An die Grenze
Filmdaten
Originaltitel An die Grenze
Produktionsland Deutschland
Originalsprache deutsch
Erscheinungsjahr 2007
Länge 106 Minuten
Altersfreigabe FSK 12[1]
Stab
Regie Urs Egger
Drehbuch Stefan Kolditz
Produktion Peter Hartwig, Christian Granderath
Musik Johannes Kobilke
Kamera Martin Kukula
Schnitt Andrea Mertens
Besetzung

An die Grenze ist ein Fernsehfilm der Colonia Media Filmproduktions GmbH für das ZDF unter der Regie von Urs Egger. Produktionsstart war am 10. Juli 2006, die deutsche Erstausstrahlung erfolgte am 7. September 2007 bei ARTE.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Mai 1974: Erzählt wird die Geschichte des 19-jährigen Alexander Karow, der seinen Wehrdienst bei der Nationalen Volksarmee antritt, um sich seinem allzu behütenden Vater, einem renommierten Chemieprofessor, zu entziehen, welcher bei den Behörden um eine Rückstellung seines Sohnes gebeten hatte. Karow wird mit seiner Zustimmung bei den Grenztruppen eingesetzt, wobei ihm eine Ausbildung in seinem Wunschberuf (Fotograf) in Aussicht gestellt wurde.

Die Konfrontation mit der Realität an der deutsch-deutschen Grenze mit Selbstschussanlagen und anderen Minen macht ihm schwer zu schaffen, und als „Bonzensöhnchen“ ist er ein besonders beliebtes Opfer bei den Schikanen mancher Kameraden. Besonders dem Gefreiten Kerner bereitet es Vergnügen, die Neulinge zu quälen. Alexanders Freundeskreis aber hält zusammen, und einer der Gefreiten, Gappa, stellt Alex unter seinen Schutz.

Die Frage, was passiert, wenn der Gegner, ein Grenzverletzer, im Visier der Kalaschnikow auftaucht, beschäftigt die Soldaten Tag und Nacht. Die Wache am Todesstreifen wird für Alexander zu einer immer größeren Belastung. Trost findet er in dem Mädchen Christine, die unweit der Grenze mit ihrer Familie lebt und mit der Alexander eine Liebesbeziehung beginnt. Widerstand dagegen regt sich jedoch in Christines Bruder, einem erklärten Gegner des Regimes. Alexander, der ein leidenschaftlicher Fotograf ist und von Christine eine Kamera geschenkt bekommt, nutzt diese einerseits für zahlreiche erotische Schnappschüsse seiner Liebsten, fotografiert jedoch auch die Grenzanlagen. Doch als Christines Bruder eines dieser Fotos entwendet und an den Westen schickt, gerät alles außer Kontrolle. Zu ihrer Sicherheit planen Christine und ihr Bruder eine Flucht in den Westen und Alexander ist nun hin und her gerissen.

Hintergrund

Kritiken

  • Die Fernsehzeitschrift Gong bezeichnete den An die Grenze als „stimmiges Ost-West-Drama“. Zudem sei der Film eine „aufwändig umgesetzte Geschichtsstunde, die die Zeit sehr plastisch einfängt, mit einem beeindruckend intensiv spielenden Jacob Matschenz“.
  • Der Fernsehsender ARTE nannte An die Grenze einen „beklemmenden Film über ein dunkles Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte“.
  • Das Lexikon des Internationalen Films urteilte: „Der gut gespielte, autobiografisch gefärbte Film beschreibt etwas schablonenartig, aber doch sehr intensiv und anschaulich die komplexen Situationen, die dem jungen Mann die Augen öffnen und ihm einen moralisch-ethischen Standpunkt abverlangen.“[2]

Auszeichnungen

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Freigabekarte der FSK
  2. Zeitschrift film-dienst und Katholische Filmkommission für Deutschland (Hrsg.), Horst Peter Koll und Hans Messias (Red.): Lexikon des internationalen Films - Filmjahr 2007. Schüren Verlag, Marburg 2008. ISBN 978-3-89472-624-9
  3. 44. Adolf-Grimme-Preis 2008, Begründung der Jury, abgerufen am 9. Juli 2010

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