Amt Hückeswagen
Gerichtssiegel des Amtes Hückeswagen aus dem Jahr 1779 zeigt unter den Initialen des Landesherrn Carl Theodor den Bergischen Löwen

Das Amt Hückeswagen war eine Verwaltungseinheit in der 1380 zum Herzogtum erhobenen Grafschaft Berg.

Es bestand aus der Freiheit (ein geschlossener aber nicht befestigter Ortskern) Hückeswagen und dem gleichnamigen Kirchspiel mit vier Honnschaften. Die Freiheit hatte als geschlossene Örtlichkeit rechtlich bis 1807 Bestand, sie entstand ursprünglich aus der Berghauser Honnschaft, von der sie sich herauslöste.

In einer Urkunde vom 6. September 1363 wird das Amt Bornefeld beschrieben. Dieses ist in die Bereiche A und B unterteilt. Unter B wird alleine das Kirchspiel Hückeswagen erwähnt. Das Kirchspiel Hückeswagen wurde um die Zeit trotz des relativ kleinen Territoriums zu einem eigenen Amt ernannt. Auch wird 1363 ein eigenes Hückeswagener Gericht in den Urkunden erwähnt. Bis ins 15. Jahrhundert wurde in Urkunden die Unterscheidung zwischen den Begriffen Kirchspiel, Amt oder Freiheit nicht immer genau genommen.

1555 erfolgte die administrative Vereinigung der Ämter Bornefeld und Hückeswagen. In einer Tabelle zur Einwohnerstatistik aus dem Jahr 1708 wird das Amt Hückeswagen gesondert vom Amt Bornefeld aufgeführt, auch wird die Freiheit Hückeswagen aufgeführt.

Wilhelm Sebastian Mühlheim wird von 1721 bis 1754 als Kurfürstlicher Richter im Amt Bornefeld-Hückeswagen genannt. Sein Amtssitz befand sich im Schloss Hückeswagen. Es folgten ihm als Richter seine beiden Söhne Johann Adam Sebastian Mühlheim, 1732-1774 und Wilhelm Constantin Mühlheim, 1775-1786. Darauf folgten Franz Joseph Thour, 1786-1793 und Karl Maubach, 1793-1812.

Literatur

Nicolaus J. Breidenbach: Das Gericht in Wermelskirchen, Hückeswagen und Remscheid von 1639 bis 1812. Texte und Berichte aus den Gerichtsprotokollen und Amtsakten von Bornefeld-Hückeswagen, Verlag Gisela Breidenbach, Wermelskirchen 2005, ISBN 3-980-2801-5-2


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