Amenemhet-I.-Pyramide
Name der Pyramide in Hieroglyphen
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n
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st st st xa
a
O24
Sut-cha-Amenemhet
Swt-ḫˁ-Jmn m ḥ3.t
Die Stätten des Erscheinens von Amenemhet
Ort (Pyramide) der Erscheinung des
Amenemhet (=Amun ist an der Spitze“)
(mit Determinativ für Pyramide)
Die Pyramide Amenemhets I.
Grundriss des Pyramidenbezirks

Pharao Amenemhet I., der Begründer der 12. Dynastie, verlegte seine Hauptstadt nach Norden und nannte sie Itj-taui (Der die beiden Länder ergreift). Hauptgrund für die Verlegung an die Nahtstelle der beiden Länder war sicher die Kontrolle über die bis dato bestehenden starken Gaufürstentümer.

Seine Pyramide errichtete der König in unmittelbarer Nähe zur neuen Hauptstadt, auf halbem Weg zwischen Dahschur und Meidum auf einem Hügel. Mit einer Seitenlänge von 84 Metern und einer Neigung von 54° 27' besaß sie eine Höhe von 55 Metern und trug den Namen Die Stätten des Erscheinens von Amenemhet.

Inhaltsverzeichnis

Die Pyramide

Amenemhet I. knüpfte mit seiner Pyramide wieder an die Form der Bauwerke des späten Alten Reiches an. Der Pyramidenkern wurde mit Kalksteinblöcken hergerichtet, die man aus der Umgebung herholte. Dabei machte der König auch nicht vor Steinraub an der Cheops-Pyramide und der Chephren-Pyramide halt, wie man an den Reliefs der Blöcke erkennen kann. Ob diese Wiederverwendung von Steinen wegen der „spirituellen Kraft“ in ihnen erfolgt ist, mag dahin gestellt sein. Das Kalksteingerippe der Pyramide wurde mit losem Sand, Lehmziegeln und Geröll verfüllt und erhielt den obligatorischen Kalksteinmantel.

Die Substruktur

Wie üblich liegt der Eingang zur Pyramide zentral auf der Nordseite in Bodenhöhe. Über dem Eingang befand sich eine Kapelle mit einer Scheintür aus Rosengranit. Vom Eingang aus führt eine abwärts führende schräge Passage zum Zentrum der Pyramide und mündet in einem Vorraum. Die Passage war mit Granitblöcken versperrt. Im Vorraum befindet sich ein senkrechter Schacht in die Tiefe, der im Grundwasser endet. Die dort befindliche Grabkammer ist somit überflutet und bisher nicht begehbar.

Der Pyramidenbezirk

Die Pyramide war umgeben von zwei Mauern. Die innere Mauer aus Kalkstein umfasste das Bauwerk selbst und den im Osten davor liegenden Totentempel. Dieser lag auf einer Terrasse, die man in den Hügel geschlagen hatte, auf dem die Pyramide stand. Vielleicht hat der Terrassentempel des Mentuhotep II. in Deir el-Bahari hier als Vorbild gedient. Der Tempel selbst ist völlig zerstört, man fand nur Gründungsdepots, eine Scheintür und einen Altar aus Granit. Der Altar zeigt Figuren, die als Abgesandte der ägyptischen Gaue (dem König?) Opfer bringen. Der Aufweg vom Taltempel zum Totentempel war nicht überdacht und bestand ebenfalls aus reich dekoriertem Kalksteinmauerwerk. Die Reliefs ahmen bewusst den Stil des Alten Reiches nach und sind von diesen kaum zu unterscheiden. Der Taltempel liegt unter Wasser und ist daher noch nicht dokumentiert worden.

Die äußere Umfassungsmauer aus Lehmziegeln schloss neben der Pyramide und dem Totentempel einige Mastabas sowie 22 Schachtgräber ein, in denen Familienmitglieder und Höflinge beigesetzt wurden. Es fand sich eine Opfertafel mit dem Namen der „Königsmutter“ Nofret und die Mastabas des Wesirs Antefiqer, des Schatzmeisters Rehuerdjersen und des Obervermögensverwalters Nacht. In dem Mastababezirk des Sesostris neben der Pyramide fand sich ein Schachtgrab mit der unberührten Bestattung der Senebtisi, die noch reichen Schmuck enthielt. Das Grab datiert ans Ende der 12. Dynastie.

Siehe auch

Literatur

Weblinks

 Commons: Amenemhet-I.-Pyramide – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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