Amtshauptmannschaft Dresden-Neustadt

Amtshauptmannschaft Dresden war der Name von Verwaltungsbezirken in Sachsen.

Königreich Sachsen 1895

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Amtshauptmannschaft Dresden wurde 1874 aus den Bezirken der Gerichtsämter Döhlen, Dresden, Moritzburg, Radeberg, Tharandt, Schönfeld und Wilsdruff gebildet. 1879 bis 1880 bestand in Döhlen eine amtshauptmannschaftliche Delegation. Von 1880 bis 1924 war die Amtshauptmannschaft in die Amtshauptmannschaften Dresden-Altstadt und Dresden-Neustadt geteilt. Die Stadt Dresden selbst war "exemt" und nicht Bestandteil der Amtshauptmannschaft.

Nach Eingemeindung zahlreicher Gemeinden in die Stadt Dresden in der ersten Hälfte der 1920er Jahre verringerte sich der Gebietsumfang beider Amtshauptmannschaften deutlich, weshalb man sie wieder zusammenlegte.

Die Amtshauptmannschaft Dresden gehörte zur übergeordneten Kreishauptmannschaft Dresden und grenzte im Norden an die Amtshauptmannschaft Großenhain, im Osten an die Amtshauptmannschaft Pirna, im Süden an die Amtshauptmannschaft Dippoldiswalde und im Westen an die Amtshauptmannschaft Meißen. Sie erhielt 1939 die reichseinheitliche Bezeichnung Landkreis. 1952 erfolgte die Neugliederung des Landkreises Dresden in der DDR-Kreisreform. Es entstanden der kleinere Stadtkreis Dresden und der neue Kreis Dresden-Land. Nördliche Teile kamen zum neuen Kreis Freital.

Geographie

Stand: 1910

Amtshauptmannschaft Dresden-Altstadt

  • Fläche: 235 km²
  • Wohnbevölkerung: 115.000 Einwohner

Zur Amtshauptmannschaft Dresden-Altstadt zählten die links der Elbe gelegenen Orte bis zur Grenze der Amtshauptmannschaft Dippoldiswalde.

Amtshauptmannschaft Dresden-Neustadt

  • Fläche: 343 km²
  • Wohnbevölkerung: 124.000 Einwohner

Zur Amtshauptmannschaft Dresden-Neustadt gehörten die rechts der Elbe gelegenen Orte sowie die linkselbischen Ortschaften Blasewitz, Groß- und Kleindobritz, Gruna, Laubegast, Leuben, Seidnitz, Striesen und Tolkewitz.

Siehe auch

Weblinks


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