Jagdgeschwader 73

Jagdgeschwader 73
Jagdgeschwader 73 (JG 73)
Verbandswappen JG73-640x427.jpg
Internes Verbandsabzeichen (Wappen)
Aufstellung 1. Dezember 1959, neuaufgestellt am 31. Mai 1993
Land Flag of Germany.svg Deutschland
Streitkräfte Bundeswehr
Teilstreitkraft Bundeswehr Logo Luftwaffe with lettering.svg Luftwaffe
Stärke ca. 1000 Soldaten und 250 Zivilangestellte
Unterstellung Wappen Kdo 2 LwDiv.jpg 2. Luftwaffendivision
Standort Fliegerhorst Laage
Führung
Kommodore Oberst Markus Krammel
Luftfahrzeuge
Kampfflugzeug/
-hubschrauber
Eurofighter
Fliegerhorst Laage (Deutschland)
Fliegerhorst Laage
Fliegerhorst Laage
Lage Fliegerhorst Laage
Koordinaten: N53° 55′ 05″ E12° 16′ 42″

Das Jagdgeschwader 73 „Steinhoff“ (JG 73) ist eines von drei Jagdgeschwadern der deutschen Luftwaffe. Es erhielt als erstes Geschwader der Bundeswehr 2004 den Eurofighter als neues Flugzeugmuster und ist für die Schulung der deutschen und österreichischen Flugzeugführer auf diesem Muster verantwortlich. Stationiert ist das JG 73 auf dem Fliegerhorst Laage südlich von Rostock.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das Jagdgeschwader 73 wurde am 1. Dezember 1959 auf dem Fliegerhorst Oldenburg aufgestellt und mit dem Flugzeugmuster Canadair CL-13B Sabre Mk 6 ausgerüstet. 1961 wurde der Verband auf den Fliegerhorst Pferdsfeld in Rheinland-Pfalz verlegt, zum 1. Oktober 1964 erfolgte die Umgliederung und Umbenennung des JG 73 in Jagdbombergeschwader 42 und die Umrüstung auf das Kampfflugzeug Fiat G.91. 1967 erfolgte die Umbenennung in Leichtes Kampfgeschwader 42 und 1975 mit der Einführung der F-4F in Jagdbombergeschwader 35.[1]

Das heutige Jagdgeschwader 73 in Laage ging aus der Zusammenlegung des Jagdbombergeschwader 35 aus Pferdsfeld und dem Erprobungsgeschwader MiG-29, dem Nachfolger des Jagdfliegergeschwader 3 „Wladimir Komarow“ der NVA in Preschen (Brandenburg), hervor.

Eine Besonderheit stellte die 1. Staffel mit ihren als einzige Kampfjets von der NVA übernommenen 24 MiG-29 "Fulcrum" dar. Ursprünglich waren sie beim JG-3 auf dem Flugplatz Preschen in der Lausitz stationiert. Dieses wurde 1991 in Erprobungsgeschwader MiG 29 und am 31. Mai 1993 in Jagdgeschwader 73 umbenannt und zum 1. Oktober 1994 nach Laage verlegt.

Die deutschen MiG-29 waren bis zur NATO-Osterweiterung die einzigen Kampfflugzeuge des ehemaligen Warschauer Pakt in der NATO und in Manövern mit den Bündnispartnern beliebte „Gegner“ zu Übungszwecken. Zu diesem Zweck verlegten sie mehrmals u.a. bis in die USA, insbes. auf die Nellis AFB bei Las Vegas. Mit Einführung des Eurofighter-Flugbetriebs wurden insgesamt 22 MiG 29 an die polnischen Luftstreitkräfte abgegeben. Eine Maschine war 1996 abgestürzt, eine andere wurde an das Luftwaffenmuseum der Bundeswehr in Berlin-Gatow übergeben.

Die 2. Staffel flog bis zur Außerdienststellung im April 2002 die vom Jagdbombergeschwader 35 übernommenen McDonnell Douglas F-4F Phantom II, die 1997 von Pferdsfeld nach Laage verlegt wurden. In Laage wurde das Jagdgeschwader 73 am 18. September 1997 mit der Verleihung des Traditionsnames „Steinhoff“ noch einmal offiziell in Dienst gestellt. Namensgeber war der frühere Inspekteur der Luftwaffe und General Johannes Steinhoff.[2]

Die letzten neun MiG-29 des Jagdgewaschwader 73 "Steinhoff" landeten am 4. August 2004 in Bydgoszcz, wo sie zunächst auf die Bedürfnisse der polnischen Luftwaffe umgerüstet und zum Teil generalüberholt wurden. Neuer Stützpunkt der Maschinen ist das 41. ELT in Malbork. Seit dem 30. April 2004 wird beim JG 73 "S" der Eurofighter geflogen.

Hauptauftrag des Verbandes ist die Ausbildung aller Eurofighter-Piloten der Luftwaffe. Außerdem werden im Rahmen eines Kooperationsvertrages mit der Republik Österreich die österreichischen Eurofighter-Piloten in Laage ausgebildet.

Zur Unterstützung der Eurofighter-Vermarktung bei der indischen Luftfahrtschau „AERO INDIA 2009“ wurden vom 4. bis zum 16. Februar 2009 drei Eurofighter des Geschwaders unterstützt durch ein Tankflugzeug vom Typ Airbus A310 MRTT und 70 Soldaten zum Luftwaffenstützpunkt Yelahanka bei Bangalore verlegt. Einen Zwischenstopp gab es auf dem Flughafen Riad in Saudi-Arabien.[3][4]

Genutzte Flugzeugmuster

Weitere Jagdgeschwader der Luftwaffe

Fotos

Einzelnachweise

  1. Jagdverbände der Luftwaffe in der Beständeübersicht des Bundesarchivs; eingesehen am 18. Dezember 2008
  2. http://www.luftwaffe.de/portal/a/luftwaffe/kcxml/04_Sj9SPykssy0xPLMnMz0vM0Y_QjzKLNzKIN_QPDAZJgjnuXs76kQjhoJRUfV-P_NxUfW_9AP2C3IhyR0dFRQDvR866/delta/base64xml/L3dJdyEvd0ZNQUFzQUMvNElVRS82XzIwXzFPUVA!
  3. http://www.flugrevue.de/de/militaer/streitkraft-operations/eurofighter-der-luftwaffe-treffen-zur-aero-india-in-bangalore-ein.7697.htm
  4. http://www.luftwaffe.de/portal/a/luftwaffe/kcxml/04_Sj9SPykssy0xPLMnMz0vM0Y_QjzKLNzKIN3JxcgVJgjnuXs76kQjhoJRUfV-P_NxUfW_9AP2C3IhyR0dFRQAsQLgW/delta/base64xml/L2dJQSEvUUt3QS80SVVFLzZfMjBfMkRCRQ!!?yw_contentURL=%2F01DB060000000001%2FW27PKKE3472INFODE%2Fcontent.jsp

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