Amit

Meir Amit (hebräisch ‏מאיר עמית‎, * 17. März 1921 in Tiberias) war von 1963 bis 1968 Direktor des israelischen Geheimdienstes Mossad.


Leben und Wirken

Bereits 1936 trat Amit in die Haganah ein. Seine schulische Ausbildung beendete er mit dem Besuch eines Gymnasiums in Tel Aviv. Von 1939 bis 1952 gehörte er dem Kibbuz „Alonmi“ an. Ende der 1950er Jahre studierte Amit an der Columbus University in New York Betriebswirtschaft.

Seine militärische Laufbahn umfasste von 1940 bis zum Beginn der 1950er Jahre mehrere Offiziers- und Kommandeursposten. 1948 nahm er am Israelischer Unabhängigkeitskrieg teil. Nach seiner Rückkehr aus den USA wurde er 1954 Chef des Aman, des militärischen Aufklärungsdienstes Israels. Diesen Posten hatte er bis 1963 immer wieder inne, obwohl er zwischenzeitig mehrfach auf hohe Kommandeursposten der Feldarmee wechselte. 1955 hatte Amit der Kommando über den südlichen Militärbezirks und 1958 bis 1962 das des nördlichen inne.

1963 trat Meir Amit die Nachfolge von Isser Harel an der Spitze des Mossad an. Anfangs gab es erheblichen Widerstand aus den Reihen des Dienstes gegen den neuen Chef. Amit hatte zuvor die Amtsführung Harels kritisiert. Er wurde von zahlreichen Mossad-Mitarbeitern für den Sturz seines Vorgängers verantwortlich gemacht und nicht akzeptierten.

Nachdem Amit sich aber durchgesetzt hatte, gelangen dem Mossad mehrere erfolgreiche Operationen, darunter der Einsatz des Top-Spions Eli Cohen in Syrien und der Diebstahl einer MiG-21 der irakischen Luftwaffe 1966, eines der damals leistungsfähigen Kampfflugzeuge der Welt. Der Mossad-Chef legte besonderen Wert auf den Ausbau eines umfassenden Agenten- und Informantennetzes in der arabischen Welt und auf enge Verbindungen zur amerikanischen CIA. Die unter Meir Amit ausgeführten Aufklärungsoperationen leisteten einen erheblichen Beitrag zum israelischen Erfolg im Sechstagekrieg 1967. Auch die Entführung von Patrouillenbooten, die in Frankreich für Israel gebaut worden waren, aber nicht ausgeliefert wurden, geht auf den Befehl Amits zurück, wurde aber erst 1969 ausgeführt. 1968 trat Zvi Zamir seine Nachfolge als Mossad-Chef an.

Auch nach seinem Ausscheiden als Direktor des Mossad fungierte Meir Amit als Sicherheits- und Geheimdienstberater der israelischen Regierung. Von 1968 bis 1977 leitete er „Koor“, einen der Histadrut angegliederten Rüstungskonzern. Meir Amit war einer der Gründer der Partei „Dash“, die sich 1978 als Schinui neu formierte. Von 1977 bis 1981 gehörte er der Regierung unter Menachem Begin als Verkehrs- und Kommunikationsminister an. Während dieser Zeit war er auch Abgeordneter in der Knesset und in dieser Funktion Mitglied des Außen- und Verteidigungsausschusses.




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