Amt Hallenberg (Stadt Hallenberg)

Das Amt Hallenberg war ein Verwaltungsbezirk, den der preußische Staat im 19. Jahrhundert im Zusammenhang mit kommunalen Reformen einrichtete. Das Amt entstand 1868 durch den Beitritt der Stadt Hallenberg zum Amt Liesen und bestand unter dem neuen Namen bis zum Jahr 1975. In diesem Jahr wurde es zu großen Teilen in die vergrößerte Stadt Hallenberg überführt.

Geschichte

Als die Stadt Hallenberg 1838 aus der Bürgermeisterei Hallenberg ausschied, bildeten die übriggebliebenen Gemeinden das neue Amt Liesen nach einer der dort vertretenen Gemeinden. 1868 schloss sich Hallenberg wieder dem Amtsverband an, der jetzt in Amt Hallenberg umbenannt wurde.

Das Amt umfasste die Gemeinden Braunshausen, Hallenberg, Hesborn, Liesen und Züschen. Es gehörte zum damaligen Kreis Brilon.

Im Jahr 1864 hatte es 3446 Einwohner. Bis 1939 war diese Zahl auf 4306 gestiegen. Durch den Flüchtlingsstrom nach 1945 wuchs ihre Zahl bis 1950 auf 5973. Elf Jahre später (1961) war die Einwohnerzahl wieder bis auf 5853 gesunken. Fünf Jahre später hatte das Amt Hallenberg im Jahr 1966 bei einer Fläche von 88,06 km² eine Einwohnerzahl von 6299 Menschen. 1961 arbeiteten hier 2930 Erwerbspersonen, von denen 36,5% in Land- und Forstwirtschaft, 41,5% im produzierenden Gewerbe, und der Rest in sonstigen Berufen beschäftigt war. 1961 bekannten sich 5150 als Katholiken und 690 als evangelische Christen.

Das Amt bestand bis zum Jahr 1975 und besaß kein eigenes Wappen. In diesem Jahr wurde das Amt aufgelöst und seine Gemeinden in die vergrößerte Stadt Hallenberg überführt. Nur Züschen kam zu Winterberg.

Literatur

  • Eduard Belke, Alfred Bruns, Helmut Müller: Kommunale Wappen des Herzogtums Westfalen. Kurkölnisches Sauerland. Strobel, Arnsberg 1986, ISBN 3-87793-017-4, S. 55, 202.
  • Statistische Rundschau für den Landkreis Brilon. Herausgegeben vom Statistischen Landesamt Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf 1967, ZDB-ID 539480-6.

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