22. Königlich Bayerisches Infanterie-Regiment „Fürst Wilhelm von Hohenzollern“

Das 22. Infanterie-Regiment „Fürst Wilhelm von Hohenzollern“ war, zusammen mit dem 23. Infanterie-Regiment, ein Verband der 5. Infanterie-Brigade der bayerischen Armee. Die Friedensstandorte des Regiments waren Zweibrücken und Saargemünd.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Aufstellung und Entwicklung

Das Regiment wurde laut Allerhöchster Entschließung vom 20. September 1896 am 1. April 1897 aus den IV. Halbbataillonen des 5., 7., 9. und 12. Infanterie-Regiment aufgestellt. Erster Kommandeur war Karl von Brückner, der das Kommando am 16. August 1900 an Andreas Weiß übergab. Am 20. Januar 1915 wurde Fürst Wilhelm von Hohenzollern zum Inhaber des Regiments ernannt, der dem Regiment seinen Namen gab. Am 27. März 1913 wurde Oberst Otto Schulz zum Regimentskommandeur ernannt.

Erster Weltkrieg

Im Ersten Weltkrieg trat das Regiment, als Teil der 6. Armee, in Gefechtsstärke von 70 Offizieren, 3.100 Unteroffizieren und Mannschaften sowie 240 Pferden (Stand: 2. August 1914) in Frankreich an.

Während des ersten Weltkriegs hatte das 22. Infanterie-Regiment zu beklagen an

  • Toten: 73 Offiziere, 2 Ärzte, 412 Unteroffiziere und 3.593 Mannschaften
  • Vermissten: 73 Unteroffiziere und 835 Mannschaften
  • durch Krankheiten/Unfall Verstorbenen: 2 Offiziere, 12 Unteroffiziere und 127 Mannschaften

Am Ende des Krieges befanden sich 50 Offiziere, 2 Ärzte, 291 Unteroffiziere und 1.894 Mannschaften in Gefangenschaft.

Tradition nach 1918

Die Tradition des Regiments übernahm in der Reichswehr die 10 und 11. Kompanie des (bayerischen) Infanterie-Regiments 20 in Passau.

Literatur

  • Konrad Krafft von Dellmensingen, Friedrichfranz Feeser, "Das Bayernbuch vom Weltkriege 1914-1918", I. Band, Chr. Belser AG, Verlagsbuchhandlung, Stuttgart 1930
  • Wegner, Günter, Deutschlands Heere bis 1918, Band 10 Bayern, Biblio Verlag, Osnabrück 1984

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