Anch-wennefer

Anch-wennefer (nach seinem Tod, griechisch als Chaonnophris belegt) war ein ägyptischer Gegenkönig, der von 200 bis 186 v. Chr. in Oberägypten regierte.

Anch-wennefer war eventuell ein Sohn seines Vorgängers Hor-wennofer, obwohl dies nicht sicher belegt ist. Nach dem Tod des Hor-wennofer, der in Oberägypten als Pharao regiert hatte, konnten die Ptolemäer Teile von Oberägypten zurückerobern. Schon im Herbst 199 v. Chr. ist Ptolemaios V. in Datierungen in Theben bezeugt. Anch-wennefer ist dort im Herbst 195 als Pharao belegt, der also die Ptolemäer in der Zwischenzeit vertreiben konnte. Dies geschah eventuell mit Hilfe der Nubier, die 189 v. Chr. in Assuan bezeugt sind.

In den folgenden Jahren konnte aber Ptolemaios V. die Oberhand gewinnen. Er nannte spätestens 187 v. Chr. Theben sein Eigen. 186 v. Chr. schlug der General Komanos Anch-wennefer in einer Schlacht im thebanischen Gau. Anch-wennefer wurde gefangen genommen und hingerichtet. Auch sein Sohn wurde umgebracht.

Anch-wennefer wurde kurz darauf zum Götterfeind erklärt und erhielt den Namen Chaonnophris (der gefallene Osiris; Anch-wennefer bedeutet der lebende Osiris; Wennefer ist eine Namensform des Osiris).

Literatur

  • Günther Hölbl: Geschichte des Ptolemäerreiches, Darmstadt 1994, S. 137-39 ISBN 3534104226

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