Anatol Herzfeld

Anatol Herzfeld (in der Regel nur als Anatol auftretend), bürgerlich Karl-Heinz Herzfeld, (* 21. Januar 1931 in Insterburg, Ostpreußen) ist ein in Neuss schaffender Bildhauer. Er arbeitet vorrangig mit Holz, Eisen und Stein. Seine Wirkungsstätte ist die Stiftung Insel Hombroich.

Als Schüler des Düsseldorfer Künstlers Joseph Beuys orientierte sich Anatol eng an die künstlerischen Vorstellungen seines Lehrers. Insbesondere der erweiterte Kunstbegriff findet sich in einer besonderen Spiegelung auch bei Anatol wieder. Das Reden, das Erzählen von Geschichten und das einfache Arbeiten mit den bloßen Händen sind ein Schwerpunkt in Anatols Schaffen. Dabei nimmt er insbesondere Bezug zu zeitaktuellen politischen und gesellschaftlichen (sozialen) Themen.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Wirken

Anatols Werkstatt, Ausbau 1982, Museum Insel Hombroich
"Wächter", Museum Insel Hombroich

Anatol wurde als Karl-Heinz Herzfeld am 21. Januar 1931 in Insterburg, Ostpreußen als uneheliches Kind einer sehr jungen Mutter geboren.[1] Sie gab ihn in eine Pflegefamilie ab, wo er als Kind bibelfester Eltern aufwuchs. Sein Pflegevater, den er stets als seinen ‚Vater‘ betrachtete, war überzeugter Sozialdemokrat. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs flüchtete die Familie vor den polnischen und sowjetischen Truppen nach Westdeutschland, weil die erhoffte ‚Befreiung‘ ausblieb.[2] Hier, im Rheingebiet, begann Karl-Heinz Herzfeld zunächst eine Lehre zum Schmied (Kunstschmied) und trat später von 1953 bis 1991 in den Polizeidienst als Verkehrspolizist ein. Seine Tätigkeit als Beamter, die er vor allem mit einem Puppenspiel-Programm in Schulen verbrachte, ließ ihm Zeit für ein Studium. Anatol selbst definiert sich über eine lose Liste von Berufen, Mitgliedschaften, Qualifikationen, Hobbys und Eigenschaften. Eine davon ist wie folgt überliefert:

„Anatol ist gelernter Hufschmied; deshalb / trägt er einen Hufnagel in seinem Hut. / Wenn er nach dem Beruf gefragt wird, / gibt er folgendes zu Protokoll: Bildhauer, / Maler, Zeichner, Puppenspieler, Schmied, / Geschichtenerzähler, Angler, Karikaturist, / Haudegen, Meisterschüler durch Beuys, / jetzt Meister, Mitbegründer der „Akademie / Oldenburg“, Kneipenbruder, CDU-Mitglied, / Polizeibeamter.“

Gerd Winkler: pardon, März 1976[3]

Hierin schwingt nicht alleine Anatols Unwille mit, sich in Schubladen einordnen zu lassen, sondern ebenso sein bewußtes Spiel mit Journalisten und all jenen, welche ihm mit Fragen an seine Person gegenübertreten. Nur selten beantwortet Anatol eine Frage direkt; zumeist verpackt er die Antwort in umfangreiche Geschichten bei denen er von einem Thema zum nächsten springt und die oftmals eine stark autobiographische Note aufweisen.

Über zwei Freunde, Norbert Tadeusz und Peter Heisterkamp (Blinky Palermo) kam er in Kontakt mit Joseph Beuys. Daraufhin studierte Anatol[4] von 1964 bis 1972 an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf zunächst 11 Semester bei Joseph Beuys (Schwerpunkt Bildhauerei) und anschließend vier weitere bei Karl Wimmenauer (Architektur).[5] Eigenen Angaben zufolge nahm Anatol das Studium bei Wimmenauer auf sich, um ein näheres Verständnis für Raum und die Gestaltung dessen, über das Bildhauerische hinaus zu bekommen.[6]

Im Oktober 1975 gründete er, in Anlehnung an die Freie Internationale Universität, gegründet durch Joseph Beuys, die Freie Akademie Oldenburg mit. Von 1979 bis 1981 hatte er einen Lehrauftrag an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf. Bis zu seiner Pensionierung war er als Polizist in Düsseldorf tätig. Seit den frühen 1980er Jahren ist Anatol auf dem Gelände des Museums Insel Hombroich tätig. Hier wurde nach seinen Vorgaben ein, nach dem Vorbild osteuropäischer Bauernhäuser, entsprechendes Wohn- und Arbeitshaus errichtet. Das gesamte Areal um dieses Gebäude, mitsamt der auf ihm befindlichen Arbeiten sind Eigentum Anatols. Testamentarisch wurde festgehalten, dass nach dem Tod Anatols das Areal in den Besitz der Stiftung Insel Hombroich übergeht und dieses so zu belassen sei, wie zum Zeitpunkt des Todes.[2].

Anatol Herzfeld ist verheiratet und hatte einen Sohn.

Künstlerische Tätigkeit

Das Schaffen von Anatol ist kaum zu überblicken. Er ist ebenso produktiv, wie vielseitig. Sein Œuvre reicht von Zeichnungen über Radierungen, Malerei, bis hin zu Multiples, sogenannten Bretterbildern und skulpturalen Arbeiten (Plastiken) aus den unterschiedlichsten Materialien. Das Repertoire an Formen wandelte sich über die Jahre, was in erster Linie an den Großplastiken ersichtlich ist. Bevorzugte Materialien sind Stein, Holz und Stahl, wobei Holzplastiken vor allem vor 1990 erstellt wurden, was sich ab etwa diesem Zeitpunkt zugunsten von Stahlarbeiten wandelte. Zunächst finden sich im Werk von Anatol viele ‚benutzbare‘ Arbeiten, wie Stühle und Tische. Inzwischen dominieren seine Wächter die künstlerische Produktion von Anatol.

Arbeitszeit

Durch seine Aktion Königsstuhl, eine Tonne Stahl (1969) im Museum Mönchengladbach prägte Anatol den Begriff der Arbeitszeit.[7] Anlässlich der Documenta V trat er zusammen mit dem befreundeten Künstler Bertram Weigel unter diesem Titel auf[8].

Im Katalog zur Documenta 5 in Kassel wird ein von Anatol verfasster, manifestartiger Text publiziert, welcher die Arbeitszeit erstmals begrifflich fassen soll. Dort heißt es:

„ARBEITSZEIT // Schaut ein Mensch auf einen arbeitenden Menschen, tut er dieses / gezielt und bewußt, so nimmt er einen tiefen Kontakt auf. / Er wird zum Mitarbeiter // zum Mitmenschen // er ist gefangen. // Warum verstecken sich viele Former (Künstler), sind sie wie / Zauberer? Ich meine nicht den guten, wichtigen Zauberer des / frühen Menschen, nein, die späteren, die uns immer so schöne / Stunden des Einlullens schenken! Zeigt Euch mal, kommt heraus / aus den Deuterbuden! // Ist es nicht eine Gemeinheit an dem heutigen, oft verplanten / Menschen, ihm das Bilderlebnis einer entstehenden Form, gleich / welcher Art, vorzuenthalten. // Bei mir darf jeder Mensch dabeisein, ja, sogar anfassen. / Wer gut zeichnen kann, kann und darf auch Zeichen geben. // Arbeit ist Kunst // Kunst ist Arbeit // Das sind die kleinen Gedanken zur Arbeitszeit. // Düsseldorf, den 16. 2. 1972“

Anatol[9]

In der Folgezeit veränderte sich der Begriff der Arbeitszeit in einigen Eckpunkten, ohne dass dies explizit in einem neuen theoretischen Text niedergeschrieben wurde. Die Idee leitete sich von Beuys Forderung der Zusammenführung von Kunst und Leben ab. Wo Beuys jedoch in starkem Maße Theoretiker und Metaphysiker mit einem Hang zur Selbstinszenierung ist, war und blieb Anatol der bodenständige Arbeiter. Diese Vorstellung des schaffenden, kreativen Menschen, die auch in Entsprechung in der künstlerischen Vorstellung von Beuys existiert, trieb Anatol an Kunst und Arbeit gleichzusetzen. „Kunst = Arbeit und Arbeit = Kunst“. Somit ist das Wirken über einen definierten Zeitraum (Arbeitszeit) bereits im Prozess (plastischer Prozess)[10] als Kunst zu erachten. Darüber hinaus lässt sich diese Vorstellung auch auf den Alltag und sogar die herkömmliche Arbeit oder den Dienst ausweiten. Für Anatol ist Polizeidienst ebenfalls Kunst. Die Arbeitszeit, als eine zeitlich begrenzte Arbeitsphase, überstieg dabei oftmals die regulären acht Stunden. Nicht selten dauerten Arbeitszeiten 12 oder 24 Stunden und verwiesen damit auch auf die körperliche Anstrengung des Arbeitens (und ebenso Kunstschaffens). Explizit begreift Anatol die Arbeitszeit als Erweiterung oder Alternative zu den Begriffen der Aktion, des Happenings oder der Performance und schließt die Beteiligung des Betrachters in diesen Kunstbegriff mit ein. Der Betrachter wird integrativer Bestandteil des Kunstbegriffes und ist er dazu in der Lage, kann der Betrachter selbst "Zeichen geben", also am Werkprozess selbst beteiligt werden. Erst im Zusammenspiel von Produktion und Rezeption ergibt sich nach Anatols Verständnis der eigentliche Gegenstand seiner Kunst.

In direktem Zusammenhang damit steht die im Text aufscheinende Forderung Anatols an die Künstler, aus dem Privaten der Ateliers herauszutreten und sich der Öffentlichkeit zu präsentieren. In Konsequenz seiner eigenen Forderung begann Anatol in immer stärkerem Maße seine eigene Kunst, i.S. des Kunstschaffens, in der Öffentlichkeit zur Diskussion zu stellen. Kunstwerke wurden von ihm in aller Öffentlichkeit produziert und quasi ausgestellt und der Betrachter erhielt die Möglichkeit in einen Dialog mit Anatol einzutreten. Zudem wurden und werden zu zahlreichen Arbeitszeiten Anatols gezielt Pressevertreter eingeladen, wodurch viele Aktionen in Bild, Text und Film/Video festgehalten sind.

Freie Akademie Oldenburg

Die Gründung der Freien Akademie Oldenburg durchlief mehrere Stadien. Zu Beginn stand die Ausstellung „Besuch bei Tante Olga in Dangast“ von Anatol im Oldenburger Kunstverein (14. Februar 1975 – 2. März 1975).[11] In der Gaststätte „Theilen“, nahe von Varel (Friesland) wurde im Februar desselben Jahres von Anatol eine Zeichnung (Gründungsurkunde) angefertigt, die Anatol Herzfeld und der Oldenburger Bildhauer Eckart Grenzer, als die Gründungsmitglieder der „Moorakademie“ unterzeichneten. An anderer Stelle werden Anatol, Dr. Ummo Francksen, Vorsitzender des Oldenburger Kunstvereins, Don Lenzen aus Düsseldorf und Eckart Grenzer als Gründungsmitglieder genannt.[12] Der eigentliche Name „Akademie Oldenburg“ wurde erst kurz darauf angenommen und hatte bis etwa Oktober 1976 bestand. Anschließend wurde die „Akademie“ auf Initiative Joseph Beuys' in Freie Akademie Oldenburg umbenannt, da Beuys im Konzept viele Parallelen zu seiner Freien Internationalen Universität sah. Später wurde ein ‚Grundstein‘ gefertigt, der vor dem Kurhaus in Dangast in den Grund des Jadebusens gesetzt wurde.

Die Freie Akademie Oldenburg besitzt weder Räumlichkeiten, noch eine Verwaltung, und sie wurde auch nie mit dem Ziel erdacht jemals Gebäude oder andere feste Strukturen zu bekommen. Sie ist nichts weiter als die Vorstellung einer künstlerischen Tätigkeit. Anatol sagt dazu, dass jeder frei sei eine Aktion im Namen der Freien Akademie Oldenburg durchzuführen.[11][12][13] Gerade in der Immaterialität unterscheidet sich das Anatol'sche Konzept weitestgehend von der Joseph Beuys'. Beuys forderte vehement eine Umstrukturierung des Ausbildungswesens an (deutschen) Kunstakademien.

Aufgrund des Widerstandes der nordrheinwestfälischen Landesregierung startete Beuys politisch orientierte Initiativen (Deutsche Studentenpartei) und gründete seine Freie Internationale Universität (FUI). Diese sollte Gebäude erhalten an denen nach dem Beuys’schen Konzept gelehrt werden sollte. Die Konzeption spricht dafür, dass eine Angleichung an das staatliche Hochschulsystem intendiert war und ein staatlich anerkannter Abschluss ermöglicht werden sollte. Für die Freie Akademie Oldenburg wurde dieser Weg der staatlichen Anerkennung umgangen, indem sie von jeglichem Ballast – Gebäude, Verwaltung, etc – befreit wurde. Dadurch wurde allerdings kein Abschluss mehr möglich.

Auszeichnungen/Preise/Ehrungen

  • 1979 - 1981: Lehrauftrag a. d. Kunstakademie Düsseldorf
  • 1991: Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande
  • 1992: Lovis-Corinth-Preis
  • 1996: Adjunct Professor of Fine Art, University of South Dakota, Vermillion (Honorar-Professor)[14]
  • 1996: Verleihung der Ehrenbürgerschaft des Staates South Dakota[15]
  • 2011: Beförderung zum Polizei-Oberrat h. c., Düsseldorf[16]

Ausstellungen

  • 1970: „Gegenverkehr“, Aachen
  • 1972: Galerie Onnasch, Köln
  • 1972: Galerie Schmela, Düsseldorf
  • 1972: documenta 5, Museum Fridericianum, Kassel
  • 1973: Kunstverein Bochum
  • 1974: Galerie Thomas, München
  • 1975: Kunstverein Oldenburg
  • 1976: Galerie J. Baecker, Bochum
  • 1977: documenta 6, Museum Fridericianum, Kassel
  • 1977: Europalia 77, Brüssel
  • 1978: Galerie Schmela, Düsseldorf
  • 1979: Karl-Ernst-Osthaus-Museum Hagen
  • 1980: Kunstverein Krefeld
  • 1982: documenta 7, Karlsaue, Kassel
  • 1983: Nationalgalerie Berlin
  • 1984: Dreidimensionale - Aktuelle Kunst aus Deutschland, Tokio
  • 1985: Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf
  • 1987: Kunstverein Bochum
  • 1988: 19. Biennale, Middelheim, Openluchtmuseum, Antwerpen
  • 1989: Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg
  • 1992: Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen
  • 1992: Deutsch-Osteuropäisches Forum, Olsztyn ( Allenstein ), Polen
  • 1992: Muzeum Warmii/Mazur, Zamek w Reszlu ( Ordensburg Rössel ), Polen
  • 2002: Städtische Galerie im Park Viersen, Viersen
  • 2004: Bienale, Busan, Südkorea
  • 2006: Galerie Vömel, Düsseldorf
  • 2010: „Seewerk 2010“, Seewerk, Moers
  • 2010: "Anatol. Plastiken und Bilder in Meerbusch", Teloy-Mühle, Meerbusch-Lank
  • 2011: „Anatol Herzfeld – Künstler und Schutzmann“, Ausstellung zum 80sten Geburtstag, Polizeipräsidium Düsseldorf
  • 2011: Ausstellung zum 80sten Geburtstag im Museum Bochum

Arbeiten im öffentlichen Raum

Arbeiten in Deutschland

Anatol: Traumschiff Tante Olga, 1977
Anatol: Kopf Joseph Beuys, 2008
  • Wächter, Rathaus, Neuss
  • Die Schule, Museum Insel Hombroich, Neuss
  • Der Schütze, Neuss-Holzheim am Schützen- und Ständebaum
  • Die Jade (1975), Dangast, Jadebusen, Bleiplatten, farbig gefasst (Diese Plastik wurde infolge von Eisgang unrettbar beschädigt)
  • Traumschiff Tante Olga (1977), Kassel, zur documenta 6 in der Karlsaue aufgestellt, heute vor der Heinrich-Schütz-Schule
  • Die Neue Jade (1979), Dangast, Jadebusen, Kunststoff (Diese Version ersetzte die beschädigte Arbeit Jade 1)
  • Die Kirche (1988), 30 Findlinge, Museum Insel Hombroich, Neuss
  • Das Parlament (1991), 27 Stahlstühle, Museum Insel Hombroich, Neuss
  • Eisenmänner/Wächter (1993), 9 Stahlplastiken, Museum Insel Hombroich, Neuss
  • Eisenmänner/Kybernetiker (etwa 1995/96), 12 Stahlplastiken, IFM-GEOMAR, Kiel-Wellingdorf (Ostufer in der Schwentinemündung)
  • Marktredewitz-Tor (1999), Marktredwitz, Engerland-Platz
  • Die Wächter der Goitzsche (2000), Bitterfeld, Goitzsche
  • Die Wächter der Kinder (2002), Viersen
  • Kopf Joseph Beuys (2008), Rheindeich Meerbusch-Büderich

Arbeiten im Ausland

  • Urhaus, Südkorea, Busan

Literatur

Kataloge

  • Anatol: Arbeiten 1983 bis 1993 – Jesus Christus muß uns zu Freunden machen. Gerhard-Hauptmann-Haus, Düsseldorf 1994.
  • Anatol: Anatol – Ausstellung im Kunstforum Rottweil. Rottweil 1980.
  • Anatol: Mein Leben; neue Bilder auf Blei. 14. März – 30. April 1986. Galerie Vömel, Düsseldorf 1986.
  • Anatol: Anatol – Memento mori – Bilder, Skulpturen, Objekte und Arbeiten auf Papier und Pappe. Eine Ausstellung des Vereins der Freunde und Förderer des Stadtmuseums Ratingen. Katalog zur Ausstellung vom 11. Juni – 20. August 1995. Ratingen 1995.
  • Anatol: Anatol zum 75. Geburtstag. 28. April – 30. Juni 2006. Galerie Alex Vömel, Düsseldorf 2006.
  • Anatol: Arbeitszeit „Das Bleihaus“. Ausstellung „Blei-Arbeiten“ vom 23. April – 31. Mai 1987. Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg 1987.
  • Anatol: Besuch bei Tante Olga in Dangast. Oldenburger Kunstverein vom 14. Februar – 2. März 1975 im Kleinen Augusteum, Oldenburger Kunstverein, 1975.
  • Jacek Barski (Hrsg.?): Lovis-Corinth-Preis 1992 der Künstlergilde: Karl Heinz Herzfeld – Anatol, Friedrich Sieber, Ursula Doerk. Ausstellung der Preisträger, Museum Ostdeutsche Galerie Regensburg, 14. November 1992 – 10. Januar 1993, Regensburg 1992.
  • Manfred Boetzkes (Hrsg.?): Anatol: Bilder 1979–1984. Ausstellung veranstaltet vom Roemer- und Pelizaeus-Museum, Hildesheim 1984.
  • Heribert Brinkmann, mit Beiträgen u.a. von Ingeborg Gottschalk: Anatol: Lebenszeiten Arbeitszeiten; Museum Bochum zur Ausstellung SPUREN suchen – legen – lesen ANATOL vom 17. März bis 6. Mai 2001. Stiftung Insel Hombroich, Neuss 2001.
  • Heribert Brinkmann, Gemeinde Jüchen (Hrsg.): Garzweiler – Anatol und sein Schüler (Dieter) Patt zeigen Bilder von Garzweiler. Museum Kunst Palast Düsseldorf, Neuss o. J.;
  • Karl-Heinz Hering: Anatol – Bilder u. Plastiken 1965–1985; Arbeitszeit. Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, 20. April – 2. Juni 1985, Düsseldorf 1985.
  • Dieter Honisch: Einraum Ausstellungen 1974. (Mit Morales, 24. Januar – 24. Februar 1974; HA Schult, 1. – 31. März 1974; Könitz, 10. April – 5. Mai 1974; Anatol, 18. Juli – 1. September 1974; Kuwayama, 6. September – 6. Oktober 1974; Sandback, 10. Oktober – 10. November 1974; Uecker, 20. Januar – 26. Januar 1975), Essen 1975.
  • Michel Ruepp: Anatol – Natur und Technik. Museum Bochum, 21. März – 3. Mai 1987, Bochum 1987.

Artikel

  • Christiane Dressler: Anatol, der Mann, der aus dem Osten kam – zum 70. Geburtstag des Künstlers. In: Kunstzeit. 1. Schuffelen, Pulheim 2001, S. 64 – 73.
  • Friedhelm Mennekes: „Aus dieser Fremde mache ich Bilder“. Anatol im Gespräch mit Friedhelm Mennekes. In: Kunst und Kirche. 49, 1986, S. 154–158.
  • Dagmar van Oeffelen: Verkehrskasper mit Zimmermannshut – Anatol, ein Phänomen der Metamorphose. In: Neues Rheinland. 45, 4, 2002, S. 12–13.
  • Marie-Luise Otten: Einige Anmerkungen zu Anatol. In: Die Quecke. 65, 1995, S. 80–81.
  • Marie-Luise Otten, Ursula Mildner: Anatol und Ratingen – ein Gespräch. In: Die Quecke. 65, 1995, S. 82–87.
  • Alice von Richthoven: Reduzierte Klarheit der Form – Anatol wird 70. In: Düsseldorfer Hefte. 46, 1, 2001, S. 14–15.

Weblinks

 Commons: Anatol Herzfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ART Galerie Scheel, Biografie Anatol Herzfeld
  2. a b Brinkmann 2001
  3. Gerd Winkler (1976): „Alle Lieben Anatol“. In: pardon, Heft 3, März 1976, S. 114-120; hier S. 120; eine vergleichbare Auflistung findet sich in der Dezemberausgabe 1976 der Zeitschrift Gerresheimer Berichte. Ein Magazin aus und um Oldenburg, Nr. 4, Dezember 76 - Januar 77, S. 27.
  4. Um sich eine zweite Persönlichkeit als Künstler zuzulegen, nannte sich bis dahin Karl-Heinz nach einer Figur aus Tolstois Krieg und Frieden: Anatol. (vgl. Brinkmann 2001)
  5. u.a. Katalog Köln (1972): Anatol. Arbeitszeit bei Onnasch. Onnasch Galerie Köln; Katalog Oldenburg (1975): Anatol. Besuch bei Tante Olga. Oldenburger Kunstverein. Oldenburg; Katalog Baden-Baden (1976): Holz ist Kunst-Stoff. Kunsthalle Baden-Baden. Baden-Baden; Katalog Hagen (1979): Anatol. Ergebnisse 64-78. Karl-Ernst Osthaus Museum. Hagen; Interessant ist, dass in nahezu sämtlichen Katalogen nach 1980 die genauen Semesterzahlen nicht mehr genannt werden. In einem Artikel der Westdeutschen Zeitung vom 6. Juli 1970 ("Im Rahmen 'Kunst am Bau': Alle Kinder riefen laut Hippy-Fisch. Anatol Herzfeld in Untereicken", Autorenkürzel: cj) wird erwähnt, dass sich Anatol zu diesem Zeitpunkt (Juli 1970) im fünften Semester Architektur bei Hans Hollein befände.
  6. Bezüglich seines Studiums wird von Anatol gelegentlich auch ein Studium der Philosophie erwähnt. Unklar ist, ob es sich dabei um die Teilnahme an Seminaren und Vorlesungen gehandelt hatte, oder um ein (Aufbau-)Studium. Einzige ermittelbare Printquelle stellt ein kurzer Artikel von Horst Morgenbrod dar. (Morgenbrod, Horst (1985): "Gespräch mit dem Aktionskünstler Anatol Herzfeld. 'Jeder von uns ist king'". In: Das Tor. Zeitschrift der Düsseldorfer Jonges. Neuss, Heft 12/1985, S. 40-42; hier S. 40)
  7. Günter Meißner (1992): Saur allgemeines Künstlerlexikon. die bildenden Künstler aller Zeiten und Völker = The artists of the world. Bd. 3: Alvarez - Angelin. München [u.a.]: Saur, S. 331 und Renate Buschmann (2006): Chronik einer Nicht-Ausstellung: between (1969 - 73) in der Kunsthalle Düsseldorf. Berlin, S. 78f
  8. Katalog Kassel (1972): Documenta 5: Befragung der Realität, Bildwelten heute; Kassel, 30. Juni bis 8. Oktober 1972, Neue Galerie Schöne Aussicht, Museum Fridericianum Friedrichsplatz. Kassel : Documenta [u.a.]
  9. Katalog Kassel (1972): Documenta 5. Befragung der Realität, Bildwelten heute. Kassel, S. 16.89; Anm.: Im Katalog findet sich keine Autorenangabe. Der Text ist in der Spalte unterhalb der Biographie Anatols eingefügt. In späteren Katalogen wird die Autorenschaft stets Anatol zugeschrieben. Die Schrägstriche im Text verdeutlichen die Textsetzung im Katalog. Ein einzelner Schrägstrich markiert einen Zeilenumbruch, und zwei Schrägstriche zeigen einen neuen Absatz an.
  10. vgl. hierzu die entsprechende Literatur über Joseph Beuys
  11. a b Website der freien Akademie Oldenburg
  12. a b buthjata.de: Die Freie Akademie Oldenburg
  13. eckartgrenzer.de: Website von Eckart Grenzer: 1975 · FREIE AKADEMIE OLDENBURG
  14. Oeffelen, Dagmar van (2002): „Verkehrskasper mit Zimmermannshut. Anatol – ein Phänomen der Metamorphose“. In: neues rheinland, 2002, Bd. 4, S. 12-13; hier S. 12; Kunstforum International, Nr. 136 1997, S. 18;
  15. Kunstforum International, Nr. 136 1997, S. 18
  16. «Polizeidienst ist Kunst» - Ausstellung für «Schutzmann Anatol» auf www.artefacti.de vom 1. Februar 2011, abgerufen am 20. Mai 2011

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