Amt Partenstein

Das Amt Partenstein war ein historischer Verwaltungsbezirk.

Geschichte

Das Amt gehörte zunächst zu Grafschaft Rieneck. Von dieser wurde es 1277 zur Hälfte an die Herren von Hanau vererbt. Die andere Hälfte fiel an das Erzbistum Mainz. Beide Hälften wurden zusammen als Kondominium regiert. 1684 erfolgte ein Gebietstausch zwischen der Grafschaft Hanau und dem Erzbistum: Der Hanauer Anteil am Amt Partenstein wurde gegen die mainzer Hälfte des ebenfalls gemeinschaftlichen Amtes Bieber an das Erzbistum abgetreten.

Das Amt Partenstein gelangte in Folge der Säkularisation des Erzbistums 1803 an das Fürstentums Aschaffenburg, gehörte anschließend mit diesem zum Großherzogtum Frankfurt und fiel 1814 an das Königreich Bayern.

Bestandteile

Zum Amt Partenstein zählten:

Literatur

  • Dommerich: Urkundliche Geschichte der allmählichen Vergrößerung der Grafschaft Hanau von der Mitte des 13. Jahrhunderts bis zum Aussterben des Hauses 1736. In: Mitteilungen des Hanauer Bezirksvereins für hessische Geschichte 1/2 (1860), S. 114f, 128, 195.
  • Regenerus Engelhard: Erdbeschreibung der Hessischen Lande Casselischen Antheiles mit Anmerkungen aus der Geschichte und aus Urkunden erläutert. Teil 2, Cassel 1778, ND 2004, S. 791.
  • Franziska Haase: Ulrich I., Herr von Hanau 1281-1306. Nasch. Diss. Münster 1924, S. 11, 19.

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