Ananizapta

Ananizapta ist eine mittelalterliche Bannformel, die auf Stadttoren, Kirchenglocken oder Amuletten das Böse abhalten soll. Nach dem Ingolstädter Heimatforscher Werner Karl bedeutet sie: Verflucht sei der Teufel durch die Taufe des Johannes. Erstmals belegt ist sie in einer Erfurter Handschrift aus dem Jahre 1349. Zu finden ist sie u.a. auf zwei Stadttoren in Ingolstadt, dem Middleham Jewel (Nationalmuseum York, Großbritannien), einem Silberkelch (frühes 16. Jhd. - Victoria and Albert Museum, London), der großen Betglocke des Ulmer Münsters sowie auf einem Ring, den Goethe 1794 erhielt.

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