Anabaptismus
Wahlspruch des Täufermärtyrers Balthasar Hubmaier

Täufer (polemisch: Wiedertäufer oder Anabaptisten) ist die Bezeichnung einer vielschichtigen christlichen reformatorischen Bewegung des 16. Jahrhunderts, die im ersten Viertel des 16. Jahrhunderts in Zürich ihren Anfang nahm, sich auf unterschiedlichen Wegen zunächst in der Schweiz und dann in Süddeutschland ausbreitete und innerhalb weniger Jahre trotz massiver staatlicher und kirchlicher Verfolgungen zu einem bedeutenden europaweiten Zweig der Reformation entwickelte. Als Gründerväter der Täuferbewegung gelten unter anderem die Schüler Zwinglis Konrad Grebel, Felix Manz und Jörg Blaurock. Ihnen ging die von Zwingli proklamierte Reform der Kirche nicht weit genug. Sie forderten die sofortige Herstellung einer staatsfreien evangelischen Kirche nach dem Vorbild des Neuen Testaments[1]. Nach täuferischer Sicht war die neutestamentliche Gemeinde jedoch nicht nur eine staatsfreie Kirche, sondern auch Gemeinschaft der Gläubigen. Deshalb verwarfen sie die Säuglingstaufe, für die es nach ihrem Verständnis keinen Beleg in den Schriften des Neuen Testaments gab. Sie tauften nur solche, die die Taufe persönlich begehrten und nahmen nur Menschen in ihre Gemeinden auf, die sich als Gläubige hatten taufen lassen.

Inhaltsverzeichnis

Zur Bezeichnung "Wiedertäufer"

Von außen besehen war das Verständnis und die Praxis der Taufe das hervorstechende Merkmal dieser radikal-reformatorischen Bewegung und führte zu ihrer Bezeichnung als Wiedertäufer. Aus dem Blickwinkel der Gegner tauften die Täufer Menschen, die als Säuglinge bereits getauft worden waren. Da aber für die Täufer die Säuglingstaufe als unbiblisch und demzufolge als ungültig anzusehen war, war die von ihnen vollzogene Taufe in ihren Augen keine Wieder-, sondern eine Ersttaufe. Die Täuferbewegung und ihre Erben lehnten deshalb von Anfang an die Bezeichnung Wiedertäufer ab. Ihre Selbstbezeichnung lautete unter anderem Gemeinde Gottes und Brüder in Christo.

Seit Anfang des 20. Jahrhunderts wird auch in der nichttäuferischen Literatur mehr und mehr auf die Bezeichnung Wiedertäufer verzichtet[2]. Im englischsprachigen Raum ist man bis heute bei der Bezeichnung "Anabaptists" (= Wiedertäufer) geblieben, um sprachlich zwischen den reformatorischen Täufern und den Angehörigen der später entstandenen baptistischen Kirchen (Baptists) unterscheiden zu können.

Geschichte

Faksimile der von Manz verfassten Schutzschrift (1524/25) an den Rat der Stadt Zürich

Die Bewegung der Täufer hat ihren Ursprung in Zürich und zwar als Abspaltung der von Zwingli dort eingeleiteten und durchgeführten Reformation. Im Zuge der 2. Zürcher Disputation im Herbst 1523 hatte der Rat der Stadt im Einvernehmen mit Zwingli beschlossen, den reformatorischen Maßnahmen erst ausführliche evangelische Predigten vorangehen zu lassen, um die Bevölkerung angemessen auf die bevorstehenden Wandlungen vorzubereiten. Einer Gruppe um Felix Manz und Konrad Grebel war dieser Reformationsprozess nicht durchgreifend genug. Sie forderte zunächst den Taufaufschub bis zur Mündigkeit bzw. Unterrichtsfähigkeit der Täuflinge und geriet darüber mit Zwingli und dem Rat der Stadt Zürich in Konflikt, erhielt aber in Teilen der Zürcher Bevölkerung starke Zustimmung. Der Rat der Stadt Zürich erließ daraufhin am 11. August 1524 einen Befehl, alle Kinder taufen zu lassen: "Eß söllent ouch angentz die, so ungetouffte kind habent, dieselbigen touffen lassen, und welcher dass nit tätte, der sol I march silber zuo buoß geben"[3]. Dieser Anordnung widersetzte sich der Kreis um Manz und Grebel. Ende 1524 setzte der Rat die sogenannten beiden Dienstagsgespäche an, bei denen Zürcher Leutpriester auf der einen und Vertreter der Täufer auf der anderen Seite in Anwesenheit von vier Ratsmitgliedern miteinander über die strittigen Fragen disputierten[4]. Am 17. Januar 1525 fand vor Vertretern des Rates, der Bürgerschaft und von Gelehrten die erste Täuferdisputation zwischen Zwingli und den Täufern Manz, Grebel und Wilhelm Reublin statt, bei der die Täufer nach Ansicht der Jury unterlagen. Der Rat der Stadt Zürich erließ deshalb am folgenden Tag ein sogenanntes Ratsmandat, in dem - in verschärfter Form - ein weiterer Taufzwang verordnet wurde. Am 21. Januar 1525 erhielten Grebel und Manz seitens des Rates ein Redeverbot[5].

Gründung der ersten Täufergemeinde

Grebel und Manz ignorierten das Verbot und versammelten ihre Anhänger nach wie vor zum gemeinsamen Bibelstudium. Am Abend des 21. Januar 1525 traf sich der Grebelsche Kreis im Haus der Mutter von Felix Manz. Nach einer längeren Gesprächs- und Gebetszeit gründete sich die erste Täufergemeinde. In der ältesten Chronik der hutterischen Brüder, dem Großen Geschicht-Buch, ist ein Bericht über den Verlauf dieser Zusammenkunft erhalten. Die Chronik berichtet, dass "die Angst begann und auf sie kam" und "dass ihre Herzen bedrängt wurden". Nach einem Gebet trat der ehemalige römisch-katholische Priester Jörg Blaurock aus dem Schweizer Kanton Graubünden vor Konrad Grebel und bat diesen, ihn zu taufen. Grebel kam dieser Bitte sofort nach. Danach taufte Blaurock auf deren Bitten hin auch die anderen des Kreises – unter ihnen auch Felix Manz. Diese Taufe gilt bis heute als der Gründungsakt der Täuferbewegung.

Weitere Entwicklungen

Die im Kreis um Grebel und Manz vollzogene Gläubigentaufe blieb nicht geheim. Die Repressionen seitens der Zürcher Stadtrates führten dazu, dass Grebel, Manz und Blaurock in das Zürcher Umland flohen. Ihr Sendungsbewusstsein wurde allerdings durch die Verfolgung gestärkt. Sie lehrten die täuferische Ekklesiologie im Zürcher Land und richteten das Zeichen der Taufe sowohl in St. Gallen als auch in der Ostschweiz auf. Auch auf Basel griff die täuferische Bewegung über. Wilhelm Reublin gewann den Wallfahrtspriester und glühenden Marienverehrer Balthasar Hubmaier aus Waldshut für die täuferischen Ideen. Hubmaier wiederum sorgte durch die Herausgabe zahlreicher Schriften für eine weite Verbreitung des radikal-reformatorischen Gedankenguts. Johann Groß, ein Schüler Hubmaiers, missionierte als täuferischer Sendbote in der Region um Bern. Reublin und Michael Sattler, der ebenfalls früh zur Täuferbewegung gestoßen war und später sich unter anderem als Verfasser der sogenannten Schleitheimer Artikel einen Namen machte, brachten das Täufertum nach Südwestdeutschland. Jörg Blaurock initiierte Gründungen von Täufergemeinden in Graubünden und Tirol.

Die Illustration von Jan Luyken im Märtyrerspiegel zeigt ein Täufergericht in Schwäbisch Gemünd (1529)

Neben dem missionarischen Sendungsbewusstsein der Täufer waren es vor allem die Verfolgungen und Vertreibungen, die der Bewegung ein rasches Wachstum bescherten. Bereits Anfang der 30er Jahre des 16. Jahrhunderts kamen die täuferischen Lehren nach Nordwestdeutschland. Der Schwäbisch Haller Kürschner Melchior Hofmann, ehemals lutherischer Sendbote im Baltikum und in Skandinavien, wurde zum Bindeglied zwischen der südwestdeutschen und niederländisch - nordwestdeutschen Täuferbewegung. Schon bald wurde den Täufern der Vorwurf gemacht, die Obrigkeit zu missachten und Aufruhr anzustiften. In der Folge erfuhren sie überall härteste Verfolgungen.

Auch in den protestantischen Territorien Südwestdeutschlands, so zum Beispiel in Württemberg und den angrenzenden Herrschaften, ließen sich Erwachsene taufen. Dort verzichtete die Obrigkeit auf allzu grausame Sanktionen. Die Täufer wurden in den vielen evangelischen Territorien geduldet, solange sie nicht öffentlich in Erscheinung traten. Bestand in den Augen der Obrigkeit Gefahr, dass sie die öffentliche Ordnung bedrohten, wurden sie in der Regel inhaftiert bzw. des Landes verwiesen. In den Niederlanden wurden viele Täufer auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Die reformierten Städte Zürich und Bern wendeten noch im 17. Jahrhundert die in den meisten Fällen mit dem Tod endende Galeerenstrafe an. 1538 wurden in den Verliesen der Burg Falkenstein im österreichischen Weinviertel zahlreiche, aus Mähren vertriebene Täufer inhaftiert. Die Frauen und Kinder wurden bald wieder freigelassen, während die Männer in Triest auf habsburgische Galeeren kamen.


Einen ausführlichen Überblick über die Geschichte des Täufertums bietet die Zeittafel zur Geschichte der Täufer

Verschiedene Täufergruppen

Ausbund – Gesangbuch der Schweizer Täufer (16. Jahrhundert)

Man kann das Täufertum insgesamt als "linken Flügel der Reformation"[6] verstehen. Anhänger der "großen" Reformatoren waren enttäuscht, dass die "Gemeinde des Neuen Testaments" durch die Reformation nicht wieder hergestellt und an der "Ehe von Thron und Altar", also der engen (politischen) Verbindung zwischen Kirche und Staat, festgehalten wurde.

In der Täuferforschung unterscheidet man folgende Täufergruppen:

Schweizer Brüder

Die Schweizer Brüder leiteten sich in direkter Linie von der ersten Zürcher Täufergemeinde her, breiteten sich in der Schweiz, am Oberrhein, im Kraichgau sowie in der Kurpfalz aus und vertraten besonders den Gedanken der "Absonderung von der Welt". Von den Täufern bzw. Mennoniten in der Schweiz und im Elsass spalteten sich 1693 die Amische ab. Die heute bestehenden Gemeinden sind in der Konferenz der Mennoniten der Schweiz (Alttäufer) zusammengeschlossen.

Süddeutsche Täufer

Die Süddeutschen Täufer bildeten in Schwaben, Bayern, Franken und Österreich ihre Gemeinden und waren eine außerordentlich missionarische Täufergruppe. Ihre Theologie war stark endzeitlich geprägt.

Hutterische Brüder

Die Hutterer lebten zunächst in Tirol und Mähren, durchzogen jedoch – bedingt durch Vertreibung und Verfolgung – halb Osteuropa. Urchristliche Gütergemeinschaft, strikte "Absonderung von der Welt", absolute Gewaltlosigkeit und eine enge Ethik kennzeichnen ihre Lehre und ihre Glaubenspraxis. Einer ihrer großen Lehrer im 16. Jahrhundert war Peter Rideman.

Mennoniten

Die Verbreitungsgebiete der Mennoniten waren zunächst die Niederlande, Ostfriesland und der Niederrhein; später gelangten sie nach Westpreußen und Russland. Man kann sie als "stille" und pazifistische Vertreter des Täufertums bezeichnen. Die Verweigerung des Kriegsdienstes und der Eidesleistung waren entscheidende Punkte ihres Programms. Damit distanzierten sie sich ausdrücklich von den münsterschen Täufern und knüpften an die Tradition der gewaltfreien Täufer (der sogenannten "Stäbler") an.

Münstersche Täufer

Eine Sonderrolle innerhalb der Täuferbewegung spielten die münsterschen Täufer. Sie gehörten zur niederdeutschen beziehungsweise niederländischen Bewegung der Melchioriten. Der Name leitet sich ab von Melchior Hofmann, der als indirekter theologischer Wegbereiter des münsterschen Täuferreichs gilt. Die apokalyptisch-chiliastische Botschaft seiner Schriften fiel bei einem Teil der Täufer auf fruchtbaren Boden. Deren sozialökonomische Lage sowie härteste Verfolgungen, die sie von allen Seiten zu erdulden hatten, öffneten sie für endzeitliche Anschauungen.

Schleitheimer Artikel – Grundsatzerklärung der verschiedenen Täufergruppen

Titelseite der Schleitheimer Artikel

Bekannt wurden die nach einer Täufersynode in Schleitheim von Michael Sattler verfassten "Schleitheimer Artikel" (Schleitheim, Kanton SchaffhausenSchweiz) von 1527, in denen die Lehre der Täufer programmatisch zusammengefasst wurde. Wichtigste Punkte in diesen Artikeln waren:

  • Ablehnung der Kindertaufe,
  • Ablehnung des Eides und der darausfolgenden sozialen Abhängigkeiten wie Kriegsdienst und Leibeigenschaft,
  • Aufruf zu einem Leben in Abgeschiedenheit von der "Welt",
  • Bildung einer Gemeinschaft der wahrhaft Gläubigen (in Ablehnung der Kirche als Staatsmacht).

Eine weitere Zusammenkunft der verschiedenen Täufergruppen fand außerdem im August desselben Jahres in Augsburg statt. Siehe dazu: Augsburger Märtyrersynode.

Verfolgungen der Täufer

Der Zweite Reichstag zu Speyer 1529 war zwar einerseits ein Meilenstein auf dem Weg zu neuzeitlicher Gewissensfreiheit. Die 19 evangelischen Reichsstände konnten ihre religiöse Gewissensfreiheit politisch durchsetzen. Auf der anderen Seite aber wurde ein Mandat verabschiedet, das die Todesstrafe gegen die Täufer reichsrechtlich verfügte. Während die lutherische Reformation einen starken Rückhalt bei den deutschen Fürsten verfügte, wurden die ebenfalls reformatorischen Täufer von keinem der Reichsstände vertreten. Das so genannte Wiedertäufermandat von Speyer schuf die gesetzliche Grundlage für eine großangelegte Verfolgung der täuferischen Bewegung; es hatte folgenden Inhalt:

  1. Wer wiedergetauft oder sich der Wiedertaufe unterzogen hat, ob Mann oder Frau, ist mit dem Tode zu bestrafen, ohne dass vorher noch ein geistliches Inquisitionsgericht tätig zu werden braucht.
  2. Wer sein Bekenntnis zu den Wiedertäufern widerruft und bereit ist, für seinen Irrtum zu sühnen, soll begnadigt werden. Er darf jedoch nicht Gelegenheit erhalten, sich durch Anweisung in ein anderes Territorium einer ständigen Aufsicht zu entziehen und eventuell rückfällig zu werden. Die Hartnäckigkeit, auf täuferischen Lehren zu beharren, soll mit dem Tode bestraft werden.
  3. Wer die Wiedertäufer anführt oder ihre Anweisungen vorantreibt, soll "keines wegs" also auch bei Widerruf nicht, begnadigt werden.
  4. Wer nach einem ersten Widerruf rückfällig geworden ist und abermals widerruft, soll nicht mehr begnadigt werden. Ihn trifft die volle Strafe.
  5. Wer die Taufe für seine neugeborenen Kinder verweigert, fällt ebenfalls unter die Strafe, die auf die Wiedertaufe steht.
  6. Wer von den Täufern in ein anderes Territorium entwichen ist, soll dort verfolgt und der Bestrafung zugeführt werden.
  7. Wer von den Amtspersonen nicht bereit ist, nach diesen Anordnungen streng zu verfahren, muss mit kaiserlicher Ungnade und schwerer Strafe rechnen.
  • Quelle: Wikibooks


Bedeutende Gestalten des Täufertums

Literatur

Gedruckte Quellensammlungen zur Geschichte der Täuferbewegung

  • Quellen zur Geschichte der Wiedertäufer (QGWT)
    • Bd. I (hg. Gustav Bossert): Herzogtum Württemberg, Leipzig 1930.
    • Bd. II (hg. Karl Schornbaum): Markgraftum Brandenburg (Bayern Abt. I), Leipzig 1934.

Die Reihe wurde fortgesetzt unter dem Titel

  • Quellen zur Geschichte der Täufer (QGT)
    • Bd. III (hg. Lydia Müller): Glaubenszeugnisse oberdeutscher Taufgesinnter I, Leipzig 1938.
    • Bd. IV (hg. Manfred Krebs): Baden und Pfalz, Gütersloh 1951, Reprint New York, London 1971.
    • Bd. V (hg. Karl Schornbaum): Reichsstädte: Regensburg, Kaufbeuren, Rothenburg, Nördlingen, Schweinfurt, Weissenburg (Bayern Abt. II), Gütersloh 1951, Reprint New York, London 1971.
    • Bd. VI: Hans Denck, Schriften
      • Teil 1 (hg. Georg Baring): Bibliographie, Gütersloh 1955.
      • Teil 2 (hg. Walter Fellmann): Religiöse Schriften, Gütersloh 1956.
      • Teil 3 (hg. Walter Fellmann): Exegetische Schriften, Gütersloh 1960.
    • Bd. VII (bearb. von Manfred Krebs, Hans-Georg Rott): Elsaß I, Straßburg 1522-1532, Gütersloh 1959.
    • Bd. VIII (bearb. von Manfred Krebs, Hans-Georg Rott): Elsaß II, Straßburg 1533-1535, Gütersloh 1960.
    • Bd. IX (hg. Gunnar Werstin, Torsten Bergsten): Balthasar Hubmaier. Schriften, Gütersloh 1962.
    • Bd. X (hg. Hans-Joachim Hillerbrand): Bibliographie zur Geschichte des Täufertums 1520-1630, Gütersloh 1962.
    • Bd. XI (bearb. von Grete Mecenseffy): Österreich I, (Gütersloh: Gerd Mohn, 1964).
    • Bd. XII (hg. Robert Friedmann): Glaubenszeugnisse oberdeutscher Taufgesinnter II, Gütersloh 1967.
    • Bd. XIII (bearb. von Grete Mecenseffy): Österreich II, (Gütersloh: Gerd Mohn, 1972).
    • Bd. XIV (bearb. von Grete Mecenseffy und Matthias Schmelzer): Österreich III, (Gütersloh: Gerd Mohn, 1983). ISBN 3-579-01676-8
    • Bd. XV (bearb. von Marc Lienhard, Stephen F. Nelson, Hans Georg Rott): Elsass III, Stadt Straßburg 1536 - 1542, Gütersloh 1986. ISBN 3-579-01678-4
    • Bd. XVI (bearb. von Marc Lienhard, Stephen F. Nelson, Hans Georg Rott): Elsass IV, Stadt Straßburg 1543 - 1552, samt Nachträgen und Verbesserungen zu Teil 1, 2 und 3, Gütersloh 1988. ISBN 3-579-01679-2
    • Bd. XVII (hg. Heinold Fast, Gottfried Seebass, Martin Rothkegel): Briefe und Schriften oberdeutscher Täufer 1527 - 1555. Das "Kunstbuch" des Jörg Probst Rotenfelder, gen. Maler (Burgerbibliothek Bern, Cod. 464), Gütersloh 2007. ISBN 3-579-01646-6 / ISBN 978-3-579-01646-7
    • Bd. XVIII (hg. Gottfried Seebaß): Katalog der hutterischen Handschriften und Drucke in Europa, (in Bearbeitung).
  • Quellen zur Geschichte der Täufer in der Schweiz (QGTS)
    • Bd. I (hg. Leonhard von Muralt, Walter Schmid): Zürich, Zürich 1952. 2. Aufl. Zürich 1974. ISBN 3290113426
    • Bd. II (hg. Heinold Fast): Ostschweiz, Zürich 1972. ISBN 3290113388
    • Bd. III (hg. Martin Haas): Aargau - Bern - Solothurn, Zürich 2008. ISBN 3290173194 bzw. ISBN 9783290173197
    • Bd. IV (hg. Martin Haas): Drei Täufergespräche, Zürich 1974. ISBN 3290113442

Studien

  • Urs B. Leu / Christian Scheidegger (Hrsg.): Die Zürcher Täufer 1527 - 1700, Zürich 2007, ISBN 978-3-290-17426-2
  • Myron S. Augsburger: Ich werde dich wiedersehen. Inmitten von stürmischen Zeiten riskiert Felix Manz sein Leben für eine freie Kirche, Seewis, CH 2003. ISBN 3-909131-09-3
  • Claus-Peter Clasen: Die Wiedertäufer im Herzogtum Württemberg und in benachbarten Herrschaften, Stuttgart 1965.
  • Richard van Dülmen (Hrsg.): Das Täuferreich zu Münster 1534-1535 (Dokumente), München 1974, ISBN 3-423-04150-1
  • Heinold Fast (Hg.): Der linke Flügel der Reformation = Klassiker des Protestantismus, Bd. 4, Bremen 1962.
  • Samuel Henri Geiser: Die Taufgesinnten Gemeinden, 1971.
  • Hans-Jürgen Goertz (Hrsg.):Radikale Reformatoren. 21 biographische Skizzen von Thomas Müntzer bis Paracelsus, München 1978.
  • Hans-Jürgen Goertz: Die Täufer. Geschichte und Deutung, München 1988, 2. Aufl.
  • Hans-Jürgen Goertz: Konrad Grebel. Ein Radikaler in der Zürcher Reformation. Eine biographische Skizze, Zürich, 2004
  • Bruce Gordon: The Swiss Reformation, Manchester/New York 2002, Kapitel 6: The Radical Challenge, Seite 191-227.
  • Peter Hoover: Feuertaufe für die Freiheit. Das radikale Leben der Täufer. Eine Provokation. Berlin 2006. ISBN 3-935992-23-8
  • Phillip L. Kilbride: Plural Marriage for our Times. A reinvented Option?, Bergin & Garvey, London 1994, ISBN 0-89789-315-8. Kilbride schildert auf Seite 63-66 die Episode der Polygamie bei den Wiedertäufern in Münster im Jahr 1543.
  • Barbara Kink: Die Täufer im Landgericht Landsberg 1527/28, St. Ottilien 1997, ISBN 3-88096-887-X
  • Ekkehard Krajewski: Leben und Sterben des Zürcher Täuferführers Felix Mantz, Kassel 1962.
  • Franklin H. Littell: Das Selbstverständnis der Täufer, 1966
  • Marcus Meier: Die Schwarzenauer Neutäufer. Genese einer Gemeindebildung zwischen Pietismus und Täufertum, Arbeiten zur Geschichte des Pietismus, Band 53, Göttingen 2008 (Vandenhoeck & Ruprecht), ISBN 3-525-55834-1
  • Werner O. Packull: Die Hutterer in Tirol. Frühes Täufertum in der Schweiz, Tirol und Mähren – Aus dem Englischen übersetzt von Astrid von Schlachta, Innsbruck 2000.

Belletristik

  • Luther Blissett (Autor), Ulrich Hartmann (Autor): Q Piper; Auflage: 3., Aufl. (November 2003), Ein historischer Roman über die Reformation und die Täuferbewegung in Deutschland im 16. Jhd.
  • Friedrich Dürrenmatt: Die Wiedertäufer. Eine Komödie in zwei Teilen, Urfassung 1967, zuletzt Zürich 1998 (Diogenes), ISBN 3-257-23050-8
  • Katharina Zimmermann: Die Furgge, Eine Geschichte aus dem Emmental, basierend auf historischen Ereignissen während der Täuferverfolgung von 1690 bis 1717, Zytglogge Verlag 2001, ISBN 3-7296-0321-3 [1]

Film

Siehe auch

Anmerkungen

  1. J.F.G. Goeters: Artikel Wiedertäufer, in: Evangelisches Kirchenlexikon. Kirchlich-theologisches Handwörterbuch (Hrsg. Heinz Brunotte, Otto Weber), Göttingen 1958, S./Sp. 1812
  2. Dieses zeigt sich u.a. auch darin, dass die einschlägige Editionsreihe "Quellen zur Geschichte der Wiedertäufer" schon nach wenigen Bänden in "Quellen zur Geschichte der Täufer" umbenannt worden ist
  3. Quellen zur Geschichte der Täufer in der Schweiz (QGTS), Bd. 1, Nr.12, S. 11
  4. Urs B. Leu / Christian Scheidegger, a.a.O., S. 29f
  5. Urs B. Leu / Christian Scheidegger, a.a.O., S.43f
  6. Titel der von Heinold Fast verfassten Täufergeschichte

Weblinks


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