Jerrishoe
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Jerrishoe
Jerrishoe
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Jerrishoe hervorgehoben
54.6588888888899.373611111111120
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Schleswig-Flensburg
Amt: Eggebek
Höhe: 20 m ü. NN
Fläche: 16 km²
Einwohner:

989 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 62 Einwohner je km²
Postleitzahl: 24963
Vorwahl: 04638
Kfz-Kennzeichen: SL
Gemeindeschlüssel: 01 0 59 131
Adresse der Amtsverwaltung: Hauptstraße 2
24852 Eggebek
Webpräsenz: www.amt-eggebek.de
Bürgermeisterin: Heike Schmidt (AWGJ)
Lage der Gemeinde Jerrishoe im Kreis Schleswig-Flensburg
Karte

Jerrishoe (dänisch: Jerrishøj) ist eine amtsangehörige Gemeinde im Kreis Schleswig-Flensburg in Schleswig-Holstein. Jerrishoefeld liegt im Gemeindegebiet.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

In den ausgedehnten Eichenwäldern der Region wurde über Jahrhunderte Eisen aus Raseneisenerz gewonnen, was noch heute an Schlackehaufen und Resten von Schmelzöfen abzulesen ist. Der Ortsname setzt sich aus den dänischen Worten jern (Eisen), ris (Busch) und høj (Hünengrab) zusammen.

Der Ort Jerrishoe wurde 1196 erstmals erwähnt.

Der Münzfund von Jerrishoe

Der Münzfund in Jerrishoe ereignete sich Ende des 19. oder Anfang des 20. Jahrhunderts. Das genaue Jahr ist nicht mehr eindeutig zu bestimmen. Der Fund wurde vom Bauhandwerker Ertzinger, dem Arbeiter Hermann Clausen und dem Arbeiter Bormann gemacht, als sie in der Jerrishoer Hölzung damit beschäftigt waren, einen Graben auszuheben. Eine starke Eiche stand in der Fluchtlinie und musste gerodet werden. Unter dem Wurzelbereich dicht am Stamm, in einer Tiefe von 1 ½ bis 2 Metern, fand sich nun ein ganzer Haufen von Silbermünzen, im ganzen 55 Stück. Der Besitzer des Grundstück nahm die Münzen an sich und verkaufte sie bis aus 4 Stück an den Kaufmann Wittmack in Bad Oldesloe. Zum Anfang des 2. Weltkrieges waren die Münzen immer noch im Besitz von Kaufmann Wittmack, danach gibt es leider keine Aufzeichnungen vom Verbleib der Münzen. 4 Münzen befanden sich noch in den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts im Besitz von Albersten in Jerrishoe.

Politik

Von den elf Sitzen in der Gemeindevertretung hat nach der Kommunalwahl 2003 die CDU sieben, die Wählergemeinschaft AWGJ und die SPD je zwei. Im Oktober 2006 traten aus Unzufriedenheit mit der Arbeit der großen Koalitionen in Kiel und Berlin sechs Gemeindevertreter der CDU – darunter auch der Bürgermeister – zur AWGJ über. Seitdem ist die AWGJ mit acht, die SPD mit zwei und die CDU nur noch mit einem Sitz vertreten.

Wappen

Blasonierung: „Von Blau und Gold schräglinks geteilt. Oben ein linksgewendeter silberner Amboss, unten ein aus vier Blättern und einem Fruchtstand bestehender grüner Eichenzweig.“[2]

Der Amboss im Wappen steht für die Frühere Bedeutung der Eisengewinnung und Verarbeitung für den Ort. Der Eichenzweig vertritt den Wald und die ursprüngliche Landschaftsbeschaffenheit des Gemeindegebietes. Blau und gelb sind die Farben des Herzogtums Schleswig.

Wirtschaft

Die Gemeinde ist überwiegend landwirtschaftlich geprägt, wobei die Milchviehhaltung der wichtigste Erwerbszweig ist. Im Ortskern überwiegt jedoch die Wohnbebauung.

Quellen

  1. Statistikamt Nord: Bevölkerung in Schleswig-Holstein am 31. Dezember 2010 nach Kreisen, Ämtern, amtsfreien Gemeinden und Städten (PDF-Datei; 500 kB) (Hilfe dazu)
  2. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein

Weblinks

 Commons: Jerrishoe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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