Jakup Krasniqi

Jakup Krasniqi (* 1. Januar 1951 in Fatos, Gllogoc) ist ein kosovo-albanischer Politiker und seit 2008 Parlamentspräsident der Republik Kosovo. Im September 2010 übernahm er nach dem Rücktritt von Fatmir Sejdiu verfassungsgemäß vorübergehend die Amtsgeschäfte des kosovarischen Präsidenten, die er zunächst bis zum 22. Februar 2011, dem Tag der Wahl seines Nachfolgers Behgjet Pacolli ausübte, sowie erneut von dessen Rücktritt am 30. März 2011 bis zur Wahl von Atifete Jahjaga am 7. April 2011 ausübt.

Inhaltsverzeichnis

Lebenslauf

Krasniqi studierte zwischen 1972 und 1976 Geschichte an der philosophischen Fakultät der Universität Priština. Später war er in Gllogoc und Skënderaj Geschichtslehrer. In den Jahren 1981 bis 1991 befand sich Krasniqi in Zrenjanin und Novi Sad in serbischer Gefangenschaft.

Seit der Gründung des Kosovo war er aktives Mitglied im Vorstand der LDK in Gllogoc. Aktiv engagierte er sich beim Aufbau der Ushtria Çlirimtare e Kosovës und war während des Kosovokrieges deren Pressesprecher. 1999 nahm er als Mitglied der albanischen Delegation an den Verhandlungen zum Vertrag von Rambouillet in Frankreich teil.

Im selben Jahr wurde die Demokratische Partei des Kosovo (PDK) gegründet. Seither ist Krasniqi Mitglied und Generalsekretär dieser Partei. Bei den ersten freien Wahlen im Kosovo wurde Krasniqi Abgeordneter des Parlaments und Vorsitzender der PDK-Fraktion.

In der ersten Nachkriegsregierung wurde Krasniqi Minister für den Öffentlichen Dienst. Bei den Verhandlungen mit der serbischen Seite war er Mitglied der strategischen politischen Gruppe (Grupi politik strategjik). Bei den Parlamentswahlen im Kosovo 2007 wurde die PDK Wahlsieger. Am 9. Januar 2008 wählte ihn das neue Parlament des Kosovo zu seinem Präsidenten.

Persönliches

Er ist verheiratet und hat drei Töchter und einen Sohn.

Literatur

  • Kosova në kontekst historik. Dukagjini, Pejë 2005, ISBN 9951-05-106-5.
  • Kthesa e Madhe. Ushtria Çlirimtare e Kosovës. Trajtesë. Buzuku, Prishtinë 2006, ISBN 9951-08-059-6.
  • Një luftë ndryshe për Kosovën. Buzuku, Prishtinë 2007, ISBN 978-995-108092-7.
  • Pavarësia si kompromis. Buzuku, Prishtinë 2010, ISBN 978-9951-08-116-6 (formal falsche ISBN).

Weblinks


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