An-Numan

an-Numan war der Begründer der ismailitischen Rechtsschule unter den Fatimiden.

Abu Hanifa an-Numan ibn Muhammad at-Tamimi / ‏أبو حنيفة النعمان بن محمد التميمي‎ / Abū Ḥanīfa an-Nuʿmān b. Muḥammad at-Tamīmī war der Sohn eines maliktischen Rechtsgelehrten aus Sousse in Ifriqiya, der aber zur Ismailia der Fatimiden übertrat. Eine Karriere begann an-Numan noch unter Abdallah al-Mahdi (regierte von 910 bis 934) bei dem er als Sammler und Kopist von Büchern beschäftigt war. Unter Ismail al-Mansur (regierte von 946 bis 953) wurde er zunächst zum Qadi in Tripolis und nach der Niederschlagung des Abu Yazid-Aufstandes zum Oberrichter in Ifriqiya und zum Chef der fatimidischen Mission ernannt. In dieser Funktion wurde er auch von al-Muizz (regierte von 953 bis 975) bestätigt.

An-Numan begann eine umfangreiche schriftstellerische Tätigkeit. So verfasste er eine Sammlung von Aussprüchen der Imame zum schiitischen Recht (al-Idah „Die Säulen des Islam“). Dieses sollte bald zum maßgebenden Werk für das ismailitische Recht werden. Danach war gab es für die Ismailiten folgende sieben Pflichten: die Anerkennung des wahren Imams, die kultische Reinheit, das Ritualgebet, die Almosensteuer, das Ramadan-Fasten, die Pilgerfahrt nach Mekka und den Einsatz im Dschihad.

Durch diese und andere Schriften begründete an-Numan die ismailitische Rechtsschule die neben den vier sunnitischen und der zwölferschiitischen Rechtsschule zu den sechs bedeutendsten Rechtstraditionen des Islam gehört.

Literatur

  • Heinz Halm: Das Reich des Mahdi. C.H. Beck München, 1991 ISBN 3406354971

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