Amina Gusner

Amina Gusner (* 26. April 1965 in Moskau) ist eine deutsche Schauspielerin, Regisseurin und Autorin. Einem breiten TV-Publikum wurde sie bekannt in der Serie Wie erziehe ich meine Eltern?.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Amina Gusner, die ältere Tochter der Filmregisseurin Iris Gusner, absolvierte ihre Schauspielausbildung an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin. Seit 1985 ist sie als Schauspielerin im Film und Fernsehen sowie als Regisseurin und Autorin verschiedener Theaterproduktionen tätig. Sie spielte unter anderem in verschiedenen Fernsehserien wie Praxis Bülowbogen, Gisbert von Hape Kerkeling und Eva Blond. Bekannt wurde sie in der 26-teiligen Kinderserie „Wie erziehe ich meine Eltern?“, in der sie neben Heinrich Schafmeister (als Nachbar Dr. Karl Wolkenfuß), Ursula Staack (Frau Asta Engel-Butz) und ihrer Filmtochter Sina Tkotsch (Johanna „Johnny“ Freytag) die Zahnärztin "Dr. Edwina Freytag" darstellte. Diese Rolle spielte sie als resolute, aber fürsorgliche Mutter, die sich mit Nachbar Karl im Doppelhaus streitet, wieder verträgt und elterliche Laster pflegt, die ihrer Tochter und deren Kumpel Felix (Maximilian Seidel) auf die Nerven fallen.

Gusner spielte an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin, am Maxim-Gorki-Theater Berlin und arbeitete als Regisseurin häufig für das Berliner Theater unterm Dach. Ihre Inszenierung „Mütter und Männer“ für das Staatstheater Kassel wurde 2003 zu den Hessischen Theatertagen eingeladen und erhielt den Preis der „Jungen Experten“. 2004 inszenierte sie ebenfalls in Kassel „Orestie Fragment“. Für die Neue Bühne Senftenberg realisierte sie 2005 Schillers Die Räuber. Am Hans-Otto-Theater in Potsdam brachte sie in der Spielzeit 2005/06 Ibsens Hedda Gabler heraus. Außerdem führte sie Regie bei einem Kurzfilm und den Dokumentarfilmen … ich geb mir ja Mühe! und So sieht es aus. Der damalige Volksbühne-Schauspieler Peter René Lüdicke und Schauspielerin Katja Riemann gehörten zu ihren Stammspielern. Dieses Team wurde ergänzt durch ihre Schwester, die Kostümbildnerin Inken Gusner und den Bühnenbildner Johannes Zacher, mit denen Amina Gusner ebenfalls seit Jahren zusammenarbeitet. Mit anderen Künstlern gründete sie 2001 die Künstlergruppe „allein-im-hausflur.de“, die sich der Gestaltung und Vermarktung von Kunst verschreibt und Hörstücke, Videos und szenische Collagen produziert.

2008 inszenierte Amina Gusner das Stück Drei Schwestern, frei nach Anton Tschechow. Als Schwesternensemble sind auf der Bühne des Theaters am Kurfürstendamm in Berlin Katja Riemann, Jasmin Tabatabai und Nicolette Krebitz zu sehen.

Seit der Spielzeit 2008/2009 ist sie Schauspieldirektorin der Theater & Philharmonie Thüringen GmbH, zu der neben den Bühnen der Stadt Gera auch das Landestheater Altenburg gehört.

Filmografie (Auswahl)

  • 1973: Die Taube auf dem Dach
  • 1984: Kaskade rückwärts
  • 1988: Ich liebe dich – April! April!
  • 1990: Daniel
  • 1993: Sommerliebe (TV)
  • 1994–1995: Sonntags geöffnet (TV-Serie)
  • 1995: Flirt
  • 1996: Tatort, Folge: Wer nicht schweigt, muß sterben (TV-Reihe)
  • 1996: Kurklinik Rosenau, Folge: Supermann fliegt wieder (TV-Serie)
  • 1998: Hallo, Onkel Doc, Folge: Glück im Unglück (TV-Serie)
  • 1998: Kidnapping Mom & Dad (TV)
  • 1999: Gestern ist nie vorbei (TV)
  • 1999: Gisbert, Folge: Therapie (TV-Serie)
  • 2000: St. Angela, Folge: Hochzeit mit Zwischenfällen (TV-Serie)
  • 2000: Großstadtrevier, Folge: Nach langer Zeit (TV-Serie)
  • 2000: Max & Lisa, Folge: Die Party (TV-Serie)
  • 2000: Neues vom Bülowbogen (TV)
  • 2001: Eva Blond (TV)
  • 2002–2004: Wie erziehe ich meine Eltern? (TV-Serie)
  • 2003: Ein starkes Team, Folge: Kollege Mörder (TV-Serie)
  • 2006: Familie Dr. Kleist, Folge: Klassentreffen (TV-Serie)
  • 2008: Polizeiruf 110, Folge: Keiner schreit! (TV-Reihe)

Theaterauftritte (Auswahl)

  • „Drei Schwestern“ von Anton Tschechow (Theater am Kurfürstendamm Berlin, 2008)
  • „Die Katze auf dem heißen Blechdach“ von Tennessee Williams (Bühnen der Stadt Gera / Altenburg, 2008)
  • „Anna Karenina“ von Leo Tolstoi (Stadttheater Fürth, 2008)
  • „Sex Stadt Beziehungen“ (Maxim Gorki Theater Berlin, 2007)
  • „Szenen einer Ehe“ von Ingmar Bergman (Komödie am Kurfürstendamm Berlin, 2007)
  • „Hedda Gabler“ von Henrik Ibsen (Hans-Otto-Theater Potsdam, 2006)
  • „Die Räuber“ von Friedrich Schiller (Neue Bühne Senftenberg, 2005)
  • „Und Heimat – Eine Oper“ (Theater unterm Dach Berlin, 2004)
  • „Orestie Fragment“ (Staatstheater Kassel, 2004)
  • „Mütter und Männer“ (Staatstheater Kassel, 2003)

Weblinks


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