Amoklauf von Urfahr
Bezirksgericht Urfahr-Umgebung
Denkmal für die Opfer des Amoklaufs[1]

Beim Amoklauf von Urfahr tötete 1995 der Pensionist Rudolf K. (* 1932) nach einem gescheiterten Prozess am Bezirksgericht Urfahr-Umgebung in Oberösterreich seinen freigesprochenen Kontrahenten, zwei Richter, einen Verteidiger und eine Zeugin. Zwei weitere Menschen wurden schwer verletzt.

K. fiel bereits 1987 auf, als er seine damalige Ehefrau krankenhausreif schlug. Die Polizei fand auf seinem Dachboden vier Gewehre und eine Pistole sowie mehrere hundert Schuss Munition. Er gab an, Mitglied eines Schützenclubs werden zu wollen. Die Kripo beschlagnahmte die Waffen.

Nach einem Streit, bei dem es um den Bau einer Garage ging, verklagte K. seinen Nachbarn wegen Ehrenbeleidigung. Am 10. März 1995 wurde der Fall im Verhandlungssaal 209 am Bezirksgericht in Urfahr verhandelt, wobei der Angeklagte um 15:13 Uhr freigesprochen wurde. K. zog daraufhin eine Pistole und erschoss den beklagten Nachbarn Ludwig Sch., den Richter Eugen K. und den Verteidiger Alfred E. Danach stürmte er auf den Gang und schoss wild um sich, wobei die Zeugin Heidemarie Sch. und der Jugendrichter Erwin S. getötet wurden. Anschließend flüchtete der Täter aus dem Gebäude. Nach einer Alarmfahndung wurde K. gegen 18.30 Uhr im Haus eines Bekannten in Neulichtenberg tot aufgefunden. Der 63-jährige hatte sich selbst erschossen.[2]

Einzelnachweise

  1. Linz Kultur – Denkmäler Angesehen am 6. November 2010
  2. OÖN – 6 Tote bei Amoklauf in Bezirksgericht – vor 15 Jahren Angesehen am 6. November 2010

Weblinks


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