20 Stunden-Wettfahrt

Die 20-Stunden-Wettfahrt ist eine von der Seglergemeinschaft am Müggelsee e. V. (SgaM) ausgerichtete Segelregatta, deren Besonderheit darin besteht, dass sie 20 Stunden dauert. Sie gehört damit zu den Langstrecken-Regatten der Binnensegler.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die erste 20-Stunden-Wettfahrt fand im Jahr 1950 auf dem Berliner Müggelsee statt. Sie findet traditionellerweise an einem Wochenende Ende Mai oder Anfang Juni statt. Wurde die 20-Stunden-Wettfahrt im Jahr 1950 mit 12 teilnehmenden Booten gestartet, waren im Jahr 1960 bereits 35 teilnehmende Boote zu verzeichnen, und im Jahr 1970 waren es 91. Der Höhepunkt war das Jahr 1980 mit 163 gemeldeten Booten. Seitdem nahm die Zahl der teilnehmende Boote wieder ab.

Die 58. Wettfahrt im Jahr 2008 wurde am Wochenende vom 24. auf den 25. Mai 2008 ausgetragen [1] .

Ziel und Regeln

Das Ziel der Wettfahrt besteht darin, in 20 Stunden eine möglichst große Zahl von Runden auf einem Dreieckskurs auf dem Müggelsee abzusegeln. Zur Teilnahme sind berechtigt Kajütsegelyachten, die so ausgerüstet sind, dass sie die zur Nachtzeit geforderten Positionslichter führen können. In den Anfangsjahren der 20-Stunden-Wettfahrt waren auch offene Jollen zugelassen. Die Besatzung jeder Yacht hat aus mindestens drei Personen zu bestehen, von denen mindestens zwei die erforderlichen Befähigungsnachweise besitzen. Die Wertung erfolgt nach Yardstick (YS) in den YS-Gruppen bis 107, 108 bis 113 und ab 114. Kommen mehr als drei Jollenkreuzer P, C, R, SR, oder B oder Kielyachten Jantar 21 an den Start, werden sie jeweils in einer eigenen Gruppe gewertet und nicht in der entsprechenden Yardstick-Gruppe.

Der Kurs ist ein Dreieckskurs auf dem Müggelsee, wobei von Jahr zu Jahr von der Regattaleitung festgelegt wird, ob mit oder gegen den Uhrzeigersinn gesegelt wird. Die Start- und Ziellinie ist vor der Steganlage der SGaM. Die Bahnmarken des Kurses sind nachts durch gelbe Blinkzeichen gekennzeichnet. Neben der Start- und Ziellinie in Höhe der Segelgemeinschaft am Müggelsee (SgaM) auf der nordwestlichen Seite des Müggelsees wird eine weitere Bahnmarke vor dem Strandbad Rahnsdorf sowie vor den Müggelsee-Terrassen (Rübezahl) auf der südlichen Seite des Müggelsees ausgelegt, sodass ein Dreieckskurs entsteht.

Seglerische Leistungen

Im Jahr 2006 wurde aufgrund hervorragender Windbedingungen der bislang von Horst Herrmann mit einem 20-er Jollenkreuzer aufgestellte Rundenrekord von 36 Runden überboten durch 39, von dem Trimaran „Wildepferde“ gesegelte Runden. Dabei ist die Zahl der jährlich gesegelten Runden nur bedingt vergleichbar, da die Wegmarken nie exakt an derselben Stelle ausgelegt werden.

Im Jahr 2008 nahm der Berliner Segler Herbert Both von der Wassersportgemeinschaft am Langen See e.V. (WLS) mit seinem SR-Jollenkreuzer „Sailer“ (Segelzeichen SR 357) erneut an der 20-Stunden-Wettfahrt teil. Dies war seine 40. Teilnahme in Folge.

Belege

  1. Berliner Morgenpost: Von der Regatta zum Hafenfest

Weblinks


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