Amtsvenn
Im niederländischen Teil des Amtsvenns.
Amtsvenn

Das Amtsvenn ist ein Moorgebiet (niederdeutsch: Venn) im nordwestlichen Münsterland, direkt an der niederländischen Grenze. Es liegt zwischen den Orten Epe, Alstätte und Graes. Der äußerste Norden liegt in den Niederlanden, südlich von Enschede. Der niederländische Name ist Aamsveen.

Das Amtsvenn ist knapp 9 km² groß und besteht aus vier Teilen, entsprechend den anliegenden Orten: Alstätter Venn, Eper Venn, Graeser Venn sowie dem Aamsveen. Erschlossen wurde das Amtsvenn erst im Jahr 1929, als die Landstraße von Epe nach Alstätte gebaut wurde.

Bis zum Anfang der 1970er Jahren haben die Bauern der anliegenden Orte im Amtsvenn Torf gestochen, viele wassergefüllte Torfstiche zeigen dies noch heute. Im Zentrum wurde bis 1982 industriell Torf abgebaut, so dass nur noch wenige Hochmoorflächen erhalten sind.

Der Kern des Amtsvenns steht seit 1983 unter Naturschutz. Die alten, kleineren Naturschutzgebiete, das NSG Amtsvenn (133 ha) und das NSG Hündfelder Moor (184 ha) wurden erweitert und 2004 unter dem Namen "Amtsvenn-Hündfelder Moor" zusammengefasst. Das neue Naturschutzgebiet umfasst 893 ha.

Der Ostteil des Amtsvenn bildet unter dem Namen "Eper-Graeser Venn" ein zweites Naturschutzgebiet mit 289 ha. Im Graeser Venn betreibt die Biologische Station Zwillbrock die Schäferei Moorhof.

Im Amtsvenn finden sich noch viele Pflanzen und Tiere, die für das Moor typisch sind. Dazu gehören zum Beispiel Knäkente, Krickente, Schwarzkehlchen, Blaukehlchen, Tüpfelsumpfhuhn und der Ziegenmelker.

Feuer 2011

Am 3. Juni 2011 brach morgens beiderseits der Grenze ein etwa 200 ha großer Flächenbrand im Amtsvenn aus. Bis zu 580 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren bei den Löscharbeiten im Einsatz.[1][2]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Spiegel-Online:Moorlandschaft Amtsvenn: Feuer verwüstet Naturschutzgebiet (3. Juni 2011)
  2. Westfälische Nachrichten:Kampf gegen Feuer geht weiter - Glutnester im Boden (6. Juni 2011)
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