An der Saale hellem Strande

An der Saale hellem Strande ist ein deutsches Volkslied, das 1826 von Franz Kugler auf der Rudelsburg verfasst wurde. Kugler verwendete dafür die Melodie (op. 27 Nr. 1) von Friedrich Ernst Fesca, die dieser 1822 ursprünglich zu dem Text Heute scheid ich, morgen wander ich geschrieben hatte.[1]

Bezug genommen wird hier neben der Rudelsburg selbst vor allem auf die Gegend um Halle (Saale), so ist eine der in der ersten Strophe erwähnten Burgen die Burg Giebichenstein, eine andere die Moritzburg.

Gedenktafel auf der Rudelsburg

Inhaltsverzeichnis

Liedtext

An der Saale hellem Strande
stehen Burgen stolz und kühn
Ihre Dächer sind zerfallen,
und der Wind streicht durch die Hallen,
Wolken ziehen d´rüber hin.

Zwar die Ritter sind verschwunden,
Nimmer klingen Speer und Schild;
Doch dem Wandersmann erscheinen
In den altbemoosten Steinen
Oft Gestalten zart und mild.

Droben winken schöne Augen,
Freundlich lacht manch roter Mund,
Wand'rer schaut wohl in die Ferne,
Schaut in holder Augen Sterne,
Herz ist heiter und gesund

Und der Wand´rer zieht von dannen
Denn die Trennungsstunde ruft
Und er singet Abschiedslieder
Lebewohl tönt ihm hernieder
Tücher wehen in der Luft.

Variationen

Unter Studenten verbreitet ist auch folgende Strophe.

Und der Wandrer muß von dannen
von den Brüdern fortgebannt
und er singet Abschiedslieder
zieht zur Heimat, kehrt nicht wieder
an des Rheines kühlen Strand.

Weiterhin gibt es auch noch eine Textversion auf den Rhein: An des Rheines hellem Strande.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. http://www.volksliederarchiv.de/text581.html

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