Anatoly Jatskow

Anatoli Antonowitsch Jazkow (russ.: Анатолий Антонович Яцков; eigentlich Anatoli A. Jakowlew, * 31. Mai 1913; † 26. März 1993 in Moskau) war während des Zweiten Weltkriegs Mitglied der Gesandtschaft der UdSSR in New York.

Seine Diplomatentätigkeit war jedoch nur ein Deckmantel für seine Funktion als Spion des NKWD für die UdSSR in den Vereinigten Staaten. Dort kam man ihm während seiner Tätigkeit nicht auf die Spur; 1946 kehrte er in die Sowjetunion zurück.

Jazkow fungierte als Führungsoffizier („John“) des Kontaktmanns Harry Gold von Atomspion Klaus Fuchs.

Ihm wurden von der Sowjetunion unter anderem die Auszeichnungen Orden der Oktoberrevolution und der Orden Roter Stern verliehen.

Literatur

  • Ronald Friedmann: Klaus Fuchs. Der Mann, der kein Spion war. Das Leben des Kommunisten und Wissenschaftlers Klaus Fuchs, 2006, ISBN 3938686448
  • Eberhard Panitz: Treffpunkt Banbury oder Wie die Atombombe zu den Russen kam. Klaus Fuchs, Ruth Werner und der größte Spionagefall der Geschichte. 2003, ISBN 3360009908 (Rezension von Gerhard Bengsch in der Jungen Welt vom 21. Juni 2003)
  • John Earl Haynes and Harvey Klehr, Venona: Decoding Soviet Espionage in America (New Haven: Yale University Press, 1999)
  • Robert Chadwell Williams: Klaus Fuchs, Atom Spy. Harvard University Press: Cambridge, Massachusetts and London 1987, (ISBN 0-674-50507-7).
  • Peter Millar: Gottes Feuer. Bastei-Lübbe, Bergisch-Gladbach 2004. (Stealing Thunder. Bloomsbury Publishing, London 1999.)

Weblinks


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