 2008, ISBN 978-3-89331-883-4
  • Abteilung Verfassungsschutz der Senatsverwaltung für Inneres und Sport Berlin (Hrsg.): Islamismus - Diskussion eines vielschichtigen Phänomens. Berlin 2005
  • Michael Bröning & Holger Weiss (Hrsg.): Politischer Islam in Westafrika. Eine Bestandsaufnahme. Lit, Berlin/Münster 2006, ISBN 3-8258-9349-9
  • Dan Diner: Versiegelte Zeit. Über den Stillstand in der islamischen Welt. Propyläen, Berlin 2005, ISBN 3-54907-244-9
  • Mohammed Djassemi: Die Grundzüge der islamischen Ideologie. In: Politische Studien. Sonderheft Naher Osten, München 1980; erweiterter Reprint: Der Islamische Fundamentalismus. Grundzüge der islamischen Ideologie im Iran. Djassemi, Tinnum 2004, ISBN 3-938104-03-1
  • Gisbert Jörg Gemein & Hartmut Redmer: Islamischer Fundamentalismus. Aschendorff Verlag, Münster 2005, ISBN 3-40206-556-8
  • Julia Gerlach: Zwischen Pop und Dschihad. Muslimische Jugendliche in Deutschland. Links, Berlin 2006, ISBN 978-3-86153-404-4
  • Johannes Grundmann: Islamische Internationalisten. Strukturen und Aktivitäten der Muslimbruderschaft und der islamischen Weltliga. Reichert, Wiesbaden 2005, ISBN 3-895-00447-2
  • Gilles Kepel: Le prophète et pharaon. 1984
    • Der Prophet und der Pharao. Das Beispiel Ägypten: Die Entwicklung des muslimischen Extremismus. Piper, München/Zürich 1995, ISBN 3-492-03786-0
  • ders.: Jihad. 2000
    • Das Schwarzbuch des Dschihad. Aufstieg und Niedergang des Islamismus. Piper, München/Zürich 2002, ISBN 3-492-04432-8
  • ders.: Fitna. 2004
    • Die neuen Kreuzzüge. Die arabische Welt und die Zukunft des Westens. Piper, München/Zürich 2004, ISBN 3-492-04643-6
  • Bernard Lewis: The Emergence of Modern Turkey. London, Oxford University Press, 1961
  • ders.: The Political Language of Islam. University of Chicago, 1988
    • Die politische Sprache des Islam. Rotbuch-Verlag, Berlin 1991, ISBN 3-88022-769-1; Hamburg: Europäische Verlags-Anstalt, Hamburg 2002, ISBN 3-43446-103-5
  • ders.: The Crises of Islam. Modern Library, 2003
    • Die Wut der arabischen Welt. Warum der Jahrhunderte lange Konflikt zwischen dem Islam und dem Westen weiter eskaliert. Frankfurt/Main, New York, Campus-Verlag, 2003, ISBN 3-593-37343-2
  • Albrecht Metzger: Islamismus. Europäische Verlagsanstalt, Hamburg 2005, ISBN 3-43446-238-4
  • Beverley Milton-Edwards: Islamic fundamentalism since 1945. Routledge, London 2005, ISBN 0-415-30172-6
  • Johannes Reissner: Vom Umgang mit Islam und Muslimen. Deutsches Institut für Internationale Politik und Sicherheit, Berlin 2002 (PDF)
  • Martin Riesebrodt: Die Rückkehr der Religionen. Fundamentalismus und der „Kampf der Kulturen“. Beck, München 2000, ISBN 3-40645-928-5
  • Olivier Roy: L’Echec de l’Islam politique. Seuil, Paris 1992
    • The Failure of Political Islam. Harvard University Press, Cambridge (Mass.) 1994, ISBN 0-674-29141-7
  • Bobby S. Sayyid: A Fundamental Fear: Eurocentrism and the Emergence of Islamism. Überarbeitete Auflage. Zed Books, 2003, ISBN 1-84277-196-5
  • Bernhard Schmid: Algerien - Frontstaat im globalen Krieg? Neoliberalismus, soziale Bewegungen und islamistische Ideologie in einem nordafrikanischen Land. Unrast, Münster 2005, ISBN 3-89771-019-6
  • Thomas Schmidinger & Dunja Larise (Hrsg.): Zwischen Gottesstaat und Demokratie. Handbuch des politischen Islam. Zsolnay, Wien 2008, ISBN 3552060839
  • Bassam Tibi: Die Krise des modernen Islam. Eine vorindustrielle Kultur im wissenschaftlich-technischen Zeitalter. Beck, München 1981, ISBN 3-406-06028-5; erweiterte Ausgabe: Suhrkamp, Frankfurt 2001, ISBN 3-518-28489-4
  • ders.: Der religiöse Fundamentalismus im Übergang zum 21. Jahrhundert. BI-Taschenbuchverlag, Mannheim [u.a.] 1995, ISBN 341110501-1
  • Isabelle Werenfels: Vom Umgang mit den Islamisten im Maghreb. Zwischen Einbindung und Unterdrückung. SWP, Berlin 2005 (PDF)

Militanter Islamismus und Terrorbedrohung

  • Paul Berman: Terror And Liberalism. W. W. Norton & Company, New York 2003 - ISBN 0-393-05775-5
  • Bertelsmann Stiftung (Hrsg.): Violence, Extremism and Transformation. Verlag der Bertelsmann Stiftung, Gütersloh 2006, ISBN 3-89204-921-1 (einleitender Aufsatz als PDF; 2 MB)
  • Henryk M. Broder: Hurra, wir kapitulieren. Von der Politik des Einknickens. wjs, Berlin 2006, ISBN 3-937989-20-X
  • Babette Bonn: Märtyrer und kein Ende? Der religiöse Hintergrund der islamischen Selbstmordattentäter. Literareon, München 2003, ISBN 3-83161-100-9
  • Robert Dreyfuss: Devil’s Game: How the United States Helped Unleash Fundamentalist Islam. Henry Holt/Metropolitan Books, 2005, ISBN 0-80507-652-2
  • Mark A. Gabriel: Islam und Terrorismus. Was der Koran wirklich über Christentum, Gewalt und die Ziele des Djihad lehrt. Resch, Gräfelfing 2004, ISBN 3-935197-39-X
  • Graue Wölfe, Islam und türkischer Staat. Hintergründe, Geldgeber und Ziele rechter und islamischer Gruppen unter Migranten und Migrantinnen in der BRD. Versuch einer Darstellung. GNN-Verlag, Köln 1994, ISBN 3-926922-27-3
  • Matthias Küntzel: Djihad und Judenhass. Über den neuen antijüdischen Krieg. Ca Ira, Freiburg 2002, ISBN 3-92462-707-X
  • Bernard Lewis: The Assassins. A Radical Sect in Islam. Weidenfeld & Nicolson, 1967
    • Die Assassinen. Zur Tradition des religiösen Mordes im radikalen Islam. Eichborn , Frankfurt 1989, ISBN 3-8218-4059-5; Piper, München/Zürich 1993, ISBN 3-492-11572-1
  • Souad Mekhennet, Claudia Sautter, Michael Hanfeld: Die Kinder des Dschihad. Die neue Generation des islamistischen Terrors in Europa. Piper, München/Zürich 2006, ISBN 978-3-492-04933-7
  • Bahman Nirumand (Hrsg.): Im Namen Allahs. Islamische Gruppen und der Fundamentalismus in der BRD. Dreisam-Verlag, Köln 1990, ISBN 3-89452-307-7
  • Hans-Peter Raddatz: Von Allah zum Terror? Der Djihad und die Deformierung des Westens. 2. Auflage. Herbig, München 2002, ISBN 3-77662-289-X
  • ders.: Allah und die Juden. Die islamische Renaissance des Antisemitismus. wjs, Berlin 2007, ISBN 978-3937989266
  • Alice Schwarzer (Hrsg.): Die Gotteskrieger und die falsche Toleranz. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2004, ISBN 3-462-03105-8
  • Elmar Theveßen: Terroralarm. Deutschland und die islamistische Bedrohung. Rowohlt Berlin, Berlin 2005, ISBN 3-87134-548-2
  • Bassam Tibi: Fundamentalismus im Islam. Eine Gefahr für den Weltfrieden? Primus-Verlag, Darmstadt 2000, ISBN 3-8967-8163-4; 3. ergänzte Auflage: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2002
  • Udo Ulfkotte: Der Krieg in unseren Städten. Wie radikale Islamisten Deutschland unterwandern. Eichborn, Frankfurt 2003, ISBN 3-8218-3978-3

Weblinks

Kommentare, Essays, Berichte, Kritiken, Interviews

Dossiers, Themenschwerpunkte, Specials

Allgemeiner religioeser und islamischer Fundamentalismus

Islamismus nach Ländern

Antisemitismus, Antijudaismus

Einzelnachweise

  1. Olivier Roy: The Failure of Political Islam. I. B. Tauris & Co. Ltd., London 1999, ISBN 1850438803, S. 2
  2. Für eine detailliertere Diskussion des Einflusses des Fundamentalismus auf den politischen Islam siehe bsw. Olivier Roy: The Failure of Political Islam. I. B. Tauris & Co. Ltd., London 1999, ISBN 1850438803, S. 1-27
  3. Tilman Nagel: Islam oder Islamismus? Probleme einer Grenzziehung. In: Hans Zehetmair: Der Islam. Im Spannungsfeld von Konflikt und Dialog. VS, Wiesbaden 2005, ISBN 3-531-14797-8
  4. Gilles Kepel: Das Schwarzbuch des Jihad. Aufstieg und Niedergang des Islamismus. Piper, München/Zürich 2002, ISBN 3-492-04432-8
  5. Richard P. Mitchell: The Society of the Muslim Brothers. Oxford University Press, 1993, ISBN 0195084373
  6. Gilles Kepel: Das Schwarzbuch des Jihad. Aufstieg und Niedergang des Islamismus. Piper, München/Zürich 2002, ISBN 3-492-04432-8
  7. Gilles Kepel: Das Schwarzbuch des Jihad. Aufstieg und Niedergang des Islamismus. Piper, München/Zürich 2002, ISBN 3-492-04432-8, S. 257–64
  8. Spiegel Online: Interview mit Leon de Winter: „Manchmal haben wir nur die Wahl zwischen Desaster und Katastrophe“. 1. August 2005 (geführt von Henryk M. Broder)
  9. „Islam ist ein umfassendes System, das sich mit allen Aspekten des Lebens beschäftigt. Es ist Staat und Vaterland, oder Regierung und Nation. Es ist Führung und Macht oder Mitgefühl und Gerechtigkeit. Es ist Kultur und Gesetz, oder Wissen und Jurisprudenz. Es ist Baustoff und Reichtum, oder Gewinn und Erfolg. Es ist Jihad und Ruf, oder Armee und Anlass. Und schließlich ist es der wahre Glauben und korrekte Hingabe.“
  10. a b c d Azzam S. Tamimi: Rachid Ghannouchi. A Democrat Within Islamism. Oxford University Press, New York 2001, ISBN 0195140001, S. 173-181
  11. Joyce M. Davis: Interview with Rachid al-Ghannouchi. In: Between Jihad and Salaam: Profiles in Islam. Palgrave MacMillan, 1997, ISBN 0312217811, S. 182
  12. a b Joyce M. Davis: Interview with Rachid al-Ghannouchi. In: Between Jihad and Salaam: Profiles in Islam. Palgrave MacMillan, 1997, ISBN 0312217811, S. 183
  13. Joyce M. Davis: Interview with Rachid al-Ghannouchi. In: Between Jihad and Salaam: Profiles in Islam. Palgrave MacMillan, 1997, ISBN 0312217811, S. 183-199
  14. Gilles Kepel: Das Schwarzbuch des Jihad. Aufstieg und Niedergang des Islamismus. Piper, München/Zürich 2002, ISBN 3-492-04432-8
  15. Olivier Roy: The Failure of Political Islam. I. B. Tauris & Co. Ltd., London 1999, ISBN 1850438803, S. 32-3
  16. Olivier Roy: The Failure of Political Islam. I. B. Tauris & Co. Ltd., London 1999, ISBN 1850438803, S. 24
  17. Olivier Roy: The Failure of Political Islam. I. B. Tauris & Co. Ltd., London 1999, ISBN 1850438803, S. 38
  18. Vgl. Olivier Roy: The Failure of Political Islam. I. B. Tauris & Co. Ltd., London 1999, ISBN 1850438803, S. 15
  19. BBC News: Profile: Saudi political opposition. 10. Februar 2005
  20. Bundesamt für Verfassungsschutz: Zahlen und Fakten zum Islamismus
  21. Die Welt: Aussteigerprogramme: Wie radikale Islamisten bekehrt werden können. 3. September 2008
  22. Büro für Demokratie, Menschenrechte und Arbeitsfragen im US-Außenministerium: Bericht über internationale Religionsfreiheit 2007 – Schweiz
  23. 3sat: In wie vielen Moscheen wird Hass gepredigt? 14. Juli 2006
  24. Coordination Intercommunautaire Contre l’Antisémitisme et la Diffamation: Malika condamnée pour soutien au terrorisme. 22. Juni 2007
  25. Daily Mail: One in 11 British Muslims backs suicide bombers, says Brown aide. 2. August 2007
  26. The Guardian: Newspapers warn of threat to America from „Londonistan“. 12. Juli 2005
  27. Neue Zürcher Zeitung: Appell an Glaubensbrüder: Setzt dem Terror ein Ende! 5. Juli 2007

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