Amt Senftenberg
Das Amt Senftenberg (rechts oben) auf einer Karte von Franz Johann Joseph von Reilly um 1791

Das Amt Senftenberg war eine Verwaltungseinheit des 1806 in ein Königreich umgewandelten Kurfürstentums Sachsen und dessen Meißnischen Kreis angegliedert. Das Amtsgebiet lag ziemlich geschlossen überwiegend rechts der Schwarzen Elster und grenzte im Norden und Osten an das Markgraftum Niederlausitz, im Süden an das Markgraftum Oberlausitz und im Westen an das "alterbländische", kursächsische Amt Hayn (Großenhain).

Geschichte

Die Stadt und Herrschaft Senftenberg gehörten ursprünglich zum Markgraftum Niederlausitz. 1448 kauften die Wettiner durch Kurfürst Friedrich II. die Herrschaft und von da an gehörte das nun als eigenes Amt ausgebildete Territorium fast 370 Jahre zu Sachsen. Das Amt Senftenberg fiel im Ergebnis der Regelungen des Wiener Kongresses 1815 an Preußen. Dort wurden die Stadt und alle Amtsorte bei der Neueinteilung der Verwaltung dem Kreis Calau im Regierungsbezirk Frankfurt der Provinz Brandenburg zugeteilt.

Bestandteile

Auf Veranlassung des Kurfürsten wurde 1544 auch vom Amt Senftenberg ein Amtserbbuch erstellt, in dem alle Besitzungen, Einkünfte und Rechte, soweit diese vom Amtmann in Senftenberg verwaltet wurden, aufgezeichnet sind.

Zur Herrschaft gehörten neben der Stadt Senftenberg 29 weitere Orte: Brieske, Buchwalde, Bückgen, Dörrwalde, Großkoschen, Großräschen, Grünewalde, Hörlitz, Jüttendorf, Kleinkoschen, Kleinräschen, Klettwitz, Kostebrau mit dem Ortsteil Wischgrund, Lauta, Lieske, Meuro, Naundorf bei Ruhland, Rauno, Reppist, Rosendorf, Särchen, Saalhausen, Sauo, Scado, Schmogro, Sedlitz, Sorno, Woschkow und Zschornegosda sowie die südlich von Kostebrau gelegene Pommelheide.

Der Ort Zschipkau war eine Exklave, die zum Amt Hayn gehörte.

Literatur


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