Amselfall

Der Amselfall ist ein Wasserfall in der Sächsischen Schweiz, etwa einen Kilometer nördlich der Bastei gelegen.

An der mit rund 10 m Höhe größten Gefällestufe des hier klammartig verengten Amselgrundes bildet der Grünbach einen breiten Wasserschleier, der sich über das Amselloch, eine Einsturzhöhle, ergießt. Die Decke dieser 15 m langen Höhle wird von Sandsteinblöcken gebildet, die von den Wänden herabgestürzt sind. In der Schlucht und in der Höhle deuten Strudeltöpfe und Auskolkungen auf die Schmelzwässer, die in älteren Eiszeiten der Elbe zustürzten.

Der ursprünglich fast ganz durch die Höhle (Ersterwähnung: 1548) fließende Bach ist im 19. Jahrhundert über die Höhlendecke zur Absturzstelle geleitet worden. Der Wasserfall wurde zudem, ähnlich wie der Lichtenhainer Wasserfall, durch eine bedienbare kleine Wehrschütze für einen schwallartigen Abfluss hergerichtet, um die touristische Attraktivität zu erhöhen. In der unmittelbar am Wasserfall gelegenen Amselfallbaude mit Gasthaus ist die 1992 eröffnete Informationsstelle des Nationalparks Sächsische Schweiz angesiedelt. Sie ist von April bis Oktober in Betrieb, im Winter geschlossen.

Als einer der ersten Maler, die auf dem sogenannten „Malerweg“ die Schönheiten der Sächsischen Schweiz festhielten, malte Christian Gottlob Hammer den Amselfall.

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